Archiv für die Kategorie ‘Geschichtenbilder’

In der dunklen Kammer der Macht

Donnerstag, 03. November 2011

Wie war es großartig, seine Negative scannen zu können und gemütlich mit Kaffee, Keksen und einem Bildbearbeitungsprogramm am PC bearbeiten zu dürfen. Hach.
Gut, das Scannen in einer vernünftigen Auflösung kostet Zeit. Und wenn dann so ein Kleinbild mit 4800 dpi aus dem Scanner kommt, kotzt auch das beste Bildbearbeitungsprogramm, wenn es aufgefordert wird, das Bild zu laden. Aber es ist so schön bequem. Mit einem ordentlichen Bildbearbeitungsprogramm kann man ja auch all das machen, was man “früher” in der Dunkelkammer machte. Wunderbar. Und wenn man die große Auflösung nach ewig langem Herumklicken endlich so verkleinert hat, dass man es bequem ins Netz stellen kann, dann kann man sein Werk ja auch ganz fix allen Menschen zeigen. Toll.
Und es kommt einem auch so vor, als sei diese Prozedur nicht nur bequemer als die Arbeit in der Dunkelkammer sondern auch schneller.

Tja.

Und dann kommt der Tag, an dem man einen ausreichend großen Raum zur Verfügung hat, der dunkel ist und in dem etliche Vergrößerer Platz haben. Die dürfen dann auch da stehen bleiben, denn der Raum wurde zur Dunkelkammer und zum Laborbereich auserkoren. Mit großen Waschbecken, fließend warm und kalt Wasser, Arbeitstisch und fantastischen 4 Dunkelkammerleuchten. Kein kleines Badezimmer, das immer dann von anderen gebraucht wird, wenn man gerade dabei ist, sein Fotopapier zu belichten. Kein Aufbauen und Abbauen von Vergrößerer und Zubehör. Keine ewiges Suchen nach den Gradationsfilterfolien. Und dann sagt man sich “Warum nicht mal wieder mit echter Chemie und richtigem Papier hantieren? So zwischendurch? Um zu schauen, ob man es noch kann?”

Böse, böse. Denn kaum hat man es gewagt, ist man wieder drauf auf der Droge “Handausbelichtung”. Man hat zwar keine Übung mehr, aber ein bisschen ist es ja schon wie Rad fahren. Verlernt man auch nicht, man ist anfangs nur ein wenig wackelig, wenn man sich wieder auf den Drahtesel schwingt.

Und jetzt ratet mal, wem das passiert ist.

Klick macht ein bisschen mehr big

Ilford HP5 @1600 entwickelt in Spürsinn HCD-S und HCD-2.
DFB-Pokalspiel Eintracht Braunschweig gegen Bayern München.

Scan vom Print.
Und nein, ihr dürft das gescannte Negativ nicht zum Vergleich sehen, ich habe es nämlich nicht gescannt. In der Dunkelkammer war ich schneller. Echt jetzt. :)

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Sommer 2012

Montag, 12. September 2011

Auf ein Neues!

Für dieses Jahr scheint es ja gelaufen.

Klick macht big

Rolleiflex plus Sommer 2009 plus ein williges Modell plus ein warmer See irgendwo in Südhessen plus Universal 200

Und nein, es ist nicht das gleiche Bild ;)

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Il ritmo della passione (blue)

Mittwoch, 10. August 2011

Ich hab das Bild schon mal gebracht – und da es zu meinen Lieblingsbildern zählt, musste ich es nochmal aus der Kiste kramen ;)

Klick macht big

Musik: I belong to you (sorry für den Werbevorspan)

Cyano: komplettes Chemiepaket
Papier: Aristo Vat
Format: 20×30
Pinsel: scruffy face
fotografiert mit der Rolleiflex
auf Universal 200
digitalisiert auf Spürsinn BluePrint
How to: Anleitung Cyanotypie

Ein Workshop-Platz für sehr Kurzentschlossene ist auch noch frei.

