Archiv für die Kategorie ‘Entdeckungen’

In der dunklen Kammer der Macht

Donnerstag, 03. November 2011

Wie war es großartig, seine Negative scannen zu können und gemütlich mit Kaffee, Keksen und einem Bildbearbeitungsprogramm am PC bearbeiten zu dürfen. Hach.
Gut, das Scannen in einer vernünftigen Auflösung kostet Zeit. Und wenn dann so ein Kleinbild mit 4800 dpi aus dem Scanner kommt, kotzt auch das beste Bildbearbeitungsprogramm, wenn es aufgefordert wird, das Bild zu laden. Aber es ist so schön bequem. Mit einem ordentlichen Bildbearbeitungsprogramm kann man ja auch all das machen, was man “früher” in der Dunkelkammer machte. Wunderbar. Und wenn man die große Auflösung nach ewig langem Herumklicken endlich so verkleinert hat, dass man es bequem ins Netz stellen kann, dann kann man sein Werk ja auch ganz fix allen Menschen zeigen. Toll.
Und es kommt einem auch so vor, als sei diese Prozedur nicht nur bequemer als die Arbeit in der Dunkelkammer sondern auch schneller.

Tja.

Und dann kommt der Tag, an dem man einen ausreichend großen Raum zur Verfügung hat, der dunkel ist und in dem etliche Vergrößerer Platz haben. Die dürfen dann auch da stehen bleiben, denn der Raum wurde zur Dunkelkammer und zum Laborbereich auserkoren. Mit großen Waschbecken, fließend warm und kalt Wasser, Arbeitstisch und fantastischen 4 Dunkelkammerleuchten. Kein kleines Badezimmer, das immer dann von anderen gebraucht wird, wenn man gerade dabei ist, sein Fotopapier zu belichten. Kein Aufbauen und Abbauen von Vergrößerer und Zubehör. Keine ewiges Suchen nach den Gradationsfilterfolien. Und dann sagt man sich “Warum nicht mal wieder mit echter Chemie und richtigem Papier hantieren? So zwischendurch? Um zu schauen, ob man es noch kann?”

Böse, böse. Denn kaum hat man es gewagt, ist man wieder drauf auf der Droge “Handausbelichtung”. Man hat zwar keine Übung mehr, aber ein bisschen ist es ja schon wie Rad fahren. Verlernt man auch nicht, man ist anfangs nur ein wenig wackelig, wenn man sich wieder auf den Drahtesel schwingt.

Und jetzt ratet mal, wem das passiert ist.

Klick macht ein bisschen mehr big

Ilford HP5 @1600 entwickelt in Spürsinn HCD-S und HCD-2.
DFB-Pokalspiel Eintracht Braunschweig gegen Bayern München.

Scan vom Print.
Und nein, ihr dürft das gescannte Negativ nicht zum Vergleich sehen, ich habe es nämlich nicht gescannt. In der Dunkelkammer war ich schneller. Echt jetzt. :)

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Analog rockt.

Montag, 29. August 2011

Nämlich.

Und weil das so ist, gibt es einen analogen Fotowettbewerb.

Im Internet. ;)

Ich darf ja nicht mitmachen, Euch lege ich die Aktion ans Herz, auch deswegen, weil man sonst kaum erahnen kann, wie viele wir sind.

Also macht mal schön mit, ich bin auf Eure Bilder gespannt.

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Das blaue Wunder

Montag, 25. Juli 2011

Cyanotypie lässt mich nicht mehr los. Zu faszinierend finde ich die Möglichkeiten und Varianten, die mir bei diesem Edeldruckverfahren zur Verfügung stehen. Ich durchforste meine Negative nach geeigneten Bildern, die ich groß und blau haben will.

