Archiv für die Kategorie ‘Werkzeugkiste’
Sommer 2012
Montag, 12. September 2011Auf ein Neues!
Für dieses Jahr scheint es ja gelaufen.
Klick macht big
Rolleiflex plus Sommer 2009 plus ein williges Modell plus ein warmer See irgendwo in Südhessen plus Universal 200…
Und nein, es ist nicht das gleiche Bild
Höher, schneller, weiter
Donnerstag, 11. August 2011Input von allen Seiten, facebook, Twitter und Google+ tun ihr Bestes um mich auf dem Laufenden zu halten. Bilderflut. Schön, scheußlich, nichtssagend, ausdrucksstark, bunt, schwarzweiß, blau, braun, digital, analog, markschreierisch angepriesen und leise ansprechend.
Viele dieser Bilder haben eines gemeinsam. Sie schreien regelrecht heraus, dass ihre Urheber nur eines im Sinn haben, sie wollen auffallen um jeden Preis. Die Sucht nach dem “anders”, leider viel zu oft gleichgesetzt mit “besser”, treibt so manchen Herrscher über Chip und Silberkorn in Bereiche, die an Hochleistungssportarten erinnern.
Vielleicht bin ich ja altmodisch.
Ich mag Bilder, die mich ansprechen. Die eine Saite in mir zum Klingen bringen. Dabei ist es mir relativ wurscht, mit welchem Aufwand sie aufgenommen wurden, ich stelle jedoch fest, dass einfache Gestaltungen sehr viel mehr und intensiver Einzug in meinen Kopf halten.
Ich mag Portraits, die mir etwas über den Abgebildeten verraten. Dafür muss er nicht mit dem großen Zeh auf einem Goldfischglas balancieren. Wichtiger ist mir, ob ich das Gefühl habe, ihn kennen lernen zu wollen, weil sein Bild mir verspricht (oder ich meine, dass es das tut) dass es sich lohnen könnte.
Ich mag Schönheiten, deren Augen strahlen. Weil sie das im echten Leben tun und nicht weil mit Ringblitz und Nachschärfen ein puppiger Strahle-Effekt hervorgezaubert wurde.
Ich mag Gesichter mit Ausdruck. Lachfalten, die mir zeigen, dass da Glück und Lust am Leben sind. Gerne gekoppelt mit Händen. Wedelnd, ruhend, gestikulierend, anfassend. Ich mag auch traurige Gesichter. Schon. Aber keine Gesichter, denen der Schrecken in den Augen steht, weil ihnen jemand auf die Pelle gerückt ist um sie mit der Kamera “abzuballern”.
Ich mag Bildergeschichten. Solche, die sich auf leisen Sohlen und vielleicht auch mit einem Augenzwinkern in mein Fotoherz schleichen. Nicht die, die mit brutalem Schrei auf mich zustürmen und um Aufmerksamkeit betteln “Sieh her, ich bin mit ganz tollem Equipment und enormer kreativer Energie gemacht worden und stell Dir vor, man hat für mich einen ganzen Flughafen gesperrt und aus 473 Aufnahmen bin ich auserwählt worden!”
Ich mag Alltäglichkeiten. Kaffeebecher, die uns tagtäglich so wichtig sind. Ausblicke aus Fenstern, die uns täglich begegnen. Wäscheklammern. Wolken. Lampen. Menschen, die mir begegnen. Und ich merke, dass ich anders betrachte als noch vor ein paar Jahren.
Ich mache mir Gedanken über Sichtweisen. Sehen lernen. Bildbetrachtung. Gestaltung. Und ich beobachte wie das, was ich jeden Tag sehe, mein Sehen verändert.
Klick macht big
Die lieben Kleinen (Teil 1)
Donnerstag, 14. April 2011Die Rede ist wahrlich nicht von der Brut, die ist ja schon groß. Die Rede ist eher von den Schätzchen, die sich hier so in den Ecken, Vitrinen und Fototaschen herumtreiben und die jetzt langsam aber sicher, sorgsam in Ploppfolie gewickelt, ihren Weg in die Umzugskartons nehmen werden.
Grund genug, sie alle noch einmal zu tätscheln, abzustauben und zu fotografieren. Für eine kleine Blogserie
.
Zu diesem Zweck habe ich mir von Tillasohn extra seine kleine, digitale Olympus geliehen, aber glaubt bloß nicht, ich mache jetzt einen Riesenbohei mit Hohlkehle und so. Nö. Der Tisch auf dem Balkon muss reichen!
Den Anfang macht der Minifalter.
Mit richtigem Namen heißt sie Ikonta Baby 529/18 und stammt aus dem Hause Zeiss.
Gebaut wurde sie etwa von 1931 bis 1938. Man füttert den Minifalter mit 127er Film, dann macht sie die Negative auf dem Format 3x4cm.
Zusammengeklappt ist sie nur 10,5cm x 6,5cm groß!
Alle Einstellungen müssen manuell vorgenommen werden, die Entfernung wird geschätzt. Man kann auch einen Entfernungsmesser zu Hilfe nehmen, für mich taugt das allerdings irgendwie nicht.
Fotografieren funktioniert wie folgt:
- Aufklappen

- Im roten Fensterchen auf der Rückseite nachschauen, ob ein Film drin ist.
