Alle Synapsen an Bord?

Gut, ich hab lange überlegt, ob ich mich einmische. Eigentlich hat Frau Meike bereits alles gesagt, was wichtig ist. Was für mich wichtig ist. Oder war. Denn inzwischen geht es mir ja durchaus besser und anders als früher. Außerdem halte ich nicht viel davon, mein inneres Seelenleben im Netz auszuschütten – ich mag mich nämlich nicht mit Leuten auseinandersetzen, die schlampig lesen, oberflächlich zu allem und jedem eine Meinung haben, und die, wenn sie nicht weiter wissen einfach pauschal besser wissen. Erfahrungsgemäß bringen sehr persönlich gehaltene Blogartikel genau diesen Menschen das Futter, das sie brauchen, um laut und unangenehm zu werden. Es ist mir lästig, mich damit auseinanderzusetzen.

Nichtsdestotrotz rumort es in mir. Mich ärgert, dass die Bereitschaft etwas zu lernen, zu Gunsten des Drangs, etwas nieder zu machen, untergeht. Mich ärgert, dass ein Blogartikel, in dem persönliche Erlebnisse und Empfindungen, die über „Mein schönstes Ferienerlebnis“ oder „Meine Katze und ich“ hinaus gehen, dazu genutzt werden, eine große Gemeinschaft von Menschen zu bashen, die es weder verdient haben noch etwas dafür können, dass sie so sind wie sie sind. Es macht mich sprachlos, dass eine Frau, die das Glück hat, den richtigen „Stallgeruch“ für ihre Mitmenschen vorweisen zu können, alles essen zu können, sich frei bewegen zu können, weil sie keine Empfindlichkeiten hat, dass diese Frau diesen Umstand dazu nutzt, um über andere herzuziehen.

Ihre Aussagen werden rundherum bejubelt, beklatscht und benickt. Und ich stelle mir vor, dass dieser Haufen unwissender, böser, klatschender Menschen, die dort eifrig zustimmend kommentieren, Kinder erzieht…. Kinder, die dann auf Kinder treffen, wie ich eines war. Kinder, die anders sind. Mehr nicht. Aus welchen Gründen auch immer.

 

Bei mir funktioniert das Denken anders als bei durchschnittlichen Menschen. Wobei die Bezeichnung „durchschnittlich“ ja nicht negativ gemeint ist, sondern nur ausdrückt, dass ein Durchschnitt einer Masse so und so ist. In unserer herrschenden „Höher-Schneller-Weiter“-Denke ist Durchschnitt natürlich ein Schimpfwort geworden – was nicht bedeutet, das ich es in diesem Zusammenhang verwende. Ich denke um Ecken, verknüpfe bestimmte Dinge sehr schnell, andere auf Umwegen, einige gar nicht. Ich musste z.B. erst ein Schulkind haben um das leidige Kürzen und Erweitern in der Bruchrechnung zu begreifen. Ich bin kreativ, sehr empathisch, Sprachen lernen fällt mir relativ leicht, Kopfrechnen kann ich kaum, Zinsrechnung nur mit einem Spickzettel. Um ein Zimmer einzurichten, brauche ich die dazu gehörenden Möbel, die ich hin und her schieben kann um zu gucken, ob alles passt. Kommt mir bloß nicht mit einem Metermaß und einer Zeichnung. Um ein Bild zu machen, brauche ich nur eine Kamera, Film und das Gefühl in meinem Kopf, wie das Bild aussehen soll, was es erzählen soll. Es fällt mir schwer, mich zu streiten. Ich höre die Argumente des Gegenübers an und finde meist viele Punkte, die ihm Recht geben, obwohl ich nicht seiner Meinung bin. Ich denke dann in zwei Gleisen – in meinem und in seinem. Ich kann mich schriftlich gut ausdrücken und bin auch durchaus niveauflexibel, aber inzwischen so alt, dass ich das nur noch bin, wenn ich will, nicht mehr um gemocht zu werden von Menschen, die eine Anführerposition inne haben. Ich war in der Schule unterfordert und faul, was mich zu einer mittelmäßigen Schülerin gemacht hat. Einserkandidatin allerdings in Fächern, die mir Spaß gemacht haben. Ich habe mein Abitur in Französisch mit sehr gut bestanden, in Mathe mit einem kläglichen „gerade mal so, aber eigentlich ungenügend“. Auf dem zweiten Bildungsweg. Routinen machen mich wahnsinnig, aber ich habe inzwischen gelernt, mit ihnen umzugehen. Ungerechtigkeiten machen mich auch wahnsinnig, ich habe immer noch nicht gelernt, damit umzugehen. Dummheit macht mich rasend. Dummheit ist für mich das Verweigern des Lernens, die Blockade am Tellerrand. Dummheit wird bei mir nicht nach IQ gemessen, Dummheit messe ich am Verhalten meiner Mitmenschen. Ich bin immer noch lernbegierig, süchtig nach Input und Wissen.