Ich habe ja schon erzählt und gezeigt, wie ich Negativstreifen in die Sonne gelegt habe. Grundsätzlich ist das eine schicke Sache, auf Dauer allerdings unbefriedigend und für meinen Geschmack definitiv zu klein. Ich wollte größer. Die meisten meiner Negative liegen mir in digitaler Form vor, zumindest immer dann, wenn ich zum Scannen komme. ;)

Die ersten Versuche, ein digitales Bild zu vergrößern und auf einen Träger zu bekommen, der mir das Negativ ersetzt, fanden auf einer Folie statt, die ich durch den Tintenpinkler Tintenstrahldrucker geschickt habe. Nichts für mich, da die Folie unbedingt noch recht lange trocknen muss, ehe man sie verwenden kann. Dafür bin ich viel zu ungeduldig. Mal ganz abgesehen davon, dass das ein sehr teures Vergnügen ist und die Ergebnisse mich nicht wirklich überzeugt haben.

Der nächste Versuch fand mit einer Art Butterbrotpapier statt, das uns unser Papierhersteller genau zu diesem Zweck zum Testen schickte und siehe da, der Ausdruck war sofort trocken, das Ergebnis ganz wunderbar, das Papier hat den Test bestanden und wird als “Spürsinn BluePrint” ins Programm aufgenommen.

Ich hatte mir absichtlich ein sehr kontrastreiches Negativ ausgesucht und in einem Bildbearbeitungsprogramm die Gradationskurven etwas steil angezogen. Dann die ganze Geschichte invertiert und passend für ein DIN A4 Blatt “Noble Vat Large” skaliert.

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Das Ganze wurde mit einem stinknormalen HP Photosmart D5460 auf “Spürsinn BluePrint” ausgedruckt. Bereits ein paar Stunden vorher hatte ich ein “Noble Vat” in DIN A4 mit der Emulsion für Cyanotypie beschichtet. Fräulein Ungeduld saß mir auf der Schulter, deswegen war das beschichtete Papier noch nicht 100% trocken als ich es aus dem dunklen Karton holte und zusammen mit dem neu geschaffenen “Negativ” zwischen zwei Glasplatten legte.

Der Sommer lässt uns ja gerade ein bisschen im Stich, gepriesen sei also die elektrische Sonne ;) 8 Minuten Belichtung vor dem Gesichtsbräuner, dann das übliche Prozedere. Stoppen, Wässern und zum Schluss das Zaubermittel Wasserstoffperoxid.

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Klick macht big

Die “Flecken”, die ich bei diesem Bild als durchaus passend empfinde, sind entstanden, weil die Beschichtung noch nicht ganz durchgetrocknet war. Das Erscheinungsbild kann man also nicht nur durch die Wahl der Pinsel, mit denen man die Cyano-Chemie aufträgt und durch die Wahl des Papiers beeinflussen. Da gibt es noch viele andere Möglichkeiten, mit denen man herumspielen kann :)

Spannend ist, dass man mit diesem Verfahren auch Bilder, die rein digital entstanden sind, verarbeiten kann.

Einen Workshop dazu gibt es auch, noch sind ein paar Plätze für den 14. August frei.

Musik: Rainbirds-Blueprint
Chemiepaket: Cyanotypie
Pinsel im Einsatz: scruffy face
Transparentpapier: Spürsinn BluePrint
Büttenpapier: Noble Vat Large
Ein bisschen mehr erklärt: Cyanotypie im Plauderton

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Ei – Knips doch mal

Freitag, 15. Oktober 2010

Als mich Ronald Puhle vor etlichen Wochen fragte, ob ich Lust hätte, ein paar Bilder für sein Buch über iPhone-Fotografie beizusteuern, habe ich, ich gestehe, erst einmal herzlich gelacht.

Mit dem iPhone fotografieren, Kinderkram. Keine Herausforderung für mich. Digitaler Spielkram. Praktisch, um schnell mal fix etwas zu dokumentieren und in Twitter zu schieben. Dachte ich. So oder ähnlich habe ich mich auch Ronald gegenüber geäußert.

