Ein gutes Bild
Ja, ich bin begeistert. Immer noch und immer wieder. Und wo steht eigentlich, dass man seine eigenen Werke nicht loben darf?
(klick macht schick)
Die Fotografie zeigt eine Straßenszene. Das allein macht sie aber noch nicht zu einem Bild aus dem Genre “Street & Situations”. Es ist der “besondere Moment”, hier das Verschmelzen von Realität und Werbung, der dieses Bild in den Bereich “Street” hebt.
Ja, ich schrieb “hebt”, denn auf die Straße gehen und fotografieren kann so ziemlich jeder, der den Auslöser findet. Und nur weil ein Bild im öffentlichen Raum entstanden ist, ohne dass man die Protagonisten gefragt hat, verdient es noch nicht die Schublade “Street”. Meine ich.
Auch hier muss mir ein Bild eine Geschichte erzählen. Nicht unbedingt die Geschichte “Mann steht vor Schaufenster” sondern ich verlange von einer guten Straßenfotografie mehr. Das “Mehr” könnte z.B. darin bestehen, dass “Mann vor Schaufenster mit Kinderwagen” zu sehen ist. Nicht so spektakulär und laut wie “Mann rennt mit erhobenem Krückstock hinter Straßenfotografen her” – aber immerhin. Eine kleine Geschichte sollte immer drin sein.
Ich persönlich finde allerdings auch, dass man erkennen muss, dass der Fotograf in irgendeiner Weise in die Szene integriert war. Am gezeigten Bild merkt man schon, dass ich auf diesem Flohmarkt war, herumgelaufen bin, Stände betrachtet habe und in der Szene “mitgespielt” habe. Ich habe mich nicht lauernd an eine Ecke begeben, ein Monsterteleobjektiv auf meine Kamera geschraubt und darauf gewartet, dass sich ein Mann vor ein Schaufenster mit Kinderwagen stellt.
Nicht zuletzt ist auch die Bildgestaltung meiner Meinung nach ein Kennzeichen guter “Streetfotografie”. Bei meinem Beispiel bin ich stolz darauf, dass mir die Bildgestaltung so gelungen ist. Beachtet man die Diagonale, so führt die Überschrift “kleine Preise” das Auge des Betrachters direkt auf die Flohmarktartikel. Die Perspektive wurde so gewählt, dass die Tischkante mit der Unterkante der Plakatwand abschließt. Die Kopfhaltung der Protagonisten harmoniert mit der Kopfhaltung der auf dem Plakat abgebildeten Menschen.
Es gibt noch ein bisschen mehr zu entdecken, aber das überlasse ich jetzt Euch
P.S. Wer heraus bekommt, mit welcher Kamera dieses Bild gemacht wurde, bekommt ein Lob von mir
Tags: analog, Darmstadt, Flohmarkt, gutes Bild, Menschen, Mittelformat, photography, schwarz/weiß, Situationen, Sommer, Street, Streetfotografie, Werbung


09. Februar 2012 at 11:37
Kodak 660
09. Februar 2012 at 11:40
Dass die olle CD Exifs hinterlegt, daran habe ich olles Analogtier natürlich nicht gedacht *hihi*
Achso. Nachtrag. Nein!
09. Februar 2012 at 11:41
alle schauen in eine richtung auf etwas interessantes. passend zu den leuten auf dem plakat.
das plakat weist auf kleine preise hin. das passt fein zum sommer-flohmarktgeschehen.
der mann hat seine trinkflasche mit thermoüberzug bei torsten gekauft und du hast die szene mit der rolleiflex festgehalten.
09. Februar 2012 at 11:42
Nein Bernie – es war nicht die Rolleiflex
09. Februar 2012 at 11:44
und der mann mit der flasche scheint keiner zu sein
ach ja 4 und 4..
09. Februar 2012 at 11:50
Nein, 6×6
09. Februar 2012 at 12:08
ne..4 aufm plakat und 4 davor
09. Februar 2012 at 12:10
Adox Box?
09. Februar 2012 at 12:16
@Bernie Ach so! *klatscht sich vorn Kopp*
@Boris Ich habe heute leider kein Lob für Dich …
09. Februar 2012 at 12:25
6×6 flegt bei euch ja einiges rum.
zb.
kiev 60,
voigtländer superb,
09. Februar 2012 at 12:27
Du hast den Vorteil, dass Du einen Teil unseres Fuhrparks gesehen hast… dennoch: falsch
09. Februar 2012 at 12:59
Dem Lichteinfall nach zu urteilen, entweder was „russisches“ oder was holgaoides.
09. Februar 2012 at 13:04
Und ach ja, es ist nichts zweiäugiges.
09. Februar 2012 at 13:07
Michael – auch für Dich habe ich heute kein Lob
09. Februar 2012 at 14:29
Agfa Click?
09. Februar 2012 at 14:34
Nö Michael
09. Februar 2012 at 14:58
Also doch ein Zweiauge?
09. Februar 2012 at 15:04
@Michael R. Warm
09. Februar 2012 at 15:23
Oh. Dann vielleicht ne Yashica Mat oder so?
09. Februar 2012 at 15:27
Nein
09. Februar 2012 at 15:54
Flexaret VIa (auch wenn ich davon noch nie was gehört habe …)
09. Februar 2012 at 16:06
Nö
09. Februar 2012 at 17:32
Bin mir ziemlich sicher, dass es eine Asdkjnhvbeurvsdsgäööäö ist!
09. Februar 2012 at 17:37
@Thomas Soso, bist Du also?
Dann sag ich mal “warm”.
