Artikel mit ‘avaiable light’ getagged
Mittwoch, 15. Februar 2012
Vor vielen Jahren war ich schon einmal auf Usedom. Im Sommer und mit Kindern. Mit gemietetem Strandkorb, Reiseführer und Fahrradtour. Wie es sich gehört, wenn man die Sommerferien mit den lieben Kleinen am Meer verbringt.
Dieses Mal war ich im Winter dort. Ohne Kinder. Ohne Strandkorb, Reiseführer und auch das Fahrrad wurde weder mitgenommen noch eines angemietet. Dafür durften die Olympus OM-2 und ein bisschen Film das Wochenende mit mir verbringen. Und der Lieblingsmensch natürlich.
Kalt war es. So kalt, dass die Ostsee zugefroren war. Das hat zu nicht unerheblichen, dafür tatsächlich von mir (blauäugig, ich weiß) gänzlich unerwarteten Besucherströmen auf diesem wunderschönen Eiland geführt. Aber unsereins weiß ja, wie man an Ecken kommt, an die die anderen in dem Moment nicht kommen – man setzt sich ins Auto und fährt aufs Geradewohl los.
Startpunkt war Zinnowitz – da war nämlich unser Hotel. Quasi direkt am Strand. Wir hatten ein Zimmer im 6. Stock mit Blick direkt auf die Eislandschaft, die eigentlich Meer sein sollte. Wenn wir nicht so faul gewesen wären gewollt hätten, dann hätten wir Aug in Aug die Möwen fotografieren können, die ihre Runden am Morgen vor unserem Fenster gedreht haben. Das Hotel hat ein Herz für Fotografen, Frühstück gibt es ab 6:30, so dass wir mit den ersten Strahlen der aufgehenden Wintersonne auf die Pirsch gehen konnten. Es war klirrend kalt (ich danke an dieser Stelle ganz herzlich meiner Mama, die mir einen Schafwollpulli gestrickt hat), der Himmel färbte sich langsam und ganz zart rosapurpur und die Luft fing regelrecht an zu knistern. Wir stellten recht schnell fest, dass wir auf die andere Seite der Insel müssen, weg von der Ostsee, hin zum Achterwasser. Der Sonnenstand lud dazu ein und nicht zuletzt auch die Hoffnung, so den anderen Urlaubern ein wenig zu entgehen. Das Wochenende war nämlich ausnahmsweise mal nicht der Menschenfotografie gewidmet. Und siehe da, es ist uns gelungen!
Ausnahmsweise habe ich die Bilder mit Beschriftung versehen – falls Euch jetzt die große Lust auf die Insel packen sollte. Auch, wenn es jetzt taut, wer schnell ist, bekommt sicher noch ein paar Eisschollen zu Gesicht.
Wie immer gilt: Klick macht groß und schick

Hafen Zempin

Hafen Zempin

Hafen Zempin

Irgendwo auf dem Gnitz

Hafen Zecherin
Wir waren zu kurz da. Definitiv!
Und wir fahren wieder hin. Definitiv!
Und wenn Ihr jetzt auch wollt und nicht auf die kleine, versteckte Werbung oben im Text geklickt habt… hier noch das ultimative, supertolle Spürsinn-Angebot für einen fotografischen Kurztrip an die Ostsee!
Tags:analoge Fotografie, avaiable light, Eisschollen, Fotografie, Fotoreise, Hotel mit Fotolabor, Insel, Kurztripp, Ostsee, Photographie, schwarz/weiß, Spürsinn, Usedom, Zinnowitz
Veröffentlicht in Bilder ohne Menschen, Entdeckungen, Hach, Werbetrommel | 3 Kommentare »
Dienstag, 24. Januar 2012
Ich schaffe mir Freiräume, ich habe ein neues Hobby
Immer dann, wenn es irgendwie geht, nehme ich mir die Zeit und verschwinde für ein paar Stunden in der Dunkelkammer. Im Vorfeld werden Negative gesichtet, Bilder neu entdeckt, Lieblingsbilder wieder gefunden. Viele der Negative sind noch nie vom Rotlicht der Dunkelkammer berührt worden – bis Ende des Jahres will ich meine Lieblinge alle mal geprintet haben. Ein hehres Ziel, denn ich will ja gleichzeitig auch neue Lieblinge schaffen
Dieses hier hat mir gestern ein bisschen den Nerv geraubt. Aber jetzt kommt es in 18×24 an die Wand. Yay!

