Reif für die Insel
Vor vielen Jahren war ich schon einmal auf Usedom. Im Sommer und mit Kindern. Mit gemietetem Strandkorb, Reiseführer und Fahrradtour. Wie es sich gehört, wenn man die Sommerferien mit den lieben Kleinen am Meer verbringt.
Dieses Mal war ich im Winter dort. Ohne Kinder. Ohne Strandkorb, Reiseführer und auch das Fahrrad wurde weder mitgenommen noch eines angemietet. Dafür durften die Olympus OM-2 und ein bisschen Film das Wochenende mit mir verbringen. Und der Lieblingsmensch natürlich.
Kalt war es. So kalt, dass die Ostsee zugefroren war. Das hat zu nicht unerheblichen, dafür tatsächlich von mir (blauäugig, ich weiß) gänzlich unerwarteten Besucherströmen auf diesem wunderschönen Eiland geführt. Aber unsereins weiß ja, wie man an Ecken kommt, an die die anderen in dem Moment nicht kommen – man setzt sich ins Auto und fährt aufs Geradewohl los.
Startpunkt war Zinnowitz – da war nämlich unser Hotel. Quasi direkt am Strand. Wir hatten ein Zimmer im 6. Stock mit Blick direkt auf die Eislandschaft, die eigentlich Meer sein sollte. Wenn wir nicht so faul gewesen wären gewollt hätten, dann hätten wir Aug in Aug die Möwen fotografieren können, die ihre Runden am Morgen vor unserem Fenster gedreht haben. Das Hotel hat ein Herz für Fotografen, Frühstück gibt es ab 6:30, so dass wir mit den ersten Strahlen der aufgehenden Wintersonne auf die Pirsch gehen konnten. Es war klirrend kalt (ich danke an dieser Stelle ganz herzlich meiner Mama, die mir einen Schafwollpulli gestrickt hat), der Himmel färbte sich langsam und ganz zart rosapurpur und die Luft fing regelrecht an zu knistern. Wir stellten recht schnell fest, dass wir auf die andere Seite der Insel müssen, weg von der Ostsee, hin zum Achterwasser. Der Sonnenstand lud dazu ein und nicht zuletzt auch die Hoffnung, so den anderen Urlaubern ein wenig zu entgehen. Das Wochenende war nämlich ausnahmsweise mal nicht der Menschenfotografie gewidmet. Und siehe da, es ist uns gelungen!
Ausnahmsweise habe ich die Bilder mit Beschriftung versehen – falls Euch jetzt die große Lust auf die Insel packen sollte. Auch, wenn es jetzt taut, wer schnell ist, bekommt sicher noch ein paar Eisschollen zu Gesicht.
Wie immer gilt: Klick macht groß und schick
Wir waren zu kurz da. Definitiv!
Und wir fahren wieder hin. Definitiv!
Und wenn Ihr jetzt auch wollt und nicht auf die kleine, versteckte Werbung oben im Text geklickt habt… hier noch das ultimative, supertolle Spürsinn-Angebot für einen fotografischen Kurztrip an die Ostsee!
Tags: analoge Fotografie, avaiable light, Eisschollen, Fotografie, Fotoreise, Hotel mit Fotolabor, Insel, Kurztripp, Ostsee, Photographie, schwarz/weiß, Spürsinn, Usedom, Zinnowitz






15. Februar 2012 at 17:50
Genau dieses Hotel werde ich am Wochenende für einen Fotoworkshop (Menschenfotografie unter Zuhilfenahme kleiner Aufsteckblitze) aufsuchen
Dazu habe ich mir fest vorgenommen, die hoteleigene Dunkelkammer zu testen.
Und wegen Deiner Bilder freue ich noch mehr auf meinen ersten Besuch der Insel.
15. Februar 2012 at 18:05
Ach, wenn Du die Gelegenheit hast, Thomas, dann versuch mal, etwa eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang in Kamminke am Hafen zu sein
15. Februar 2012 at 20:07
Habe ich mir mal notiert und versuche ich am Freitag oder Sonntag umzusetzen
17. April 2012 at 19:34
[...] ich im Februar bei Tilla von ihrem Aufenthalt auf Usedom las, steigerte das meine Vorfreude. War ich doch gerade dabei für meine Reise nach Usedom zu [...]