Artikel mit ‘Fotografie’ getagged

Kackbild

Freitag, 02. Dezember 2011

War ich vor ein paar Tagen noch restlos begeistert von der Dunkelkammerarbeit,  so hat mich diese Woche doch tatsächlich der Frust gepackt. Ich hatte vergessen, dass es nur ein wirklich gutes Bild in die DuKa schaffen kann. Kackbilder werden nicht verziehen. Niemals. Never. Jamais.

Ich erinnere mich, ich habe ein bisschen geflucht, als ich damals die Bilder scannte und bearbeitete. Irgendwann mochte ich sie sehr. Und jetzt haben sie das Prädikat “Kackbild”. In der Dunkelkammer zeigt sich, dass ein Bild ausbelichtet und zum Anfassen ganz anders wirkt als auf einem Monitor. Plötzlich “funktioniert” es nicht mehr.

Klick und so für big und so

Es sieht gut aus auf dem Bildschirm. Finde ich. In 30×30 ausbelichtet tut mir der Schnitt durch die Hände in den Augen weh. In der Hand ebenso wie an die Wand gehalten. Lehrgeld. Ich muss nochmal ausprobieren, wie es im gerahmt mit Passepartout wirkt. Große Hoffnung habe ich aber nicht.

Das nächste Bild aus der Serie besticht durch die Schärfe auf dem Boxhandschuh. Zumindest war das der Gedanke, als ich es fotografierte.

Klick = big

Auf der Grundplatte des Vergrößerers sieht alles ganz wunderbar aus. Aber schon die Testausbelichtungen zeigen, dass es ein Kackbild ist. Die Unschärfe auf den Augen, die weder Fisch noch Fleisch ist, die Haut, die zu hell ist und keine Struktur mehr zeigt – diese Fehler kann kein Boxhandschuh der Welt mehr ausbügeln.

Gelernt habe ich also:

  • Nicht jedes Bild, das hybrid verarbeitet gut ist, ist es auch wert, dass man es mit in die Dunkelkammer nimmt.
  • Knappe, unerwartete Schärfeverläufe sind hipp, schick und was weiß ich noch, führen aber gerne zu einem Kackbild, will man es richtig schön mit der Hand im Rotlichbezirk auf Papier zaubern will.
  • Lieber weniger Licht und eine ruhige Hand als zu viel Licht, die eine ohnehin schon zarte Hautstruktur verschwinden lässt.

Andererseits – es geht ja auch umgekehrt. Negative, die hybrid nicht zu schaffen waren, finden jetzt den Weg  in die Dunkelkammer und locken mir entzückte Seufzer von den Lippen. Und da ich lieber in der Dunkelkammer puzzle als am Rechner, werde ich jetzt nur noch solche Bilder machen. Jawoll.

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Von Lust und Frust

Donnerstag, 24. November 2011

Die Dunkelkammer hat mich wieder. Ich schrieb bereits davon. Und da der Lieblingsmensch gerade an Tonern bastelt, war es mir gestern ein besonders dringendes Bedürfnis, im Rotlichtbezirk zu verschwinden. Ich wollte auch getonte Bilder. (Wer mich kennt, kann sich an dieser Stelle das Aufstampfen mit dem Fuß gerne denken, es entspricht durchaus der Realität).

Gesagt – getan. Mit einem ganzen Bündel Negative, aus meinem Archiv gefischt, verschwand ich im Dunkeln. Und tauchte auch die nächsten Stunden nicht mehr auf. Ich hatte unter anderem Negative gegriffen, mit denen ich mich das letzte Mal vor bestimmt 5 Jahren auseinandergesetzt habe. Ich erinnere mich, diese Negative gescannt zu haben. Und ich erinnere mich auch, dass ich die komplette Serie verworfen hatte, weil ich unzufrieden mit den Ergebnissen war. Zu wenig von dem, was ich zeigen wollte, war zu sehen. Und stundenlanges Herumschrauben mit einer Bildbearbeitungssoftware liegt mir einfach nicht. Wie gut, dass ich auch die schlechtesten Negative niemals weg werfe. :)