Klick macht schick
Kleinbild, entstanden 2006 auf Rollei R3@3200
Scan vom Print 18×24 auf wephota PE311
Zweibadentwicklung in SPUR Straight Black 1+14 & 1+7
Tags:3200 ASA, analog, analoge Fotografie, avaiable light, Dunkelkammer, Fotografie, Menschen, Print, R3, Straight Black
Veröffentlicht in Aus der Dunkelkammer, Fotografie, Hach | 1 Kommentar »
Montag, 19. Dezember 2011
Ich wünsche Euch!
- ruhige Tage
- leckeres Essen
- warme Füße
- liebe Menschen um Euch herum
- viele Geschenke
Wir lesen uns hier nächstes Jahr wieder. Es sei denn, mich überfällt zwischen den Jahren noch ein massiver Mitteilungsdrang:)

Klick macht schöner
Polaroid Land Automatic 320
&
abgelaufener Film
Tags:analog, analoge Fotografie, avaiable light, Doppelbelichtung, fast schon gekippt, Land automatic, Menschen, Oh! bunt!, oller Film, Photographie, Polaroid, stinkt ganz schrecklich, Trennbildfilm
Veröffentlicht in Fotografie, Menschenbilder, Polaroidfieber | 2 Kommentare »
Donnerstag, 15. Dezember 2011
.. ausgelöst.

Klick macht größer
Entstanden am letzten Wochenende in Leipzig.
Film: Kodak Tri-X@400
Entwickler: Spürsinn DOM
Digitalisiert. Komprimiert. Leider nicht anders machbar
Tags:analog, analoge Fotografie, avaiable light, DOM, Entwickler, Fotografie, grobes Korn, Grobkorn, Grobkornentwickler, Menschen, schwarz/weiß, Spürsinn, Tri-X
Veröffentlicht in Fotografie, Menschenbilder | 1 Kommentar »
Mittwoch, 14. Dezember 2011
Es ist vollbracht.
Nicht zuletzt dank des Kollegen Corwin von Kuhwede bin ich am letzten Sonntag doch noch dazu gekommen, Menschenfotografie zu betreiben. Ganz spontan bot er uns seine Location im schönen Leipzig an und lieferte auch noch ein ganz wunderbares Modell! Der Tag war sehr entspannt und voller Gespräche – das hat viel Spaß gemacht! Gerne wieder!!!
Zurück in Braunschweig stieg dann die Spannung. Hält der “Spürsinn DOM” immer noch was er bei den ersten Testentwicklungen versprach? Bringt er dieses wunderbare Korn, das ich seit Auslaufen des Rollei R3 so schmerzlich vermisse? Heute bringen die Filme ja bereits eine “Ich mach wie digital und hab ganz feines Korn”- Anmutung in ihrer Emulsion mit, die galt es natürlich zu knacken.
Eine Kamera wurde mit dem Ilford HP5 geladen, die andere mit dem Kodak Tri-X 400. Von letzterem versprach ich mir ja schon ein gehöriges “Wumms” an Korn und siehe da, es kam!

Klick macht wie immer big
Aber auch der HP5 ließ sich nicht lumpen und servierte mir ein vornehmes Korn!