Ich hatte gerade erst angefangen, mich halbherzig mit der ein oder anderen App in Sachen Fotografie zu beschäftigen und all das, was kostenfrei angeboten wurde, hat mich nicht wirklich überzeugt. Zu geizig um Geld für digitalen Spielkram auszugeben bin ich außerdem. Von Hipstamatic und anderen, kostenpflichtigen Apps  hatte ich schon gehört, habe aber innerlich abgewunken. Geldschneiderei, Blödsinn, BrauchtkeinMensch.
Ich benutze mein iPhone um zu telefonieren, SMS zu schreiben, zu twittern und mein Auto in fremden Städten wieder zu finden. Fotografieren mit einem Telefon steht hinten an, denn es ist ja tatsächlich so, dass ich immer eine “richtige” Kamera dabei habe.

Nun ist es aber so, dass ich grundsätzlich ein neugieriges Wesen bin. In einem Moment des Leerlaufs, sprich: Kurz vor dem Einschlafen, habe ich mich mangels passender Einschlaflektüre dann doch ein bisschen mit den fotografischen Möglichkeiten meines Telefons beschäftigt. In solchen Momenten bin ich zugegebenermaßen auch schwach (Wer mir also etwas verkaufen will, ich habe gerade den günstigsten Zeitpunkt verraten, mir erfolgreich etwas anzudrehen) und ehe ich wusste, wie mir geschah, hatte ich Hipstamatic aus dem App-Store gekauft. Bezahlt. Also muss es auch genutzt werden.

Ich gestehe, es gefällt mir. Es gefällt mir, mich mit den verschiedenen Möglichkeiten zu befassen, die einem diese App bietet. Es macht mir Spaß auszuprobieren, welche Kombinationen von “Objektiv” und “Film” welche Ergebnisse bringt. Ich bin versucht zu schreiben: “Fast wie im echten Leben”. Und ich schalte ab und an sogar einen “Blitz” zu, was ich normalerweise ja immer verweigere. Inzwischen habe ich noch den ein  oder anderen “Film” dazu gekauft, auch die “Objektiverweiterung” hat Einzug in mein Telefon gehalten.
Ronald hat in der Zwischenzeit sein Buch fertiggestellt und ich weiß nicht, wie er es gemacht hat, aber er hat wohl intuitiv geahnt, dass mich mein iPhone umtreibt und mir ein Exemplar geschickt.

“Apps für iPhone-Fotografen” ist bei Markt & Technik erschienen, ein Verlag, den ich meist links liegen lasse, weil ich eben nicht zu den Menschen gehöre, die Techniklektüre inhalieren können.  Schon gar nicht im Bett, denn ich bin ein haptischer Lerntyp , das heißt, ich muss, wenn ich will, jede Zeile Gelesenes umgehend ausprobieren können. Mit so einem iPhone ist das natürlich kinderleicht, man nimmt es samt Buch mit ins Bett ;) Und kann auch gleich wieder Geld ausgeben, denn ich konnte der Versuchung natürlich nicht widerstehen (siehe oben) mir eine weitere App zu kaufen. iPhone-Laborgepansche mit dem wunderbaren Namen “SwankoLab” – über dem Herumprobieren bin ich glatt eingeschlafen.

In einem meiner früheren Leben habe ich auch den Beruf der Buchhändlerin erlernt. Das ist wohl mit ein Grund dafür, dass ich eine vielleicht etwas seltsam anmutende Herangehensweise an Bücher habe. Nicht lachen, aber an neuen Büchern rieche ich sogar. Ronalds Buch riecht gut. Das Format allerdings will mir nicht so recht gefallen. Man stelle sich vor, mit iPhone und Buch in die Bettdecke gekuschelt, am Herumprobieren und nachlesen und dauernd fällt das Buch zu, weil es zu schmal geschnitten ist. Liebe Leute von Markt & Technik – das ist Käse! Es passt mit dem Format 24×14 nicht in die Hemdtasche, was soll also der Geiz? Ihr habt es aber wieder einigermaßen wett gemacht, weil mir das Layout dann doch wieder sehr gefällt. Übersichtlich und gut strukturiert und für jemanden, der seit ein paar Monaten mit Lesebrille ins Bett geht, mit guter Schrift und klar strukturiert aufgebaut!

