Ich möchte das nicht – oder „think pink!“

Hier ist schon lange nichts mehr passiert. So lange, dass ich mein Passwort für dieses Blog nicht mehr wusste, das muss man sich mal vorstellen! Nun ist es nicht so, dass mir die Finger abgefallen sind. Auch kann ich immer noch eine Tastatur bedienen und Worte aneinander reihen. Das ist also nicht das Problem.

Gibt es nichts mehr zu sagen?

Doch, es gibt jede Menge zu sagen. Ich könnte mich lang und breit auslassen über die verschiedenen *gidas, diverse Kinderkrankheiten, einen Herrn Edathy, einen Sänger, der nicht singen will, komische Uhren, Urheberrechtsverletzungen einer medialen Flachpfeife….. aber, um es mal mit Gisela zu sagen…. nein, ich möchte nicht.

Mir geht das Gemecker um mich herum nämlich gewaltig auf den Keks. Und es scheint, als würde ich damit nicht alleine stehen, wenn auf Facebook inzwischen zu „Positiv-Challenges“ aufgerufen wird. Was ist also los?
Ich mein, ich bin die Letzte, die etwas gegen einen ordentlich ausformulierten Rant hat, aber dieses Genöle an allen Ecken und Enden….

Und die Fotografie?

Nun ja, die Fotografie. Ich komm zu nix und wenn ich zu was kommen würde, dann fehlt es mir an Wetter, Menschen, Platz in der Dunkelkammer…. aber das wird wieder, seid gewiss 😉

Der ein oder andere Film schläft hier noch und will entwickelt werden, die ein oder andere Idee schlummert in meinem Kopf und nachdem mir letztens eine wundervolle Auswahl an total altem Fotopapier ins Haus gesegelt ist, juckt es auch wieder in den Fingern, experimentelle Geschichten anzugehen.

Und wie isses nun mit dem Think Pink?

Nun, die geballte schlechte Laune geht auch an mir nicht spurlos vorüber. Aber ich stricke dagegen an. Ja, ich stricke wieder – zurzeit Babysocken. Irgendwo müssen die Reste ja hin. Noch habe ich Abnehmer, noch ist es frisch draußen und die Enkelmädchenfüße klein genug.

Außerdem hat sich ja vehement der Frühling angemeldet, der macht ja schon mal per se bessere Laune.

Aktuell freue ich mich auf Sonntag – da ist um 14:00 Uhr Vernissage bei uns und den Fotografen mag ich sehr. Sowohl seine Bilder als auch ihn als Menschen. Er kann wunderbar Geschichten erzählen, in Bildern und auch sonst so. Hach.

Und die eigenen Bilder?

Nun, ich werde wohl wieder mehr anfassbares machen. Auf Bilder im Netz habe ich immer weniger Lust. Ich schaue auch kaum noch Bilder, denn ich komme mir meist vor wie eine alte, frustrierte Trüffelsau, die kaum noch etwas findet, für das es sich lohnt, einen halben Tag mit der Nase durch den Dreck zu pflügen. Wer also Ideen hat, woran ich Spaß haben könnte – nur her mit den Links 🙂

Und sonst so?

Na, man wird ja nicht jünger, nech? Hier ein Zipperlein, dort graue Haare, und am Morgen knacken die Gelenke.

Außerdem plagt mich ein bisschen die Enkelmädchen-Tillatochter-Sehnsucht, die beiden sind weit weg in bajuwarischen Gefilden und so ein Enkelmädchen hört ja nicht einfach auf zu wachsen, bloß, weil ich nicht zugucken kann. Verflixt.

Die Altersweisheit, von der ich schon so viel hörte, und die ja angeblich auch mit einer gewissen Gelassenheit einher gehen soll, die vermisse ich auch. Gerade habe ich ein bisschen in der Hitparade für Fotoblogs gestöbert – tapfer klickte ich ohne Ausraster bis zum vierten oder fünften Blog – sorry Leute! wer solche Knipsi-Bildchen in die Welt haut und meint, das wäre Fotografie, der ist doch mit dem Klammerbeutel…… ooooommmmmmmmm….

think pink!

 

Meditation mit Zylinder

 

2 Kommentare zu “Ich möchte das nicht – oder „think pink!“

  1. Dieter Fröhling

    Wohl war. Mein so für mich hin. EIn jeder mache am besten so sein Ding und sei zufrieden mit. Da und dort gibt es immer einen der gerne lobt und im letzten Satz sowas „der Schnee könnte aufgehellt werden..“ fallen läßt.

    Halt still und poste mal wieder was. Irgendjemand findet es „bombastisch“ und andere gut.

    Mach einfach mit der Trüffelsau weiter. Und setz Dir ein Zeitliches Limit. Nix gefunden dabei? Mach was anderes. Nee, nicht weitersuchen. Aber wenn was völlig anderes. Das hilft doch so ich für mich gelernt hat.

    Gruß Dieter

  2. ptokremin

    Du meinst, du hättest es schwer?

    Ich habe da so eine Kamera. Es ist nicht zum Aushalten: Die macht einfach, was sie soll. Eigentlich genau dass, was man ihr sagt. Es ist ein gewichtiges Stück Minimalismus (nein, pinholes zählen NICHT als Kamera. Die sind eine eigene Waffengattung) und die Bildqualität ist für mich alle Male gut genug.

    Wo das Problem sein soll? Nun ja, sie ist ziemlich gnadenlos. Ich habe ein Bild gesehen. Kamera aufgebaut, Schärfe auf den Punkt gebracht, Licht gebändigt und dann…
    Bei der Entwicklung Schlieren aufs Negativ gezaubert. Aaaaargh!!

    Aber ich habe keine ANGST vor ihr. Ich doch nicht! Das wäre ja nun auch…
    Ich habe einfach keine Zeit. Ja genau, die fehlt mir. Sonst wäre alles bestens. Bis zum nächsten Urlaub.

    Wie DIR das helfen soll? Was würde wohl ein Trüffelschwein machen, wenn man seine Nase in einen Lappen mit Ammoniak hält? Und es anschließend auf einem duftendem Waldboden entlässt? Wo durchaus Trüffel wachsten.
    Könnten. 😀


    Why worry, there should be laughter after pain
    There should be sunshine after rain
    There things has always been the some
    So why worry now.“
    (Dire Straits)

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