Klick und so – na, ihr wisst schon
Ich bin sehr zufrieden.
Gelogen.
Ich bin total begeistert!
In der Anwendung will er ein bisschen mehr Aufmerksamkeit als der “HCD new”. So liebt der DOM frischen Fixierer und steht ziemlich auf Stoppbad. Warum das so ist, steht drüben im Spürsinn-Blog. Dort finden sich auch die bereits ausgetesteten Entwicklungszeiten.
Tags:aanalog, analoge Fotografie, avaiable light, DOM, Entwickler, Film, Fotografie, Grobkorn, Grobkorn-Entwicklung, Herrenhemd, Menschen, Photographie, schwarz/weiß, Spürsinn
Veröffentlicht in Fotografie, Menschenbilder, Werbetrommel | 4 Kommentare »
Donnerstag, 11. August 2011
Input von allen Seiten, facebook, Twitter und Google+ tun ihr Bestes um mich auf dem Laufenden zu halten. Bilderflut. Schön, scheußlich, nichtssagend, ausdrucksstark, bunt, schwarzweiß, blau, braun, digital, analog, markschreierisch angepriesen und leise ansprechend.
Viele dieser Bilder haben eines gemeinsam. Sie schreien regelrecht heraus, dass ihre Urheber nur eines im Sinn haben, sie wollen auffallen um jeden Preis. Die Sucht nach dem “anders”, leider viel zu oft gleichgesetzt mit “besser”, treibt so manchen Herrscher über Chip und Silberkorn in Bereiche, die an Hochleistungssportarten erinnern.
Vielleicht bin ich ja altmodisch.
Ich mag Bilder, die mich ansprechen. Die eine Saite in mir zum Klingen bringen. Dabei ist es mir relativ wurscht, mit welchem Aufwand sie aufgenommen wurden, ich stelle jedoch fest, dass einfache Gestaltungen sehr viel mehr und intensiver Einzug in meinen Kopf halten.
Ich mag Portraits, die mir etwas über den Abgebildeten verraten. Dafür muss er nicht mit dem großen Zeh auf einem Goldfischglas balancieren. Wichtiger ist mir, ob ich das Gefühl habe, ihn kennen lernen zu wollen, weil sein Bild mir verspricht (oder ich meine, dass es das tut) dass es sich lohnen könnte.
Ich mag Schönheiten, deren Augen strahlen. Weil sie das im echten Leben tun und nicht weil mit Ringblitz und Nachschärfen ein puppiger Strahle-Effekt hervorgezaubert wurde.
Ich mag Gesichter mit Ausdruck. Lachfalten, die mir zeigen, dass da Glück und Lust am Leben sind. Gerne gekoppelt mit Händen. Wedelnd, ruhend, gestikulierend, anfassend. Ich mag auch traurige Gesichter. Schon. Aber keine Gesichter, denen der Schrecken in den Augen steht, weil ihnen jemand auf die Pelle gerückt ist um sie mit der Kamera “abzuballern”.
Ich mag Bildergeschichten. Solche, die sich auf leisen Sohlen und vielleicht auch mit einem Augenzwinkern in mein Fotoherz schleichen. Nicht die, die mit brutalem Schrei auf mich zustürmen und um Aufmerksamkeit betteln “Sieh her, ich bin mit ganz tollem Equipment und enormer kreativer Energie gemacht worden und stell Dir vor, man hat für mich einen ganzen Flughafen gesperrt und aus 473 Aufnahmen bin ich auserwählt worden!”
Ich mag Alltäglichkeiten. Kaffeebecher, die uns tagtäglich so wichtig sind. Ausblicke aus Fenstern, die uns täglich begegnen. Wäscheklammern. Wolken. Lampen. Menschen, die mir begegnen. Und ich merke, dass ich anders betrachte als noch vor ein paar Jahren.
Ich mache mir Gedanken über Sichtweisen. Sehen lernen. Bildbetrachtung. Gestaltung. Und ich beobachte wie das, was ich jeden Tag sehe, mein Sehen verändert.

Klick macht big
Tags:1600 ASA, analog, analoge Fotografie, avaiable light, Film, Fotografie, Kultur, Menschen, Portrait, schwarz/weiß
Veröffentlicht in Fotografie, Gedanken über die Fotografie, Menschenbilder, Pentax MEsuper | 7 Kommentare »
Freitag, 27. Mai 2011
Männer sagen doch “Sahneschnitte”, wenn ihnen ein besonders leckeres Mädchen ins Auge fällt, oder?