Zum Inhalt: Ich gestehe, ich bin ein bisschen drum herum geschlichen. Technikbücher, you know?
Aber ich muss sagen, der Text ist gut geschrieben. Ohne unnötiges Femdsprachfachgequatsche und absolut verständlich, obwohl techniklastig.

Es steht alles drin, was man so braucht, wenn man frisch in der iPhone-Szene herumfotografiert. Angefangen bei “Das iPhone als Fotoapparat” (Boah – was hatte ich Bauchweh, als ich die Überschrift las)  über “Fotos mit dem iPhone bearbeiten” bis hin zu “iPhone-Fotos weltweit teilen”. Und immer schön mit Tipps und Tricks versehen, so mag ich das :)
Viele bunte Bilder  finden sich auch und, was ich besonders schön finde, unterschiedliche Statements von Menschen, die sich nicht schämen, mit dem iPhone zu fotografieren! Deren Bilder finden sich natürlich auch und sie sind wunderbar unterschiedlich!

Die etwa 230 Seiten habe ich nicht alle gelesen, bestimmte Sachen interessieren mich nun einmal (noch) nicht, ich habe mir die Kapitel herausgepickt, die mir für meinen Fall am interessantesten erschienen. Und auch das geht – ich werde also nicht gezwungen, das Buch von vorne bis hinten, Buchstabe für Buchstabe zu lesen um zu kapieren. Deswegen hat das Werk einen festen Platz in dem Stapel neben meinem Bett gefunden.
Der Schnelllebigkeit des Mediums wurde auch Tribut gezollt, Ronald hat einen Blog eingerichtet, der das Buch quasi updatet.

Fazit: Mag ich, empfehle ich ;)

Großansicht

Ronald Puhle

Apps für iPhone-Fotografen

Fotografie und Bildbearbeitung

ISBN: 978-3-8272-4671-4
240 Seiten – 4-farbig
erschienen 28.9.2010

€ 19,95 [D]

Das gibt es auch als E-Book – ich mag ja lieber Papier.

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PX 100, SX-70 und ich

Freitag, 23. April 2010

Und es begab sich zu der Zeit dass mutige Mannen nach Enschede zogen, in dunklen Ecken alchemistisch zu werkeln begannen,  altehrwürdige  Maschinen wieder ins Leben und Laufen brachten, einzig mit dem hehren Ziel neue Filme für die legendären Kameras der Kunst- und Sofortbildszene zu schaffen.

Und plötzlich war es so weit. Ich hielt ein Testpäckchen des PX 100 First Flush in den Händen und ich gestehe, anfangs habe ich mich davor gedrückt, die SX-70 damit zu laden.
Die Diskussionswellen im weltweiten Netz schlugen zu diesem Zeitpunkt schon sehr hoch. Auf der einen Seite wurde von einer Sensation gesprochen, auf der anderen von Verarschung der Käufer. Dazwischen gab es recht wenig Stimmen. Und wie es so ist mit dem menschlichen Hirn, die negativen Aussagen haften besser und länger…. ich war also voreingenommen und misstrauisch.
Als dann der Trout am Wochenende kam, haben wir uns einfach gemeinsam über alle Vorurteile hinweg gesetzt und die SX-70 mit dem Film beladen. Ich habe alle Warnungen und Mutmaßungen aus meinem Kopf gekehrt, bin auf den Balkon gegangen und habe in grell strahlendem Sonnenschein mit Normaleinstellung das erste Bild gemacht. Das Geräusch der Kamera, die mit ihrem so typischen Surren das Sofortbild ausspuckt war bereits ein erstes Highlight.