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Sahneschnitte

Freitag, 27. Mai 2011

Männer sagen doch “Sahneschnitte”, wenn ihnen ein besonders leckeres Mädchen ins Auge fällt, oder?

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(Klick macht wie immer big)

Film: R3@1600

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Maldito Duende

Samstag, 21. Mai 2011

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Film: Rollei R3 @1600
Musik: Heroes del silencio

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§ 9 Soldatengesetz

Samstag, 26. Februar 2011

Ich schrieb davon.

(klick macht big)

Kalt war es.

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Dem Licht entgegen

Samstag, 08. Januar 2011

Manchmal hört man ein Lied und hat sofort das Bild dazu im Kopf, das in diesem Fall auch schon im Archiv schlummerte….

(klick macht big)

Kamera: Meine liebste Rolleiflex
Film: Rollei Universal 200
Musik: Prinz Pi “Dem Licht entgegen” ft. Esko

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She is back!

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Sie ist wieder da!

Die Frau mit den schönsten Beinen der Welt! Und ich freue mich wie verrückt auf den Tag, an dem sie wieder vor meine Kamera kommt!

Welcome back, my dear!

(wie immer – klick mach ein bisschen mehr big)

Film: Mein heißgeliebter R3@1600
Musik: Back in town
Kamera: Pentax MEsuper

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Long time no see…

Dienstag, 05. Oktober 2010

Ich hab ‘ne Weile nichts von mir lesen lassen. Das hat auch Gründe, sehr persönliche Gründe.

Am 26. August ist mein Vater gestorben. Nicht einfach so, aber auch nicht unerwartet. Es ging nur alles viel zu schnell.
Und ich hab noch tüchtig dran zu kauen.

Am Samstag war dann die Seebestattung.

Es hat irgendwie einen Abschluss gefunden, obwohl es noch nicht abgeschlossen ist.

Ich hab nur ein paar kleine Bilder aus dem Apfeltelefon für Euch.

(Kennt ihr schon – klick macht big)

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Das kleine Miststück

Mittwoch, 26. Mai 2010

Sie kam, ich sah und sie siegte.

Die Rede ist von der Polaroid 636 Close up, die Anfang Mai bei mir einzog. Ein kleiner Plastikbomber mit herrlich abgerundeten Ecken, gebaut Mitte/Ende der 90er Jahre. Das Besondere an ihr ist die Nahlinse, die man mittels eines kleinen Schiebers vor das Objektiv setzen kann, damit kann ich bis auf 60 cm an das Objekt meiner Begierde heran rutschen. Was mir zuerst nicht so ganz behagte war die Tatsache, dass das Schätzchen über einen eingebauten Blitz verfügt, den man auch nicht außer Gefecht setzen kann. Andererseits kann so ein Blitz nicht des Teufels sein, denn auf anderer Leute Bildern, die mit dieser Kamera gemacht wurden, sah ich keine Blitzspuren, die mich jetzt sonderlich gestört hätten.

Die Kleine benötigt 600er Film. Von Polaroid wird dieser ja seit 2008 nicht mehr hergestellt, das frischeste Ablaufdatum, das der Markt so her gibt liegt im April 2009, wenn ich das richtig mitbekommen habe. Ich würde jetzt nicht behaupten wollen, dass der Film als solches tatsächlich schon Mangelware ist, die Preise der angebotenen Restbestände lassen dies jedoch durchaus vermuten ;)

Ich lese bei den Suchanfragen hier im Blog immer wieder “welche Batterien für Polaroid 636″ – die Kamera benötigt keine extra Batterien! Der benötigte Strom ist in den Filmpacks untergebracht. Einfache Formel: Hast Du Filmpack in der Kamera, dann hast Du auch Strom in der Kamera.  ;)