(Klick macht wie immer big)
Film: R3@1600
Tags:1600 ASA, analog, analoge Fotografie, avaiable light, Film, Menschen, R3, Sahne, schwarz/weiß, Schweinkram
Veröffentlicht in Fotografie, Geschichtenbilder, Menschenbilder | 8 Kommentare »
Samstag, 21. Mai 2011
Tags:1600 ASA, analog, analoge Fotografie, avaiable light, Film, Fotografie, Heroes del Silencio, maldito duende, Menschen, Photographie, R3, schwarz/weiß
Veröffentlicht in Fotografie, Geschichtenbilder, Menschenbilder | Keine Kommentare »
Donnerstag, 14. April 2011
Die Rede ist wahrlich nicht von der Brut, die ist ja schon groß. Die Rede ist eher von den Schätzchen, die sich hier so in den Ecken, Vitrinen und Fototaschen herumtreiben und die jetzt langsam aber sicher, sorgsam in Ploppfolie gewickelt, ihren Weg in die Umzugskartons nehmen werden.
Grund genug, sie alle noch einmal zu tätscheln, abzustauben und zu fotografieren. Für eine kleine Blogserie
.
Zu diesem Zweck habe ich mir von Tillasohn extra seine kleine, digitale Olympus geliehen, aber glaubt bloß nicht, ich mache jetzt einen Riesenbohei mit Hohlkehle und so. Nö. Der Tisch auf dem Balkon muss reichen!
Den Anfang macht der Minifalter.
Mit richtigem Namen heißt sie Ikonta Baby 529/18 und stammt aus dem Hause Zeiss.
Gebaut wurde sie etwa von 1931 bis 1938. Man füttert den Minifalter mit 127er Film, dann macht sie die Negative auf dem Format 3x4cm.
Zusammengeklappt ist sie nur 10,5cm x 6,5cm groß!

Alle Einstellungen müssen manuell vorgenommen werden, die Entfernung wird geschätzt. Man kann auch einen Entfernungsmesser zu Hilfe nehmen, für mich taugt das allerdings irgendwie nicht.
Fotografieren funktioniert wie folgt:
- Aufklappen

- Im roten Fensterchen auf der Rückseite nachschauen, ob ein Film drin ist.
- Sportsucher aufklappen
- Motiv suchen
- Belichtung schätzen (oder messen)
- Blende einstellen – 4.5 oder 5.6 oder 8 oder 11 oder 16
- Verschlusszeit einstellen – 1/25 oder 1/50 oder 1/75
- Entfernung schätzen (oder messen)
- Spannen
- Auslösen
- Film weiter drehen.
Für die Wissbegierigen:
Das Objektiv ist ein Novar Anastigmat 1:4.5 /5cm und es ist unvergütet.
Neben den angegebenen Verschlusszeiten hat sie natürlich auch noch die Einstellung B (Bulb) und T.



Ach ja, ich denke, die Kleine werde ich nicht im Karton, sondern in der Handtasche versenken 
Tags:127, analog, analoge Fotografie, avaiable light, Baby Ikonta, Falter, Kameras, Klappfalter, Rollfilm, Zeiss
Veröffentlicht in Fotografie, Hach, Werkzeugkiste | 8 Kommentare »
Samstag, 08. Januar 2011
Manchmal hört man ein Lied und hat sofort das Bild dazu im Kopf, das in diesem Fall auch schon im Archiv schlummerte….

(klick macht big)
Kamera: Meine liebste Rolleiflex
Film: Rollei Universal 200
Musik: Prinz Pi “Dem Licht entgegen” ft. Esko
Tags:analog, avaiable light, Fotografie, Menschen, Mittelformat, Prinz Pi, Rollei Universal 200, Rolleiflex, schwarz/weiß, zweiäugig
Veröffentlicht in Fotografie, Geschichtenbilder, Rolleiflex | 1 Kommentar »
Seiten:
1
2
3
4
5
Nächste