Das Bild allerdings kann ich Euch nicht zeigen, aus der Kamera kam nichts, was man guten Gewissens als Bild bezeichnen könnte. Was sich dort schemenhaft und leicht sepiagetönt  in meiner Hand jedoch abzeichnete, erzählte ganz klar eine kleine Geschichte.
“Ich bin eine kleine Mimose. Wenn Du mich draußen bei hellem Sonnenschein einsetzen willst, dann achte darauf, dass Du die Belichtung nicht in den Schatten nimmst. Sei nach dem Auslösen nicht so neugierig, ich bin nicht,  wie meine Vorgänger in den Werbespots immer behaupteten, bereit mein Ergebnis sofort zu zeigen. Beweise mir Deine Geduld und steck mich gleich an einen dunklen Ort, am besten für die ersten zwei, drei Minuten, damit meine Chemie die Chance hat, ungestört ihr Werk zu tun. “

Gut. Also der nächste Versuch an der offenen Balkontür, die Einstellung an der Kamera wieder auf normal.

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Klick macht big

Aha. Es geht also doch. Ich begann den Film zu mögen. Ihr mögt jetzt sagen, dass das Bild unscharf, verfusselt und überstrahlt erscheint – ich mag diese Unschärfe, ich bearbeite keine Pola-Scans und ich finde diese Lichtsäume ganz zauberhaft.

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Klick macht big

Natürlich hat es mich nach diesen Ergebnissen wieder raus auf den Balkon getrieben, es musste doch möglich sein, auch im strahlenden, gleißenden Licht ein Bild hervorzuzaubern! Die Hell/Dunkeleinstellung an der SX-70 habe ich hier 4 Striche nach dunkel gedreht.

px100_04webKlick macht big

Die schwarzen “Flecken am oberen Bildrand sind Schatten von einem einsamen Socken und einer Mütze auf der darüberhängenden Wäscheleine ;)

Nun hatte es den Trout gepackt, für die nächsten zwei Bilder habe ich ihm die Kamera überlassen.

Die letzten beiden Bilder sollten dann mit etwas mehr Bedacht und ein bisschen mehr Inhalt gestaltet werden. Mein Wochenendbesuchsmodell war zu allen Schandtaten bereit und hüpfte in die Badewanne, über der das Fenster ist. Die Hell/Dunkel-Einstellung habe ich hier wieder auf Normalposition gedreht.

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Klick macht big

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Klick macht big

Fazit: Der PX 100 ist ein Film, der sich lohnt. Er hat einen ganz eigenen und speziellen Bildausdruck, trotzdem trägt er die Handschrift des Fotografen. Obwohl wir hier über einen Sofortbildfilm reden, darf man nicht hektisch und unbedacht mit ihm umgehen. Ich habe bei allen hier gezeigten Aufnehmen das Bild sehr schnell in einer dunklen Innentasche meiner Jacke verschwinden lassen. Obwohl ich mir wirklich etwas bescheuert vorkam, mit einer Jeansjacke im Badezimmer zu fotografieren, es hat sich gelohnt. Der Film mag diffuses Licht, man kann ihn aber auch im strahlenden Sonnenschein verwenden, wenn man einfach daran denkt, die Helligkeit ein wenig an der Kamera herunter zu regeln. Sinnvoll ist es für diesen Fall auch, den Ausgabeschlitz an der Kamera abzuschatten. Ich habe einfach das Vorblatt mit einem Klebestreifen über dem Ausgabeschlitz befestigt, das Bild kam also wie unter einem Sonnenschirm aus dem Schlitz um dann in die Innentasche meiner Jacke zu wandern.

