Artikel mit ‘Franzis Verlag’ getagged

Fanpost

Montag, 15. März 2010

Am Samstag wurde ich darüber informiert, dass die Spürsinn Nord KG einen Brief bekommen hat. Einen richtigen Brief auf Papier und mit Briefmarke und so.
Dieser Brief kam vom Franzis Verlag. Genauer gesagt: Vom Online Media Manager des Franzis Verlag.
Verwundert aber ganz kameradschaftlich weist er den Geschäftsführer darauf hin, dass auf meinem Blog, der ja bekanntermaßen unter der Spürsinn URL läuft, ein offener Brief von mir zu finden ist. Es liest sich ein gewisses Erstaunen darüber heraus, dass ich sowas darf. Für den Fall, dass der Geschäftsleitung mein Treiben nicht bekannt sein könnte, hat man wohl sicherheitshalber auch noch einen Ausdruck meines Blogs beigelegt, der relevante Artikel wurde dabei liebevoll mit Textmarker angestrichen.

Die ausnehmend zartfühlende Wortwahl des Schreibens täuscht nicht darüber hinweg, dass man darüber informieren will, dass diese Veröffentlichung dem Unternehmen schaden könne. Ein Unternehmen, das sich mit einer Autorin wie mir schmückt, muss sich wohl Sorgen um Ansehen und Reputation machen. Könnte man meinen. Selbstverständlich wird es dem Gutdünken der Geschäftsleitung von Spürsinn  überlassen, die Öffentlichkeit von meinem Blogartikel zu befreien.

Grundsätzlich: Dies ist mein Blog. Hier bin ich Mensch und hier darf ich es sein. Ganz privat und pur, ganz ich und mit all meinen Meinungen und Ansichten. Ich muss weder Puderzucker  auf meine Artikel stäuben noch bin ich verpflichtet, sie mit Sahnehäubchen und Zuckerguss dem ein oder anderen schmackhaft zu machen. Wer mich informieren, kritisieren, beschimpfen, loben, maßregeln oder gar heiraten möchte, der darf seine Äußerungen gerne in den Kommentaren hinterlassen oder er kontaktiert mich. Es ist nicht schwer, über die im Impressum gemachten Angaben Kontakt mir zu  bekommen.

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Die Geister, die ich rief…

Samstag, 06. März 2010

Schon Goethe ließ seinen Zauberlehrling ausrufen :

Die Geister, die ich rief
werd’ ich nun nicht los

Einer meiner Lieblingsfotografen, Michael K. Trout, hat sich erbarmt und tatsächlich das mir gestern angepriesene Werk gelesen und besprochen.

Wann begreifen Firmen endlich, dass ein geschenkter Gaul immer noch ein ansehnliches Gebiss haben sollte, wenn er als Werbegeschenk für Wohlwollen und Reputation sorgen soll?
(Und wann lernen Blogger endlich, Geschenke nicht unreflektiert und unbesehen in die Welt zu blasen?)

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Nutzlose Bauchpinseleien

Freitag, 05. März 2010

Heute gab es mal wieder elektronische Post der besonderen Art.

Diesmal von einem Online Media Manager, der sich sogleich bemüßigt fühlte, mir im ersten Satz den Bauch zu pinseln.

Auf der Suche nach einem qualitativ hochwertigen Blog zum Thema Fotografie, Bildbearbeitung, Design sind wir auf Ihren Eintrag aufmerksam geworden.

Dann kommt er aber auch gleich zur Sache:

Im aktuellen Monat März bietet Pixxsel – die Webseite des Franzis Verlag mit Auflistung aller Buch- und Softwareprodukte aus dem Bereich Bildbearbeitung, Kameratechnik und Fotografie, das E-Book „Digitale-Fotografie- Basisiwissen“ (Autor: Christian Haasz, 160 Seiten) mit einem Gutschein zum kostenlosen Download an.
Wenn Sie in dieser Nachricht einen Mehrwert für Ihre Leser sehen, würden wir uns freuen wenn sie diese, frei nach nachfolgender Pressemitteilung, bei sich veröffentlichen würden.

Sehr geehrter Herr Bruckner,
ich sehe keinen Mehrwert darin, meinen Lesern ans Herz zu legen, ihre Daten bei Ihnen abzugeben.
Desweiteren sehe ich auch keinen Sinn darin, mir ein solches Angebot zu unterbreiten, ohne auf eine Entlohnung für meine von Ihnen erhoffte Werbetätigkeit für Ihr Unternehmen einzugehen. Hätten Sie sich nur 10 Minuten mit den Inhalten meines Blogs beschäftigt, so dürfte Ihnen aufgefallen sein, dass ich meine Inhalte (Neudeutsch: Content) in den meisten Fällen selbst erarbeite und meine Leser gewiss nicht mit vorgefertigtem Brei  zu langweilen gedenke.
Ich werde also den Teufel tun und mich in die breite Front der Wiederkäuer einreihen, denen selber nichts mehr einfällt.
Auf Ihrer Suche nach Wasserträgern sollten Sie nicht so tun als wäre Ihnen an meiner persönlichen Arbeit gelegen. Viel zu breit haben Sie ihre gleichlautenden Bittschreiben gestreut. Hätten Sie aufmerksam gelesen, wäre Ihnen nicht entgangen, dass mein Wissen und meine Betrachtung der Fotografie erheblich tiefer geht als das von Ihnen angepriesene Machwerk. Bereits die ersten fünf Sätze dieses E-Books müssten Ihnen beim oberflächlichen Vergleich mit den Inhalten meines Blogs deutlich gemacht haben, dass Leser meines Blogs an diesem Werk maximal aus Sicht der unumwundenen Belustigung Interesse haben könnten.
Wie Sie sehen haben Sie mit Ihrer E-Mail genau das erreicht, was Sie wollten: Erwähnung. Aber wie sagt bereits ein altes Sprichwort: “Jeder ist zu etwas nutze, und wenn er nur als schlechtes Beispiel dient”.
Umsichtige Blogger arbeiten übrigens wie gute, freie Journalisten – sie lassen sich nicht vorschreiben, in welcher Couleur gefärbt sie schreiben, was sie schreiben.
Sie können übrigens davon ausgehen, dass das von Ihnen angepriesene Werk aufmerksam gelesen und an anderer Stelle ausführlich besprochen wird.
Merke: Blogger sind vernetzt und selten allein.
Mit freundlichen Grüßen,
Tilla Pe
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