Ich bin hochbegabt.

Das führt zu vielen Miss- und Unverständnissen, die wiederum dazu führten, dass ich mich als Kind, Jugendliche und auch als Erwachsene auf Teufel komm raus versucht habe, passend zu machen. Stallgeruch anzunehmen, damit ich angenommen werde. Klappte nicht. Sich zu verdrehen und zu verstellen klappt nie. Aber es tut weh und führt zu Leiden. Leiden, dass vom Durchschnitt belächelt wird, denn man soll sich nicht beschweren, schließlich ist man ja hochbegabt und damit steht man ja über allem und sowieso. Bullshit.

Wenn ich heute zurück blicke, denke ich, dass ich die Strecke bis Mitte dreißig dann doch noch relativ unbeschadet überstanden habe. Dem Mobbing konnte ich immer dann, wenn es unerträglich wurde, mit einem Umzug begegnen, denn mein Papa war bei der Bundeswehr und wurde meist für mich passend versetzt. Den Attacken, die diverse Lehrer gegen mich gefahren haben, weil ich aufmüpfig, diskussionsfreudig und unangepasst war, konnte ich ebenso ausweichen. Als ich nicht mehr zu Hause wohnte, habe ich eigene Gründe für Veränderungen gefunden. Irgendwann habe ich aufgegeben und mich gefügt. Ich hatte keine Kraft mehr zum Aushalten meines Andersseins. Stattdessen habe ich mich an Bilderbuchszenarien und unauffälligem Bravsein geübt. Das klappte zwei Kinder und eine Ehe lang recht gut. Ich tat so wie alle taten, beobachtete ganz genau den Durchschnitt und was ich nicht verstand, ignorierte ich einfach. Im Rückblick gesehen lebte ich in einem selbst gesponnenen Kokon. Nur das mit dem Schmetterling….

Eines Tages dann traf ich ein Spiegelbild. Jemanden, der ähnlich dachte, erfasste und agierte wie ich. Plötzlich war da das Gefühl, endlich angekommen zu sein bei mir. Ich bin nicht allein, ich bin nicht doof und ich bin nicht dazu verdammt, in meinem Kopf ganz alleine stecken zu bleiben. Es gibt tatsächlich noch andere Menschen, die verstehen, wovon ich rede, wenn ich rede.

Die nächst logische Folge war für mich, den Schritt zu machen, mich vom Durchschnitt zu trennen. Ich bin los gegangen und habe nach meinem Stall gesucht und ihn gefunden. Hinterlassen habe ich Freundschaften, die keine waren, Lieben, die sich als nicht beständig erwiesen, Kopfschütteln. Unverständnis bis hin zu Hass. Aber wie sollten sie mich denn auch verstehen, meine Synapsen haben aus vielen meiner Gedanken für mein Gegenüber unverständliches Kauderwelsch produziert. Man muss sich das so vorstellen, dass man auf die Welt kommt, aufwächst und irgendwann feststellt, dass man eine andere Sprache spricht, als alle anderen um einen herum. Man kann die Sprache der anderen lernen, aber es ist nicht die „Muttersprache“ und entsprechend schwierig wird es dann, wenn man versucht, sich ganz genau und treffend auszudrücken. Und selbstverständlich merken auch die „anderen“, dass man in fremder Zunge spricht und verhalten sich Dir gegenüber entsprechend. Und wenn man dann in dieser fremdsprachlichen Welt plötzlich jemand trifft, der die gleiche Sprache spricht wie man selbst, mit dem man reden kann ohne sich anpassen zu müssen… das ist Glück! Totales und volles Glück! Und hat man erst den ersten getroffen, dann wird man plötzlich auch sensibel für den zweiten, den dritten, den vierten Menschen, der die eigene Sprache spricht. Plötzlich wird das Leben leichter. Jetzt ist es beileibe nicht so, dass ich mich nur mit Menschen abgebe, die meine Sprache sprechen, das wäre ja komplett hirnverbrannt. Und es wäre genau das, was ich jenen vorwerfe, die nicht bereit sind, über den Tellerrand zu gucken. Die sich hinstellen und sagen „Ich bin hochnormal, wie schön, ich muss nicht mimimi machen – ach Gottchen, was sind die anderen alle doof“.