Ich habe hier den “First Flush” getestet. Am Wochenende bekomme ich hoffentlich ein Testpäckchen der zweiten Charge, die ein wenig verbessert werden sollte – wir werden sehen.
Aufgrund meiner Erfahrungen bietet Spürsinn den PX 100 von Impossible mit einem lichtdichten Beutel an, der jedem Film bei liegt, es hat ja nicht jeder eine Jeansjacke mit großen Innentaschen ;)


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Kokkino

Mittwoch, 31. März 2010

Bei den Spürsinnern in Braunschweig gibt es, quasi um die Ecke, einen griechischen Imbiss.
Wenn ich bis dahin “Imbiss” und “griechisch” gehört habe, hatte ich immer das Bild von einem leicht schmuddeligen Ambiente vor Augen. Versteht mich nicht falsch, ich liebe Fastfood, ich stehe auf Gyros, Döner und Co, aber Essen im Stehen hat für mich auch immer etwas mit dem Mangel an Sitzgelegenheiten bzw. der Aversion, meinen Jackenärmel in den Ketchup vom Vorgänger zu legen zu tun.
Und jetzt habe ich einen Lieblingsimbiss in Braunschweig. Klein, aber mit einem wunderbaren Ambiente, einer ganz zauberhaften Besitzerin und einem Tzatziki, der seinesgleichen sucht.

Da ich nicht in Braunschweig residiere, komme ich leider nur sehr selten in den Genuss, die täglich wechselnde Tageskarte von Montag bis Freitag zu genießen, die aufgestellte Tafel zeigt mir dann am Besuchs-Wochenende, was ich verpasst habe. Vielleicht ist das auch gar nicht so schlecht, denn bereits die Standardkarte verursacht bei mir schon diese typischen Entscheidungsschwierigkeiten, unter denen ich regelmäßig leide, wenn ich eine Speisekarte vor die Nase bekomme.
Neben Gyros, Gyros Creme de Cassis, Gyros Metaxa, Gyros überbacken und den diversen Pita findet man auf dieser Karte auch Currywurst (250g), diverse Schnitzelschweinereien, gefüllte Blätterteigtaschen, Salatvariationen, Schafkäseleckereien, Fisch, Nudeln und Hamburger. Das Ganze wird serviert auf feinstem Porzellan und mit echtem Besteck.

Ein paar Eindrücke:

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Klick macht big

Also: Falls es Euch in die Gegend verschlägt, esst ein Gyros Metaxa für mich :)

Location: Bistro Imbiss Kokkino, Salzdahlumer Straße 193a, 38126 Braunschweig
Kamera: Lomo Fisheye 2
Film: Kodak Portra VC 400

P.S. Für die, die an mir zweifeln wollen….. Ja, die Bilder sind mit Blitz entstanden ;)

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Frühlingsgefühle

Freitag, 26. März 2010

Und weil ich heute faul bin… ein hübsches Video für Euch! :)

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Bequeme Kritzeleien

Mittwoch, 17. März 2010

Nachdem jetzt endlich der Nightbird auch als Rollfilm verfügbar ist, wollte ich ihn selbstverständlich testen. Diverse Erfahrungen mit dem Kleinbildfilm haben mir ja schon gezeigt, dass der Nightbird trotz seines Namens sehr sehr lichthungrig ist und der Frühling mit seinem schönen Licht ließ dieses Jahr nun wirklich auf sich warten.
Eines Morgens, auf dem Weg von A nach B kam dann plötzlich die Sonne als hellgelber Ball hinter den Bäumen hervor, ich also nix wie angehalten, die Rolleiflex mit einem Nightbird Rollfilm beladen und raus auf die Wiese.

Es war bitterkalt, bestimmt noch viele Minusgrade, so gefühlt um die 30 und der Wind pfiff. Bereits nach der ersten Aufnahme hatte ich das Gefühl, meine Finger gehören nicht mehr zu mir, nach der fünften Aufnahme habe ich dann aufgegeben und bin zurück ins warme Auto gehuscht. Die Sonne war dann übrigens auch wieder weg.
Ich bilde mir ja so einiges auf mein Gedächtnis ein, aber hier überkam mich tatsächlich das Gefühl, aufschreiben zu müssen, mit welchen Einstellungen ich die Bilder gemacht habe. Die Rolleiflex hat ja keine Exifs ;)

