Die Geister, die ich rief…
Schon Goethe ließ seinen Zauberlehrling ausrufen :
Die Geister, die ich rief
werd’ ich nun nicht los
Einer meiner Lieblingsfotografen, Michael K. Trout, hat sich erbarmt und tatsächlich das mir gestern angepriesene Werk gelesen und besprochen.
Wann begreifen Firmen endlich, dass ein geschenkter Gaul immer noch ein ansehnliches Gebiss haben sollte, wenn er als Werbegeschenk für Wohlwollen und Reputation sorgen soll?
(Und wann lernen Blogger endlich, Geschenke nicht unreflektiert und unbesehen in die Welt zu blasen?)
Tags: Anpreisungen, Besprechung, E-Book, Franzis Verlag, Geschenk, Rezension, umsonst, Versprechen die nicht gehalten werden

06. März 2010 at 13:03
Das beruhigt mich ja, dann war meine Entscheidung, das nicht zu lesen, ja die richtige.
Dann lieber das kostenlose ebook “fotografic therapy” von Rolando Gomez, der schreibt zwar auch viel bla, hat aber ein paar echt gute Sachen drin versteckt.
06. März 2010 at 13:37
das tolle gratis-ebuch lässt dir keine ruhe …
06. März 2010 at 13:48
@Kampffussel
Es gibt wenig, was mich mehr inspiriert als der Versuch, mich für dumm zu verkaufen
06. März 2010 at 13:52
Kampffussel, ich, ich, ich wollte es lesen, sehen, haben. Senile Bettflucht sei Dank, habe ich heute im Morgengrauen meine eigene Art des Grauens reingeschoben. Nun ja, Fotografie ist ein spezielles Thema, über das sich viel verbrechen läßt. Aber ganz ehrlich, als ich den Absatz über Licht und Blitz in diesem “Werk” gelesen habe, kam in mir der Wunsch auf, mal in Dein Nikon-Blitzbuch zu schauen. Blitz ist nicht mein Ding und Markenfetisch ist mir fern. Aber egal, es läßt sich viel damit machen und (wenn man nicht so eingefahren ist wie ich) auch eine hilfreiche Sache. Was sein muß, muß sein … in jeder Hinsicht.
06. März 2010 at 14:01
Ich finde immerhin den Unterhaltungsfaktor einen nicht zu unterschätzenden Wert. Ausserdem glaube ich, jede Beschäftigung mit dem ganzen Gedöns kann bei einem funktionierenden Hirn nur förderlich sein. Also auch ein “Aha, so nicht.”
Wobei ich natürlich das ‘Werk’ nicht verteidigen möchte, im Gegenteil, ich vertrete eher die Fraktion des mit-dem-Finger-darauf-zeigen-und-kähähähäs.
P.S. Mehr als das Buch macht mir übrigens der Post ‘vom Wort zum Bild’ zu schaffen. Wollte ich mal sagen. Hier kann man ja zum Glück so hervorragend abschweifen, das muss man ja mal nutzen, da muss man sich ja mal gehen lassen. Was mir ja bekanntlich ausgesprochen liegt. Äh, wie war die Frage?
06. März 2010 at 14:09
Du meinst dieses “Vom Wort zum Bild“? Was genau macht Dir denn daran zu schaffen?
Nicht, dass ich jetzt abschweifen will…
06. März 2010 at 14:14
Ja, den Eintrag meinte ich. Ich finde diese Vorgehensweise für mich, aus meiner subjektiven Sicht, komplett befremdlich. Ich habe ne zeitlang überlegt, ob in den ganzen Jahren auch nur ein einziges Bild von mir mit einem ähnlichen Prozess entstanden ist. Bis auf wenige Ausnahmen kann ich da nur Nein sagen. Das liegt mir nicht, das entspricht so überhaupt nicht meiner Art der Photographie. (Was keinerlei Wertung über die jeweiligen Ergebnisse beinhalten soll)
06. März 2010 at 14:25
Na, der Artikel gehört ja auch zur “kleinen Fotoschule” des Herrn Trout
Der dort beschriebene Prozess ist eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem, was Leute wie Du oder auch ich in einer zehntel Sekunde mit unserem Bauch abhandeln, ohne uns dessen bewusst zu sein. Sichtweisen und daraus resultierende Aktionen sind ja das, was Fotografie so spannend machen kann.
06. März 2010 at 14:29
@ michael k. trout: oh oh … jetzt bin ich dran
ich kann dir ein exemplar per post zukommen lassen … meld dich einfach per mail, wenn du es wirklich willst
06. März 2010 at 14:31
Aber ich glaube, ich habe auch weiterhin keine eingelagerten Planbilder im Kopf. Um bei seinem Beispiel zu bleiben: In meinem Kopf gab es noch nie dieses “Ich möchte einen Baum fotografieren und er soll folgenden Bildeindruck vermitteln…”. Das kenne ich so tatsächlich nicht. Es gibt ganz wenige Bilder, von denen ich sagen kann, das möchte ich machen. Natürlich hat jeder Orte oder Menschen, die er gern vor die Kamera kriegen würde, keine Frage. Aber wenn es funktioniert, zählt nur noch der Moment.
Hach, dit is schon alles sehr kompliziert. Oder äh, ich.
06. März 2010 at 14:53
Kampffussel, klar bin ich interessiert! Aber viel mehr würde mich reizen, mit Dir zusammen einmal fotografisch loszuziehen, durchaus auch mit Blick in Dein Buch, und wir machen unser Foto-Ding so, wie wir es sehen und betreiben, um voneinander zu lernen oder zu wissen was wir nicht wollen. Lust dazu? Irgendwann demnächst?
5Kaffeespaeter, da hat eben jeder Fotografierende seine eigenen Vorstellungen und Gewohnheiten. Aber je kürzer die Zeitspanne ist um gute Bilder in den Kasten zu bekommen, wird man automatisch immer weiter voraus planen. Irgendwann geht das in Fleisch und Blut über. Mit ein wenig Übung “schreibt” man ein ganzes Script-Book in wenigen Sekunden.
Zum Glück gibt es sowelche oder anderswelche Vorgehensweisen. Jeder wie er mag und zum ersehnten Ergebnis kommt. Fotografie macht frei, wenn man weiß was man nicht möchte
06. März 2010 at 15:20
@ michael k. trout: wie schon telefonisch mal angerissen: sehr gerne!!!!