Jetzt kamen sie mir gerade recht. Ich habe ein bisschen geturnt und gemacht und getan. Dann kam lieber Besuch und wir standen zusammen im Dunkel und wie das so ist, wenn man abgelenkt ist, prompt habe ich den falschen Knopf am Timer erwischt und dem Bild eine Extraportion Licht gegeben, die natürlich nicht berechnet war und sich auch nicht nachvollziehen ließ. Gefrotzel. “Pass auf, das ist jetzt DAS Bild und Du weißt nicht, wie viel Extralicht es abbekommen hat.” Ähm.
Natürlich ist es dann auch genau so gekommen. Danke, Christian.

Es hat ein bisschen gedauert, aber wir konnten das Versehen reproduzieren. Hurra. Die erste Variante kam zwar ein bisschen schief auf das Papier, aber da sie nur dazu dienen sollte, die Unterschiede zur getonten Variante zu zeigen, hab ich das mal so gelassen. Ein bisschen Pfusch also auf 13×18 – bei den großen für die Wand gebe ich mir mehr Mühe :)

klick macht wie immer big

Nachdem dann die Papierabzüge im Wasser schwammen, wurde alles für den großen Moment der Tonung vorbereitet. Kaffeebraun sollte es werden. Ich bin hin und weg.

auch hier: klick & big und so

Das war also das Ding mit der Lust. Ich bin sehr begeistert von dem Toner, der immer noch keinen Namen hat. Aber wir arbeiten dran.

Der Frust kam dann heute. Ich musste den Scanner anwerfen und die Abzüge scannen, damit ich Euch etwas zeigen kann, was über die iPhone-Abbildung hinaus geht. Trotz hoher Auflösung sahen die Bilder sehr viel platter aus als in natura. Und nach der Verkleinerung für das Web und der Komprimierung in jpg hatte ich fast Tränen in den Augen. Detailverlust galore. Aber da ich die Prints habe, kann ich dann doch damit leben :)

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Geschützt: Pornartserie “So voller Sehnsucht”

Freitag, 04. November 2011

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In der dunklen Kammer der Macht

Donnerstag, 03. November 2011

Wie war es großartig, seine Negative scannen zu können und gemütlich mit Kaffee, Keksen und einem Bildbearbeitungsprogramm am PC bearbeiten zu dürfen. Hach.
Gut, das Scannen in einer vernünftigen Auflösung kostet Zeit. Und wenn dann so ein Kleinbild mit 4800 dpi aus dem Scanner kommt, kotzt auch das beste Bildbearbeitungsprogramm, wenn es aufgefordert wird, das Bild zu laden. Aber es ist so schön bequem. Mit einem ordentlichen Bildbearbeitungsprogramm kann man ja auch all das machen, was man “früher” in der Dunkelkammer machte. Wunderbar. Und wenn man die große Auflösung nach ewig langem Herumklicken endlich so verkleinert hat, dass man es bequem ins Netz stellen kann, dann kann man sein Werk ja auch ganz fix allen Menschen zeigen. Toll.
Und es kommt einem auch so vor, als sei diese Prozedur nicht nur bequemer als die Arbeit in der Dunkelkammer sondern auch schneller.

Tja.

Und dann kommt der Tag, an dem man einen ausreichend großen Raum zur Verfügung hat, der dunkel ist und in dem etliche Vergrößerer Platz haben. Die dürfen dann auch da stehen bleiben, denn der Raum wurde zur Dunkelkammer und zum Laborbereich auserkoren. Mit großen Waschbecken, fließend warm und kalt Wasser, Arbeitstisch und fantastischen 4 Dunkelkammerleuchten. Kein kleines Badezimmer, das immer dann von anderen gebraucht wird, wenn man gerade dabei ist, sein Fotopapier zu belichten. Kein Aufbauen und Abbauen von Vergrößerer und Zubehör. Keine ewiges Suchen nach den Gradationsfilterfolien. Und dann sagt man sich “Warum nicht mal wieder mit echter Chemie und richtigem Papier hantieren? So zwischendurch? Um zu schauen, ob man es noch kann?”