Ich habe immer eine Kladde dabei. Für Notizen, Adressen, Telefonnummern, Ideen…. schön dick und mit karierten Seiten in DIN A 5. Aber als ich sie aus der Tasche wühlen wollte, lieferte sie sich erst einmal eine innige Umarmung mit einem Haarband und wollte dann auch nicht anstandslos am Reißverschluss vorbei. Mich überkam mal wieder die Sehnsucht nach einem kleineren, praktischeren Hilfsmittel. Und da ich kein EiPhone besitze und mich auch gar nicht auf die elektronische Aufbewahrung meiner Gedankenschübe verlassen mag (ich halte es da mit Goethe: “Denn was man schwarz auf weiß besitzt, kann man getrost nach Hause tragen”) sinnierte ich auf der Weiterfahrt über die Anschaffung eines Kritzelzubehörs.

Es gibt sie, die Notizbücher in allen Formen, Farben und Ausführungen. Spätestens seit Moleskine die kreativen Geschichten über ihre kleinen, billigen Papierwerke in die Landschaft gehauen hat, kennt jeder die Macht von beschriebenen oder auch unbeschriebenen Seiten in der Hosentasche. Nur: Die meisten dieser Büchlein sind mit Papier gefüllt, das nicht tintenfest ist. Und ich schreibe doch so gern mit einem meiner zahlreichen Füller. Ich finde, Ideen müssen fließen wie Tinte. Wichtiges wird bei mir also immer mit Tinte festgehalten. Und letztendlich ist alles wichtig, was ich auf Papier festhalten will.

Ich habe mich umgeschaut und wurde fündig. Es gibt sie tatsächlich, die hochwertigen und dennoch nicht teuren Notizbücher! Und ich konnte Spürsinn überzeugen, sie mit in ihr Sortiment aufzunehmen.

Für den Anfang, die Hosentasche und meine Exkursionen werde ich also von der unhandlichen Kladde auf den karierten Reporterblock umsteigen.

Bilder vom Nightbird gibt es erst später. Der Film ist noch nicht voll, die Sonne noch sehr zögerlich und die Motive fallen mich auch noch nicht so richtig an. Aber wenn es dann Bilder gibt, kann ich Euch dazu auch die “Exifs” liefern – denn ich habe sie notiert!

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Eseleien

Donnerstag, 25. Februar 2010

Nur ein Hinweis: Betrachtenswert!

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Walker Evans

Montag, 22. Februar 2010

Ich müsste mal wieder etwas bloggen.

Nicht nur, weil hier schon lang nichts mehr passiert ist, sondern weil Bloggen den eigenen Gedankenfluss sortiert, anregt und von Ballast befreit. Ist dies geschehen, hat man den Kopf wieder frei um ihn mit Ideen, Weltanschauungen und Bildern zu füllen.

Hier gibt es  zurzeit keine Bilder zu sehen und das hat unterschiedliche Gründe. Aber es gibt jede Menge Bücher voller Bilder von fantastischen Fotografen. Ihr erinnert Euch? Bücher, das sind diese Dinger aus Papier, die man ohne DSL ins Bett mitnehmen und lesen kann. Neben meinem Bett liegt zurzeit mal wieder der Bildband von Diane Arbus “Magazine Work”. Hervorragend zu diesem “Bilderbuch” passen würde der Bildband mit Bildern von Walker Evans “Decade by Decade” erschienen beim Hatje-Cantz Verlag.
Vorgestellt hat ihn letzte Woche Michael Kirchner auf seinem Blog Fotografr.de – dort kann man auch ein Exemplar des Buches gewinnen, wenn man, wie ich jetzt einen Blogbeitrag dazu schreibt.

Dann schau ich doch mal, ob mir die Glücksfee hold ist oder ob ich mein Sparschwein schlachten muss, um diesen Bildband neben mein Bett legen zu dürfen. ;)

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