 

Lieber Durchschnitt,

ich mag viele von euch schrecklich gern. Aber hört doch bitte auf, in einer Begabung oder gar Hochbegabung das absolute Heil auf Erden zu sehen. Hört auf, über Leute herzuziehen, die anders sind als ihr. Macht euch doch bitte erst ein Bild von der Thematik. Es kann doch nicht sein, dass alles und jedes immer unreflektiert übernommen wird, nur weil eine Frau A oder ein Herr B mit einem gewissen Bekanntheitsgrad irgend etwas irgendwo ablassen, was sich so schön und passend ins eigene Weltbild einfügt, dass man sich um andere Weltbilder keine Gedanken mehr machen muss.

 

Liebe Mütter und Väter,

es ist wichtig, Hochbegabung früh zu erkennen. Ja. Und auch Förderung derselben ist wichtig, sollte sie denn erkannt werden. Aber hört auf, so zu tun, als wäre es das goldene Vlies, hochbegabt zu sein, ein hochbegabtes Kind zu haben, ein Kind zu haben, dass einen Test absolvieren kann/darf/muss. Und wenn ihr ein Kind habt, das hochbegabt ist, dann unterstützt es. Ein Kochkurs bringt mehr als ein Chinesischkurs. Ein hochbegabtes Kind muss keine Bombennoten aus der Schule mit heim bringen. Und Eltern müssen sich nicht dafür entschuldigen, dass das Kind mit 4 weder Klavier spielen noch Gleichungen mit zwei Unbekannten lösen kann. Hochbegabung hat so viele Facetten!

Es gibt Hochbegabte, die haben eine Bombenkarriere hingelegt und dienen ungewollt als Aushängeschild für Hochbegabung (Leute! Das sind nur wenige Prozent!), viele andere haben sich arrangiert und versuchen ein Leben zu führen, in dem sie nicht auffallen. Wieder andere denken immer noch, sie sind doof, weil man es ihnen jahrelang eingeredet hat. Etliche sind psychisch angeschlagen. Andere wieder haben ihren Stall gefunden und fühlen sich wohl in ihrem Leben in ihrer Welt. Viele andere sind noch auf der Suche oder haben bereits aufgegeben und ihr Leben vergraben, beschlossen, beendet.

 

Viele Hochbegabte haben eines gemein, sie reden nicht darüber. Weil „hochbegabt“ so klingt wie „besser“. das wurde ihnen schon oft vorgehalten. Weil ihnen, wenn sie es versucht haben, Ablehnung und Hohn entgegengebracht wurde. Das muss man sich mal vorstellen, man versucht zu erklären, warum man den anderen nicht versteht, versucht eine Brücke zu bauen um auf einen Nenner mit dem Gegenüber zu kommen und wird dafür abgewatscht. Das probiert man ein- oder zweimal. Dann nicht mehr. Auch ich nicht. Ich beherrsche die „Fremdsprache“ inzwischen ganz gut und habe die Möglichkeit des Austausches in meiner eigenen Sprache. Früher wollte ich immer lieber Durchschnitt sein. Heute kann ich gut damit leben, es nicht zu sein. Auch heute gibt es noch Momente, in denen ich mir wünschte, dass der Kabelsalat in meinem Hirn besser sortiert wäre. Aber das kenne ich auch vom Durchschnitt und deswegen ist es in Ordnung. Wir sind nicht schlauer – wir erfassen nur anders. Je nachdem, wo der Teil der Begabung angesiedelt ist, schneller oder langsamer. Was bitte ist daran nun „besser“?

Nachtrag: Vor etlichen Jahren bin ich auf diesen Artikel gestoßen. Mir hat er damals geholfen.

