Artikel mit ‘bunt’ getagged

Die Engel backen

Sonntag, 15. August 2010

Bisher hatte ich die Polaroid Image, die meine Mutter an mich abgegeben hatte, immer für die langweiligste Polaroid in meinem Sammelsurium gehalten. Klar, für Doppelbelichtungen nehme ich sie gerne – aber sonst?
Nun traf es sich jedoch letzte Woche, dass es ausgerechnet die Image war, die auf dem Rücksitz meines Autos schlummerte, als wir das Firmengelände in Braunschweig verlassen wollten. Hungrig, kopfleer gearbeitet und furchtbar müde traten wir aus der Tür und staunten sprachlos über den Anblick, der sich uns plötzlich bot. Meine Oma hat bei solchen Himmeln immer gesagt “Die Engel backen”.

Da sich mir der Himmel hier in Hessen heute Abend sehr grau in grau präsentiert und der Rest des Tages auch eher zu grau und nass tendierte, habe ich das Bildchen für Euch mal eben auf den Scanner geschmissen.

Bearbeitet ist nichts.

Und die Image darf ihren Platz auf der Rückbank als dauerhaft gebucht betrachten :)
klick macht big

Film: Polaroid Spectra
Kamera: Polaroid Image System

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Roll your Blog-Juli 2010

Samstag, 17. Juli 2010

Den Juni hab ich also schon mal nicht geschafft. Nun gut – es war ja auch nur ein guter Vorsatz, kein Versprechen. Die Hitze und der volle Kalender haben mich eh gelähmt, außerdem persönliche Umstände in meinem Familienumfeld. Reden wir nicht darüber. Fangen wir an :)

Noch relativ neu in meinem Reader ist Fräulein Zimtsternin, in meinen Augen eine echte Qualitätsbloggerin. Ich mag die Art wie sie ihre Innenansichten in Worte fasst. Ausgesprochen gern mag ich aber auch, wie sie die Welt in ihren Fotografien festhält. Feiner Stoff. Nicht zu schwer und nicht zu oberflächlich. Prädikat: Empfehlenswert!
Und, liebes Frollein, ich verbitte mir an dieser Stelle irgendwelche Errötungen!

Ans Herz gewachsen ist mir schon lange der IlluminateBlog, nicht verwandt und nicht verschwägert mit den Damen und Herren des gleichnamigen Ordens. Der Herr des Hauses fotografiert inzwischen auch mit allem, was nicht schnell genug den Sprung in eine fremde Vitrine geschafft hat. Ich beneide ihn ja ganz besonders um seine beiden Lieblingsmodelle. Und damit meine ich keine Kameras ;) *soifz* Wer ihn also noch nicht kennt: angucken!

Für die Freunde den ungläubigen Staunens heute auch endlich mal der Link zu den Kaffeenasen! Gehen Sie dahin, lesen und staunen Sie, tatsächlich, man kann auch mit Kaffee entwickeln. Das Blog ist englisch gehalten, die Kaffeesorte ist allerdings wurscht. Was ja, wie wir alle wissen, nicht für die Entwicklung in Rotwein gilt ;)

Himmel, wie die Zeit vergeht!

Der Sproß von Thinktrice wächst, blüht und gedeiht und hat wohl inzwischen erfolgreich Papas Sucht nach immer größeren Formaten längst eingeholt ;)
Kann ich Euch nur ans Herz legen.

Mehr gibt es heute nicht.
Denn es ist Sommer! So gehet hinaus und mehret Eure Bilder ;)

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Von Angesicht zu Angesicht

Dienstag, 18. Mai 2010

Wer schon immer mal wissen wollte, wer diese Tilla eigentlich ist und ob die im echten Leben auch so viel redet wie auf Twitter, der hat bald die Gelegenheit, mal ganz genau hin zu schauen und zu hören.

Zusammen mit Spürsinn findet man mich am 5. und 6. Juni beim Fine Art Forum in Paderborn.

Wir werden viele Filme mitbringen, die man selbstverständlich käuflich erwerben kann, und auch die ein oder andere Überraschung. Man kann uns löchern und ausfragen, etwas lernen und wenn ihr wollt, bringe ich auch zwei, drei Polaroidkameras mit ;)

Sonst noch was? Die “Ich wünsche mir”-Artikel bitte in die Kommentare, Bestellungen zum Abholen bitte per E-Mail direkt an Spürsinn. Danke :)

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Roll your Blog-Mai 2010

Mittwoch, 12. Mai 2010

Drüben in der Dunkelkammerartistik hat eine kleine Diskussion mich auf die Idee gebracht, meine Blogroll (die dringend einmal überarbeitet werden muss) kommentiert vorzustellen. Wünschenswert für mich wäre eine Wiederholung alle drei Monate, ob ich das schaffe, steht auf einem anderen Blatt :)

Kommentiert deswegen, weil ich es sinnvoll finde, ein bisschen dazu zu sagen, warum ich den Blog mag. Und weil ich es gut finde, wenn in einem Wald voller Bäume auch mal ein Schild steht, das mir erzählt, gegen welchen Baum ich gerade gerannt bin :)

Nachahmer sind selbstverständlich dringend erwünscht!