Böse, böse. Denn kaum hat man es gewagt, ist man wieder drauf auf der Droge “Handausbelichtung”. Man hat zwar keine Übung mehr, aber ein bisschen ist es ja schon wie Rad fahren. Verlernt man auch nicht, man ist anfangs nur ein wenig wackelig, wenn man sich wieder auf den Drahtesel schwingt.

Und jetzt ratet mal, wem das passiert ist.

Klick macht ein bisschen mehr big

Ilford HP5 @1600 entwickelt in Spürsinn HCD-S und HCD-2.
DFB-Pokalspiel Eintracht Braunschweig gegen Bayern München.

Scan vom Print.
Und nein, ihr dürft das gescannte Negativ nicht zum Vergleich sehen, ich habe es nämlich nicht gescannt. In der Dunkelkammer war ich schneller. Echt jetzt. :)

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Sommer 2012

Montag, 12. September 2011

Auf ein Neues!

Für dieses Jahr scheint es ja gelaufen.

Klick macht big

Rolleiflex plus Sommer 2009 plus ein williges Modell plus ein warmer See irgendwo in Südhessen plus Universal 200

Und nein, es ist nicht das gleiche Bild ;)

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Analog rockt.

Montag, 29. August 2011

Nämlich.

Und weil das so ist, gibt es einen analogen Fotowettbewerb.

Im Internet. ;)

Ich darf ja nicht mitmachen, Euch lege ich die Aktion ans Herz, auch deswegen, weil man sonst kaum erahnen kann, wie viele wir sind.

Also macht mal schön mit, ich bin auf Eure Bilder gespannt.

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Mit Farbe schwarzweiß fotografieren

Samstag, 27. August 2011

Ich beschäftige mich ja nun auch schon etwas länger mit analoger Fotografie.

Allerdings habe ich um das Thema Farbfilter in der Schwarzweiß-Fotografie immer einen eleganten Bogen geschlagen. Der Grund dafür ist relativ einfach. “Willst Du Drama in den Wolken, dann nimm ‘nen Rotfilter” war alles, was ich mir tatsächlich merken konnte und ich fotografiere eigentlich so gut wie nie Wolken. Für ein Shooting im Schnee habe ich meiner Kiev mal einen Orangefilter gegönnt. Und für meine Rolleiflex habe ich diverse Filter (die sich in den Umzugskartons versteckt haben, wie aufmerksame Verfolger schon mitbekommen haben). Der Lieblingsmensch hat schon öfter versucht, mir das Filterthema nahe zu bringen, aber es hat nie gefruchtet. Was sicherlich nicht an der Erklärbärqualität des Lieblingsmenschen liegt, das kann er schon ganz gut. Nein, ich denke, ich muss bestimmte Erklärungen einfach einsickern lassen und mich quasi im stillen Kämmerlein damit befassen, damit das Thema Wurzeln schlagen kann. Und das Thema sollte möglichst wenig mit Rechnen zu tun haben.
Nun ist es so, dass man bei der Benutzung von Farbfiltern rechnen muss. Nicht viel, zugegeben, aber rechnen. Und Rechnen liegt mir einfach nicht. Deswegen das elegante Umschiffen und die grandiose Vergesslichkeit beim Thema “Farbfilter in der analogen Schwarzweiß-Fotografie”.

Der Lieblingsmensch konnte das nicht mehr mit ansehen und hat sich hingesetzt und ein kleines Buch verfasst. Und weil wir ja so schön zweinullig sind, ist es ein E-Book geworden.
Natürlich wünsche ich ihm zahlreiche Downloads, das Ding kostet immerhin 5,99 Euro und da kommt vielleicht die ein oder andere Pizza oder gar der ein oder andere neue Filter für ihn dabei heraus. ;)
Es ist aber auch tatsächlich so, dass ich das Thema plötzlich begriffen habe. Und selbst die Rechnerei schreckt mich nicht mehr ab – es ist nämlich gar nicht so schwer, wenn man es erstmal begriffen hat. Und deswegen lege ich das Werk allen ans Herz, die bisher auch einen großen Bogen um Farbfilter geschlagen haben.