 

25 Kommentare zu “Alle Synapsen an Bord?

  1. Mel

    Ein großes Danke. Ich glaube, das ist das erste Mal überhaupt, dass ich etwas von jemandem lese, in dem ich mich so sehr wiederfinde.

  2. Melly

    Vielen lieben Dank, ich finde mich in so vielem wieder, hätte das aber selbst nie so treffend formulieren können.
    Vielleicht kann ich so einigen Leuten verständlich machen oder auch nur näher bringen, wie mein Hirn tickt 😉

    1. tilla Autor des Beitrags

      Hallo Melly,
      oh, wenn ich Dir in Formulierungsdingen helfen konnte, dann freut mich das 🙂
      Ich sehe in den Kommentaren eine Häufung von weiblichen Lesern, die mit M anfangen – das bist nicht alles Du, oder?

  3. lunie

    JA!
    worin auch immer die persönliche Andersartigkeit liegen mag .. in unserer „Individualgesellschaft“ ist wenig Platz dafür. Immer wieder werden Raster gesucht, jemanden irgendwo einzupassen, gibt es kein Raster, wird karriert geguckt.
    Sich unter „Leidensgenossen“ zusammenzutun kann ein bisschen helfen, aber nicht immer haben ähnliche Leiden die gleiche Ursache, so kann man sich zwar im Leid austauschen und ist damit nicht allein, aber den entscheidenden Schritt weiter bringt es einen noch nicht.
    Danke für diesen Beitrag, der mir zeigt, wie unterschiedlich und doch wieder ähnlich Anders-Sein sein kann und welch unterschiedliche Ursachen zum Alien-Gefühl mit teilweise gleichen Symptomen führen können.
    Zwei andere „mimimi“ sind die Hochsensibilität und die Einsamkeit als alleingeborener Zwilling. Zu Ersterem gibt es einige gute Literatur, zu Zweiterem habe ich hier einen Gastbericht geschrieben und ein paar Links zusammengestellt: http://quadratmeter.wordpress.com/2013/02/13/eins-und-dennoch-zwei/

  4. Frau Meike

    Liebe Tilla,

    von ganzem Herzen: danke. Dass Du Dich dazustellst und aushältst.
    Nach den Reaktionen der letzten Tage bedeutet das sehr viel. Mir sowieso. Danke.

    Meike (schon wieder M)

  5. Christian

    Ebenfalls Danke. Sehr. Ich bin gerade hier hin geschickt worden und habe es keinen Satz bereut. Und – genau: danke fürs ‚dazustellen‘. Es ist so traurig, was in den letzten Tagen passiert.

  6. Melanie

    Auch von mir ein herzliches Dankeschön, für Deine Offenheit und fürs Dazustellen sowieso. Es brodelt in mir seit Tagen, doch mir fehlten bisher Mut und Worte – aus Gründen, die sowohl Meike als auch Du schon so gut und richtig beleuchtet habt – mich genau so beherzt dazu zu stellen. Obwohl ich weiß, dass ich sollte, nein, dass ich MUSS, denn so etwas darf man nicht einfach so passieren lassen.

    Schön ist bei alledem jedoch die Erkenntnis, dass wir viele sind. <3

    1. tilla Autor des Beitrags

      Schon wieder ein M 😉 Das könnte man jetzt untersuchen… 🙂

      Die Geschichte ist für mich noch nicht durch, da kommt noch mehr die Tage. Ich kann es nur empfehlen, einfach los zu schreiben. Tut gut.

  7. Susi

    Manchmal bedarf es keiner weiteren Worte um gut gesagtes noch besser machen zu können. Es ist in sich seiend schön!

  8. aebby

    … und jetzt kommt ein „ä“ 😉

    Der Umgang mit den eigenen Fähigkeiten ist manchmal schon schwierig genug. Was mir oft Bauchweh bereitet sind Worte, die einen bewertenden Charakter haben. Es fängt schon mit dem „Hoch“ an … Über dieses Bauchweh bin ich über die Jahre zu folgender Sicht gelantg. Ich habe das schon bei Meike geschrieben und kopiere einen Teil des Textes jetzt einfach:

    [blockquote]
    Alle Menschen haben eine wundervolle Bandbreite an Fähigkeiten von denen sich die meisten (zum Glück) nicht quantitativ erfassen lassen. Eine der Ausnahmen ist nun mal der „IQ“, der sich mit Tests messen lässt. Mit dem Messen gehen leider Bewertung und eine Erwartungshaltung einher. Beides macht es schwierig die „Ich bin hochbegabt“ Aussage zu treffen.