- Sportsucher aufklappen
- Motiv suchen
- Belichtung schätzen (oder messen)
- Blende einstellen – 4.5 oder 5.6 oder 8 oder 11 oder 16
- Verschlusszeit einstellen – 1/25 oder 1/50 oder 1/75
- Entfernung schätzen (oder messen)
- Spannen
- Auslösen
- Film weiter drehen.
Für die Wissbegierigen:
Das Objektiv ist ein Novar Anastigmat 1:4.5 /5cm und es ist unvergütet.
Neben den angegebenen Verschlusszeiten hat sie natürlich auch noch die Einstellung B (Bulb) und T.
Ach ja, ich denke, die Kleine werde ich nicht im Karton, sondern in der Handtasche versenken ![]()
Herzilein
Sonntag, 27. Februar 2011Manchmal sind Motive so profan.
(klick macht big)
Kamera: Rolleiflex Automat
Film: Kodak Tri-X @400
gepanscht ganz klassisch in Rodinal
§ 9 Soldatengesetz
Samstag, 26. Februar 2011Dem Licht entgegen
Samstag, 08. Januar 2011Manchmal hört man ein Lied und hat sofort das Bild dazu im Kopf, das in diesem Fall auch schon im Archiv schlummerte….
(klick macht big)
Kamera: Meine liebste Rolleiflex
Film: Rollei Universal 200
Musik: Prinz Pi “Dem Licht entgegen” ft. Esko
Holzpresse
Sonntag, 05. Dezember 2010Letztes Jahr lag kurz vor Weihnachten auch schon mal Schnee.
Ein bisschen.
(klick macht ein bisschen mehr big – ein Nichts im Vergleich zum Negativ, das immerhin 120cm 120mm in der Breite aufweist)
Kamera: Noblex 150UX
Film: Universal 200
Kalte Füße: Unbeschreiblich!
Mir ist Großes widerfahren!
Dienstag, 23. November 2010Ich bin ja, was Fotografie angeht, nicht so ganz unbeleckt, aber vor der Fotografie mit einer Großformatkamera hatte ich immer einen Heidenrespekt.
Es ist nicht so, dass ich noch nie mit einer großen Kamera herumgespielt hätte. Meine ersten Versuche habe ich mit einer Plaubel PL1 gemacht, heute würde ich sagen, das war experimentelle und sehr intuitive Fotografie, denn wie man mit einer Fachkamera richtig belichtet, das habe ich zu diesem Zeitpunkt nur erfühlt, aber nicht gewusst ![]()
Den Virus, verantwortlich für die Sucht nach großem Format, hatte ich mir ja schon lange eingefangen. Latent hat er immer in mir geschlummert, mich begleitet, wenn ich mit 6×9 fotografiert habe, was ja auch schon schön groß ist, aber eben nicht so groß, wie ich es gerne hätte.
Da ich nicht alleine mit meiner Neugierde in der fotografischen Welt herumstehe und wir immer wieder gefragt wurden, ob man nicht einen Workshop in Sachen großes Format machen könnte, haben wir mit Spürsinn am 6. und 7. November mal eben einen fast schon spontanen Workshop auf die Beine gestellt. Und ich war so richtig als Teilnehmerin dabei.
Es hat einen Riesenspaß gemacht. Ich habe tierisch etwas dazu gelernt. Und ich darf auch ein Ergebnis zeigen!
Die Aufgabe lautete: “Einmal weit weg und einmal nah dran” – ich zeige Euch nur “Einmal weit weg”, denn “Einmal nah dran” ist nicht so gut geworden. Zwar machte das Negativ einen fantastischen Eindruck, im Scan konnte man dann aber sehen, dass ich die Belichtung dann doch falsch angemessen hatte…. kurz und gut, es ist nicht so geworden, wie ich es haben wollte, deswegen zeige ich es nicht.
wie immer: Klick macht big
in diesem Fall nicht so big, wie es möglich wäre
Am Sonntag ist Fotobörse in Darmstadt. Sollten dort gute und günstige Fachkameras/Großformatkameras angeboten werden, wird es wohl eine kleine Rangelei darum geben, denn auch die anderen Workshopteilnehmer sind vom großen Format besessen und gieren nach einer eigenen Kamera, mit der sie weiter machen können. Ich hab es gut. Ich habe Zugriff auf die Cambo, mit der auch dieses Bild entstanden ist. Aber nichtsdestotrotz träume auch ich von einer kleinen, süßen, handlichen Kamera, die 4×5 Inch belichtet……
Und wenn ich bei Spürsinn bin, dann basteln wir an den nächsten Workshops, die bereits Anfang nächsten Jahres auf dem Plan stehen.
She is back!
Mittwoch, 27. Oktober 2010Sie ist wieder da!
Die Frau mit den schönsten Beinen der Welt! Und ich freue mich wie verrückt auf den Tag, an dem sie wieder vor meine Kamera kommt!
Welcome back, my dear!
(wie immer – klick mach ein bisschen mehr big)
Film: Mein heißgeliebter R3@1600
Musik: Back in town
Kamera: Pentax MEsuper