Und los geht es:

Der liebe Kael kommt nicht etwa vom fernen Krypton, nichtsdestotrotz ist sein Blog nicht ganz ungefährlich. Der Mann zeigt Nacktes. Unverblümt. Fotografiert.
Da ich ihn persönlich kenne und schätze, kann ich auch ganz offen sagen, dass er digital fotografiert. Allerdings nicht immer – ich schaffe es ab und zu, ihn zu infizieren , dann hat er eine analoge Phase.  Nicht unerwähnt an dieser Stelle sollte auch seine spitze Zunge bleiben, die er ebenso unverblümt zeigt wie die nackten Tatsachen in seiner Fotografie. Dass er digital fotografiert, sage ich hier natürlich nur, damit man sieht, dass ich auch solche Menschen mag!

Wenn wir schon bei der spitzen Zunge sind, kann ich auch gleich auf meinen Ex-Nachbarn, Herrn Trout hinweisen. Wer ihn noch nicht kennt, der sei gewarnt. Er schreibt weder kurz noch lieb. Aber er schreibt über Fotografie und manchmal zeigt er auch Ergebnisse. Anders. Gut. Immer ohne Blitz. Und analog. :)

Frau Petranowskaja fotografiert auch. Sehr bunt, sehr verspielt, sehr phantasievoll. Gerne lomographisch. Oder polaroidisch. Selten lässt sie ihre Bilder pur stehen, immer liefert sie eine kleine Geschichte dazu, die erst auf den zweiten Blick offenbart, wie sehr sie zu dem Bild gehört. Sie fotografiert übrigens auch Blümchen! Oft! Und dieses sehr fein :)

Die Analoggang ist ein Blog von drei österreichischen Fotografinnen.  Das Blog ist noch frisch (Dezember 2009)  und noch nicht sehr gefüllt, aber ich habe den Eindruck, dort werden Qualität und Information geliefert, die man woanders nicht so ohne Weiteres findet. Die Infos beziehen sich natürlich auf den Lebensbereich der drei – also Fotografie und Österreich. Ich denke, eine Beobachtung lohnt sich.

Monis Motivklingel ist ein Blog zum Anhören :) Ich denke, so kann man Podcasting beschreiben, oder? Moni engagiert sich sehr in Sachen Fotografie. So stellt sie nicht nur Aufgaben auf ihrem Blog, die zur jeweiligen Folge des Podcasts gehören, sondern macht auch im echten Leben Workshops rund um die Fotografie. Aktuell mache ich jetzt mal die Werbetrulla für den “Absolut analog”-Workshop Ende des Monats.

Bei Knusperfarben muss mal wieder etwas passieren. Der letzte Blogeintrag ist aus dem Februar! Auch hier findet man Blümchen :) Und Kinder! :) Und Gedanken der Autorin zu diesem und jenem. Hauptsache bunt. Ich mag dieses Blog, weil es mich immer wieder überrascht.  Nämlich.

So, das waren die ersten 5 Blogs, die mich interessieren und die ich weiter empfehlen möchte. Eigentlich sollte für jeden etwas dabei sein, der sich für Fotografie interessiert.

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Miss Mowgli

Samstag, 15. August 2009

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Let the jungle listen to the things I have done….

Dieses Bild steht unter Creative Commons Lizenz 88x312

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Flieg, schwarzer Vogel

Sonntag, 05. April 2009

Sie kam über reichlich Wasser zu mir geflogen und wollte getestet werden.
Die japanische Blackbird fly aus dem Hause Superheadz.

Ich bin ja ein kleines Ungeduld, lange hatte ich auf das mir angekündigte Schmuckstück gewartet. Nicht nur, weil ich schon immer mal eine knallrote Kamera haben wollte, sondern weil ich noch nie in meinem Leben eine zweiäugige Kamera gesehen habe, die mit Kleinbildfilm fotografiert!
Also nicht lang den Karton gedreht, sondern fix aufgemacht. In der Schachtel hockte eine durchsichtige Plastikglocke und unter dieser Plastikglocke präsentierte sich mir mit einem knallroten Vorderteil die Blackbird fly. Wow!

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Ich beraubte sie ihrer Unschuld Haube und drehte sie in den Händen. Besser verarbeitet als ich dachte. Toy-Kameras geht ja schon ein etwas schlechterer Ruf voraus, “Plastik”, “bunt” und “edel” geht nach meinem Empfinden nicht so zusammen, hier war ich überrascht und hatte sofort den Gedanken, dass die Leutchen von Superheadz, die dieses bunte Teil entwickelt und gebaut haben, mit Liebe und Leidenschaft an die Arbeit gegangen sind.