    Ich bemerke (und erlebte), dass Menschen mit einer bestimmten Kombination von (kognitiven) Fähigkeiten oft einsam sind weil sie die Welt mit einer eher ungewöhnlichen Brille sehen. Diese „Vereinsamung“ wird vielleicht noch verstärkt, weil empathisches Hinterfragen, das Suchen nach Zusammenhängen, tiefe Reflexion gepaart mit Selbstzweifeln nicht dem Idealbild unserer Gesellshaft entsprechen. Dementsprechend schwierig ist es Menschen zu finden, die „ähnlich ticken“. Wenn es dann doch gelingt ist es umso schöner und befreiender.
    ….
    Jede Begabung hat einen Gegenpart, der sich genauso positiv sehen lässt. Dem empathischen, tief nachdenkenden Abwägen steht vielleicht eine schnelle Entscheidungsfähigkeit gegenüber. Nochmal zurück zur potentiellen Einsamkeit: Dass sich die „empathischen Abwäger“ im Kreise der Schnellentscheider oft nicht wohl fühlen (und umgekehrt) scheint mir logisch.

    Was ich mir für alle wünschen würde, dass sie ihre Fähigkeiten erkennen, akzeptieren und Frieden schließen können.
    [/blockquote]

    Ja, die Geschichte ist noch nicht durch, ich gehe jetzt erst mal nachdenken ob und was ich bei mir schreibe …

    1. tilla Autor des Beitrags

      Aebby, ich bin gespannt, ob und was bei Dir kommt. Wir haben uns ja schon des öfteren über das Thema ausgetauscht 🙂

  9. Mama arbeitet

    LIebe Tilla,

    ich komme über FrischeBrises Blog, die dich heute verlinkt hat. Und habe einen Kloss im Hals, weil du im ersten Absatz scheinbar mich beschreibst. Dass ich hochbegabt bin, wurde mir erst mit 45 von einer Fachfrau auf den Kopf zugesagt, ich wäre nie darauf gekommen, unter anderem, weil ich auch nicht Bruchrechnen kann und so vieles andere, was mit Zahlen zu tun hat, auch nicht.

    Den Kokon mit der Ehe und den Kindern habe ich auch anprobiert. Leider mit jemandem, der wohl auch hochbegabt ist, aber ansonsten viele Defizite hatte, die für ein Zusammenleben hinderlich waren. Den dritten Schritt, das Finden von Gleichgesinnten, gehe ich gerade ganz vorsichtig.

    Liebe Grüsse, Christine

    1. tilla Autor des Beitrags

      Christine, ich bin auch erst mit Ende dreißig wirklich dahinter gekommen.
      Das Finden von Gleichgesinnten ist dann auch nicht mehr so schwer – und ich denke, Frau Meike und auch andere Kommentatoren hier und drüben haben ja schon die ein oder andere Tür aufgestoßen? Find‘ ich gut!
      Ich schleich‘ mich jetzt mal in ein arbeitsreiches Wochenende…

  10. Pingback: Denken, man sei “ewas Besseres” / Outings | Ja gut, aber …

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  12. Die Raumfee

    Vielen Dank für deine Offenheit und diesen Post. Erst wurde ich heute zu Meike gespült und von dort zu dir, was inzwischen mein komplettes Arbeitspensum des Tages völlig aus dem Gleichgewicht gebracht hat, weil ich mich stundenlang festgelsen und unzähligen Links gefolgt bin. Aber das passiert mir sowieso dauernd und ich lerne langsam, mich dafür nicht ständig abzuwatschen. Ich werde es wieder reinholen. Vor zwei Jahren schrieb ich einen Blogpost darüber, dass ich eigenartig bin. Noch reichlich trotzig und innerlich nicht so entspannt in mir ruhend, wie der Text klingt, aber es wird besser. Je mehr ich darüber weiß, warum ich so eigenartig bin, desto leichter kann ich es ertragen. Vielleicht liegt es auch am Alter, dass es einfacher wird.
    Danke, dass ich heute schon viele gute Gedanken lesen durfte.

    LG, Katja

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