Wer erst einmal reinlesen möchte, der kann das tun, bei Spürsinn gibt es eine Leseprobe.

Kaufen kann man das Machwerk dann ganz fix und über Paypal, indem man auf den kleinen Einkaufswagen klickt :)

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Höher, schneller, weiter

Donnerstag, 11. August 2011

Input von allen Seiten, facebook, Twitter und Google+ tun ihr Bestes um mich auf dem Laufenden zu halten. Bilderflut. Schön, scheußlich, nichtssagend, ausdrucksstark, bunt, schwarzweiß, blau, braun, digital, analog, markschreierisch angepriesen und leise ansprechend.

Viele dieser Bilder haben eines gemeinsam. Sie schreien regelrecht heraus, dass ihre Urheber nur eines im Sinn haben, sie wollen auffallen um jeden Preis. Die Sucht nach dem “anders”,  leider viel zu oft gleichgesetzt  mit “besser”, treibt so manchen Herrscher über Chip und Silberkorn in Bereiche, die an Hochleistungssportarten erinnern.

Vielleicht bin ich ja altmodisch.
Ich mag Bilder, die mich ansprechen. Die eine Saite in mir zum Klingen bringen. Dabei ist es mir relativ wurscht, mit welchem Aufwand sie aufgenommen wurden, ich stelle jedoch fest, dass  einfache Gestaltungen sehr viel  mehr und intensiver Einzug in meinen Kopf halten.
Ich mag Portraits, die mir etwas über den Abgebildeten verraten. Dafür muss er nicht mit dem großen Zeh auf einem Goldfischglas balancieren. Wichtiger ist mir, ob ich das Gefühl habe, ihn kennen lernen zu wollen, weil sein Bild mir verspricht (oder ich meine, dass es das tut) dass es sich lohnen könnte.
Ich mag Schönheiten, deren Augen strahlen. Weil sie das im echten Leben tun und nicht weil mit Ringblitz und Nachschärfen ein puppiger Strahle-Effekt hervorgezaubert wurde.
Ich mag Gesichter mit Ausdruck. Lachfalten, die mir zeigen, dass da Glück und Lust am Leben sind. Gerne gekoppelt mit Händen. Wedelnd, ruhend, gestikulierend, anfassend. Ich mag auch traurige Gesichter. Schon. Aber keine Gesichter, denen der Schrecken in den Augen steht, weil ihnen jemand auf die Pelle gerückt ist um sie mit der Kamera “abzuballern”.
Ich mag Bildergeschichten. Solche, die sich auf leisen Sohlen und vielleicht auch mit einem Augenzwinkern in mein Fotoherz schleichen. Nicht die, die mit brutalem Schrei auf mich zustürmen und um Aufmerksamkeit betteln  “Sieh her, ich bin mit ganz tollem Equipment und enormer kreativer Energie gemacht worden und stell Dir vor, man hat für mich einen ganzen Flughafen gesperrt und aus 473 Aufnahmen bin ich auserwählt worden!”
Ich mag Alltäglichkeiten. Kaffeebecher, die uns tagtäglich so wichtig sind. Ausblicke aus Fenstern, die uns täglich begegnen. Wäscheklammern. Wolken. Lampen. Menschen, die mir begegnen. Und ich merke, dass ich anders betrachte als noch vor ein paar Jahren.

Ich mache mir Gedanken über Sichtweisen. Sehen lernen. Bildbetrachtung. Gestaltung. Und ich beobachte wie das, was ich jeden Tag sehe, mein Sehen verändert.

Klick macht big

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Il ritmo della passione (blue)

Mittwoch, 10. August 2011

Ich hab das Bild schon mal gebracht – und da es zu meinen Lieblingsbildern zählt, musste ich es nochmal aus der Kiste kramen ;)

Klick macht big

Musik: I belong to you (sorry für den Werbevorspan)

Cyano: komplettes Chemiepaket
Papier: Aristo Vat
Format: 20×30
Pinsel: scruffy face
fotografiert mit der Rolleiflex
auf Universal 200
digitalisiert auf Spürsinn BluePrint
How to: Anleitung Cyanotypie

Ein Workshop-Platz für sehr Kurzentschlossene ist auch noch frei.