Die Blackbird hat einen Lichtschachtsucher, in dem man tatsächlich etwas sieht. Bei meiner russischen Lubitel 166B verbringe ich mehr Zeit mit lustigem Motiv erahnen als mit tatsächlichem Motiv sehen. Die Klappen sind sogar nummeriert, damit man den Lichtschacht auch ja in der richtigen Reihenfolge wieder zusammenklappen kann. Selbstverständlich hat auch dieses Schätzchen einen Sportsucher! ;)

An meiner Rolleiflex Automat habe ich das Bildzählwerk sehr zu schätzen gelernt und tatsächlich besitzt auch diese kleine, japanische Kiste ein Bildzählwerk. Naja, mit einem roten Fensterchen wäre einem auch nicht gedient – hier wird ein Kleinbildfilm geladen, da nutzt einem kein Fensterchen. Wegen des Kleinbildfilms ist die Blackbird auch mit einer kleinen Kurbel ausgestattet – irgendwie muss man den Film ja zurück in die Patrone bekommen. Er kam mir ja schon ein wenig “gakelig” vor – hat aber beim Praxistest voll und ganz bestanden.

Der spannendste Moment war die Öffnung der Blackbird um einen Blick auf das Innenleben zu werfen und den ersten Film einzulegen. Oh.  Ich brauche nicht oft eine Gebrauchsanweisung, um einen Film einzulegen, aber in diesem Fall habe ich dann doch beschlossen, mir Rat in dem kleinen Heftchen zu holen, das bei lag. Ein bisschen umständlich ist es ja schon, aber der Film muss sich ja quasi einmal in der Kamera wenden, damit die richtige Seite vor dem Verschluss liegt und dieses Problem ist sehr hübsch gelöst.

Bevor man den Film einlegt, sollte man sich erst für das gewollte Format entscheiden. Die Blackbird kann nämlich das ganz normale Negativformat belichten, außerdem jedoch mit Hilfe einer Maske Bilder in 24 x 24 mm und 36 x 36 mm machen. Bei dem Format 36 x 36 werden die Filmränder mit belichtet.
Wenn man so schusselig ist wie ich und die Maske für 24 x 24 falsch herum einlegt, dann bekommt man Bilder im Format 35 x35 – bei denen ist dann nur der halbe Filmrand mit belichtet ;)
Im Lichtschachtsucher sind die verschiedenen Formate markiert, man kann also wunderbar den Bildausschnitt wählen. Und bei einer Brennweite von 33mm bekommt man sogar richtig was drauf aufs Bild!

Die Blackbird arbeitet mit nur zwei Blenden, Blende 7 und Blende 11. Kenntlich gemacht durch ein Wölkchen (Blende 7) und eine kleine Sonne (Blende 11). Außerdem  fokussiert man nicht mit ihr, sie arbeitet über eine Entfernungseinstellung und die beginnt bei 80 cm.

Ich zog also mit dem Trout an meiner Seite und einem knallroten Kasten vor dem Bauch quer durch Mannheim. Seltsame, belustigte und interessierte Blicke waren mir sicher, sobald ich aus dem Auto stieg. Die ersten Leute fragten “Ist das auch eine Kamera?” und die Reaktionen erstreckten sich von abfälligem Schnaufen bis hin zu begeistertem Staunen. Ein junges Mädchen fragte: “Gibt es die auch in anderen Farben?” Na klar. Pink allerdings bekommt man erst ab etwa Mai ;)
Man bekommt die Blackbird fly in schwarz (wenn man nicht auf den ersten Blick auffallen will, ist es sicherlich die beste Wahl), rot, weiß, orange, blau, gelb und wie gesagt demnächst dann auch in pink.

Ich mag die Blackbird. Ich bin ja sowieso schon lange ein Fan von  Kameras mit Lichtschacht, weil man mit ihnen Perspektiven findet, die man mit einer anderen Kamera so gar nicht sieht oder nur sehr umständlich einfangen kann. Die Möglichkeit, bis zum nächsten Filmwechsel 36 Aufnahmen machen zu können, gibt mir hier eine Leichtigkeit, die sich für mich schon fast digital anfühlt. ;) Ich steh auf Quadrat. Ich mag belichtete Filmränder. Ich behalte das knallrote Schätzchen!

Die Kurzversion:

  • Blackbird fly, zweiäugige Kleinbildkamera von Superheadz
  • Erscheinungsform: grandios edelwitzig
  • Film: normaler, handelsüblicher Kleinbildfilm
  • Formatwahl: Wer die Wahl hat, hat die Qual! 24 x 24, 24 x36, 36 x 36 (oder eben das Schusselformat 35 x 35)
  • Film einlegen: Sehr ungewohnt, nach dem ersten Mal aber unproblematisch.
  • Blenden: 7 und 11
  • Brennweite: 33mm
  • Verschlusszeit: 1/125 oder “bulb”
  • Entfernungseinstellung: 0,8m bis unendlich
  • keine Doppelbelichtungssperre
  • Blitzanschluss
  • Farben: schwarz, rot, weiß, orange, blau, gelb – demnächst auch in pink

Kaufen kann man sie ab sofort bei den Leuten von Spürsinn.

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Blackbird Fly im “Schusselformat” 35×35 auf R3@400ASA

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