Hier sammeln sich die leeren Filmpacks von Impossible Project, denn meist ist in ihnen noch ausreichend Strom um einen Neuankömmling damit auf Funktion testen zu können. Reinschieben und gucken ob der Auslöser tut und, falls vorhanden, der Blitz. Dafür reicht es immer. Außerdem widerstrebt es mir, teuren Strom der Restmüllentsorgung zu übergeben. Ich hoffe ja immer noch, dass ich irgendwann einmal stolze Besitzerin eines Polaroid-Radios werde – ein Radio, dass einen Schacht wie die Polaroid Kameras aufweist und mit leeren Filmkassetten betrieben wird. Also mit dem Strom aus den leeren Filmkassetten. :)
Aber ich schweife ab.

Der Test mit einer leeren Filmkassette ergab, dass der handliche, graue Knipsknubbel tut was er soll. Ich habe also nach einem PX 600 First Flush gefischt und das Schätzchen damit gefüttert, Klappe zu, Auslöser gedrückt, damit das Deckblatt ausgeworfen wird….. und jetzt kommen wir zur Begründung des Titels! Die Kamera hat nicht nur das Deckblatt ausgeworfen sondern in einem Affentempo auch die “Bilder” hinterhergeschoben, sie war nicht mehr zu bremsen. So schnell ich auch die Klappe wieder geöffnet habe um dieses wirklich ärgerliche Phänomen zu stoppen – die ersten 5 Blatt waren dahin. Unwiederbringlich, unrettbar und drauf war auf den Bildern natürlich auch nichts. So ein Filmpack hat ja nur 8 Blatt. Ich sitze zwar recht dicht an der Quelle, aber bezahlen muss ich die Filme auch. Ich glaube, ich habe noch nie so schnell 18,50 Euro verblasen. Für die letzten drei Blatt habe ich mir ein Motiv gesucht – das hat mir aber auch nichts mehr genutzt, die Kamera hat eine Aufnahme verweigert und stattdessen auch diese letzten Blatt Film einfach im Höllentempo ausgespuckt. Ehrlich, ich habe noch nie eine Polaroidkamera so schnell arbeiten sehen, das war wie Dauerbeschuss.

Wie dieser, ich nenne ihn mal “Overload”, entstanden ist, weiß ich nicht. Ich kann nur raten, aber vielleicht sind unter meinen Lesern ja ein paar versierte Experten, die meine wilden Vermutungen, die Kamera hätte irgendwo und irgendwie zu viel Strom gebunkert, bestätigen können? Vielleicht hatte der Vorbesitzer ja noch eine Kassette drin und sie hat sich über Jahre klammheimlich an deren Batterien gelabt?  Nachdem das Filmpack leer war, hat sie übrigens wieder ganz normal reagiert. Nur eben ohne Bild.

Kann doch nicht sein, dachte ich mir. Ich gehöre ja durchaus zu den Menschen, die in ihren Kameras kleine Persönlichkeiten sehen. Lacht nur. Vielleicht hat sie sich gefreut, wieder arbeiten zu dürfen? Vielleicht wollte sie mir nur zeigen, dass sie schnell und willig ist? Vielleicht war das ganze ja so eine Art Aufstoßen?
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Ich war bereit, ein weiteres Pack PX 600 FF zu opfern. Und siehe da – plötzlich hat sie ganz brav getan, was sie sollte. Das kleine Miststück :)

Ihr wisst schon: Klick macht big

Kamera: Polaroid 636 Close up mit Objektiv Polaroid 1:14/106mm Fixfokus, eingebauter Nahlinse, eingebautem Blitz, elektronischem Verschluss
Baujahr: wahrscheinlich 1996,
Herkunft: United Kingdom
Film: Impossible Project PX 600 First Flush

Anmerkung: es gibt auch noch die Polaroid 636 – die hat keine Nahlinse! Wenn ihr das Modell mit Nahlinse haben wollt, achtet auf den Zusatz “Close up”.


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