09. Februar 2012 at 17:37
Ok, weiter raten…. merkwürdig finde ich den Lichteinfall am unteren Rand des Bildes. Wenn das bei der Belichtung entstanden ist, müsste der obere Rand des Films was abgekriegt haben (also der Film lief quer durch die Kamera, dann wars aber kein Zweiauge) oder es kommt vom Nachfolgenden Bild durch geschimmert, bei MF auch eher unwahrscheinlich… Beim Ausspulen gepatzt?
Es ist echt schwierig die Kamera zu raten. Eine Argus?
09. Februar 2012 at 17:42
@Michael: Die gleichen Gedanken bzgl. des Lichteinfalls hatte ich auch. Die Ursache könnte aber auch eine „fat roll“ gewesen sein: http://www.squarefrog.co.uk/troubleshooting/light-leaks.html
09. Februar 2012 at 17:42
@Michael R. Nein, keine Argus. Es ist schon etwas, das 120er Film frisst und zwei Augen hat
09. Februar 2012 at 17:44
@Tilla: Da kommt mir jetzt die Stereo-Holga in den Sinn, wg. der zwei Augen.
Aber Holga hast du ja schon ausgeschlossen…
09. Februar 2012 at 17:47
Jepp – es ist keine Holga.
09. Februar 2012 at 17:54
Mir ist das Wurscht. Ich find ja das Bild einfach geil
09. Februar 2012 at 18:01
@franker: Spielverderber…
@Tilla: Hat zwei Augen und frisst 120er Film … einen Hund, Kinder oder demente Omis können wir ausschliessen? Gut. Das engt das Spektrum ein…
Rolleicord? Schuß ins blaue, ich kenne deinen Fuhrpark ja nicht…
09. Februar 2012 at 18:06
@Michael R. – nö
@Frank Merci
09. Februar 2012 at 18:08
Ok, ich muss los und kucke dann morgen mal nach der Auflösung, frohes raten noch!
09. Februar 2012 at 18:24
Zeiss Ikoflex?
(zufälliges TLR-Namen-Raten)
09. Februar 2012 at 18:41
Nöööö
09. Februar 2012 at 19:59
Ich bin jetzt der Spielverderber, weil ich nicht mitrate, und stattdessen einfach ein “Amen!” unter deine Aussage zur Streetphotography setze. Ist übrigens auch der Grund, warum ich mich damit kaum noch selber befasse: ich habe nicht das Gefühl, dass Besondere im Alltäglichen gut einfangen zu können. Dann bleibt es aber auch uninteressant, für andere wie auch für mich selbst.
09. Februar 2012 at 20:34
Mal ne ganz blöde Frage am Rande, welches Plugin benutzt du oben für das Foto? Das funktioniert bei mir auf dem Mac mit Safari leider nicht und das hatte ich jetzt schon ein paar mal. Firefox kein Problem.
Mit dem Firefox sieht das Foto dann auch cool aus und die Kamera? Vieleicht ne Mamia C330?
09. Februar 2012 at 21:14
Ups, vergesse meine Frage ganz schnell. Mein Browser hatte nur Ladehemmung, jetzt ist alles ok
Und Mamia schreibt man natürlich Mamiya
09. Februar 2012 at 21:16
Das Bild ist wirklich ein Knaller. Ich gucke mir das heute schon zum 4. Mal an und grinse jedes Mal.
In meiner Fantasie kippt sich die Dame gerade die Sonnenpflege hinter die Kiemen und lässt das Defensil einfach wirken. Die Mädels sitzen fast wie die Orgelpfeifen vor den Flaschen und im Hintergrund rennt eine historische Familie den Schnäppchen hinterher.
Ich mag’s!!
09. Februar 2012 at 21:17
Ach und bevor ich es wieder vergesse:
Yashicaflex?
10. Februar 2012 at 07:04
Schön, dass Du das Bild zeigst, das finde ich nämlich auch richtig gut.
Voigtländer?
10. Februar 2012 at 10:22
Nein, keine Voigtländer
10. Februar 2012 at 14:09
Eigentlich wollt ich ja aufhören mitzuraten, aber einen gebe ich mir noch: vielleicht dieser Plastik Zweiaugen Nachbau, wie hiess die noch gleich – Seagull?
10. Februar 2012 at 14:53
Sind wir immer noch nicht weiter? Raten wir jetzt schon Kameramarken? Heieieieiei… das wird aber langsam zäh. Aber, chapeau, eine Menge Kommentare, die so eine Aktion zieht
Du hast die Kamera selber gebaut, aus einer Büroklammer, einem Getränkekarton und zwei Überzähligen Leicalinsen…
10. Februar 2012 at 15:04
War es am Ende vielleicht eine Boxkamera?
(Und nein, ich werde keine Marken/Modelle raten…)
13. Februar 2012 at 10:37
Ihr Lieben – ich war das Wochenende ganz entspannt und grandios offline
Und ich erlöse Euch.
Die Kamera war eine Lubitel 166B.
13. Februar 2012 at 11:00
Öhm, Lomo ist doch russisch! Und mit Holga lag ich jetzt auch nicht soo weit daneben.
13. Februar 2012 at 11:47
@Moondragon Jahaaa
Aber Holga ist nicht russisch und Du hattest zweiäugig ausgeschlossen
23. Februar 2012 at 13:19
Bildgestaltung ist wichtg, das stimmt – toll gemacht mit der Diagonale! Ich jedoch hätte den Bildausschnitt etwas mehr nach links genommen, bis zum Rahmen der Plakatwand, dann wäre auch die Person ganz links noch im Bild gewesen und nicht so quer durchgeschnitten. LD Doree
23. Februar 2012 at 14:29
Ach so ja – aufgenommen wurde das Foto it einer Kodak 660.
))