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Das blaue Wunder

Montag, 25. Juli 2011

Cyanotypie lässt mich nicht mehr los. Zu faszinierend finde ich die Möglichkeiten und Varianten, die mir bei diesem Edeldruckverfahren zur Verfügung stehen. Ich durchforste meine Negative nach geeigneten Bildern, die ich groß und blau haben will.

Ich habe ja schon erzählt und gezeigt, wie ich Negativstreifen in die Sonne gelegt habe. Grundsätzlich ist das eine schicke Sache, auf Dauer allerdings unbefriedigend und für meinen Geschmack definitiv zu klein. Ich wollte größer. Die meisten meiner Negative liegen mir in digitaler Form vor, zumindest immer dann, wenn ich zum Scannen komme. ;)

Die ersten Versuche, ein digitales Bild zu vergrößern und auf einen Träger zu bekommen, der mir das Negativ ersetzt, fanden auf einer Folie statt, die ich durch den Tintenpinkler Tintenstrahldrucker geschickt habe. Nichts für mich, da die Folie unbedingt noch recht lange trocknen muss, ehe man sie verwenden kann. Dafür bin ich viel zu ungeduldig. Mal ganz abgesehen davon, dass das ein sehr teures Vergnügen ist und die Ergebnisse mich nicht wirklich überzeugt haben.

Der nächste Versuch fand mit einer Art Butterbrotpapier statt, das uns unser Papierhersteller genau zu diesem Zweck zum Testen schickte und siehe da, der Ausdruck war sofort trocken, das Ergebnis ganz wunderbar, das Papier hat den Test bestanden und wird als “Spürsinn BluePrint” ins Programm aufgenommen.

Ich hatte mir absichtlich ein sehr kontrastreiches Negativ ausgesucht und in einem Bildbearbeitungsprogramm die Gradationskurven etwas steil angezogen. Dann die ganze Geschichte invertiert und passend für ein DIN A4 Blatt “Noble Vat Large” skaliert.

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Das Ganze wurde mit einem stinknormalen HP Photosmart D5460 auf “Spürsinn BluePrint” ausgedruckt. Bereits ein paar Stunden vorher hatte ich ein “Noble Vat” in DIN A4 mit der Emulsion für Cyanotypie beschichtet. Fräulein Ungeduld saß mir auf der Schulter, deswegen war das beschichtete Papier noch nicht 100% trocken als ich es aus dem dunklen Karton holte und zusammen mit dem neu geschaffenen “Negativ” zwischen zwei Glasplatten legte.

Der Sommer lässt uns ja gerade ein bisschen im Stich, gepriesen sei also die elektrische Sonne ;) 8 Minuten Belichtung vor dem Gesichtsbräuner, dann das übliche Prozedere. Stoppen, Wässern und zum Schluss das Zaubermittel Wasserstoffperoxid.

Cyano_A4_001web

Klick macht big

Die “Flecken”, die ich bei diesem Bild als durchaus passend empfinde, sind entstanden, weil die Beschichtung noch nicht ganz durchgetrocknet war. Das Erscheinungsbild kann man also nicht nur durch die Wahl der Pinsel, mit denen man die Cyano-Chemie aufträgt und durch die Wahl des Papiers beeinflussen. Da gibt es noch viele andere Möglichkeiten, mit denen man herumspielen kann :)

Spannend ist, dass man mit diesem Verfahren auch Bilder, die rein digital entstanden sind, verarbeiten kann.

Einen Workshop dazu gibt es auch, noch sind ein paar Plätze für den 14. August frei.

Musik: Rainbirds-Blueprint
Chemiepaket: Cyanotypie
Pinsel im Einsatz: scruffy face
Transparentpapier: Spürsinn BluePrint
Büttenpapier: Noble Vat Large
Ein bisschen mehr erklärt: Cyanotypie im Plauderton

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