Artikel mit ‘Kunst’ getagged

Ich sehe was, was Du nicht siehst

Dienstag, 21. April 2009

Ich bin ja zu allen Schandtaten bereit, fotografiere leidenschaftlich gern, mit fast allem, was man mir in die Finger gibt, probiere aus, teste und will wissen, warum, wieso, weshalb. Neugierde in Bestform. Wenn es sein muss, fotografiere ich auch mit einem Schuhkarton oder durch ein Knäckebrot.

Was mich aber so gar nicht reizt, das ist die Infrarotfotografie.
Nebenan bei Spürsinn haben sie gerade einen Artikel darüber veröffentlicht und mit Bildern geschmückt, die der Lieblingsmensch gemacht hat. Ich war auf der Fototour, bei der diese Bilder entstanden sind, dabei. Ich habe sogar durch die Kamera geschaut. Und nichts gesehen. Nur schwarz.
Ich fotografiere doch nicht, was ich nicht sehe?

Für meinen Geschmack wird zuviel Bohei um die Infrarotfotografie gemacht. Was ist schon Besonderes dabei, wenn man Reflexionen mit der Kamera einfängt, die das menschliche Auge nicht sieht? Die dazugehörige Technik stört mich in meinem Entfaltungsspielraum. Es gibt beste Jahreszeiten für diese Art der Fotografie, beste Tageszeiten und man muss außerdem noch Filter mit sich herumschleppen, mit denen man sonst nicht viel anfangen kann. Etliche Ergebnisse sind ja ganz hübsch, aber ich persönlich finde nichts Faszinierendes an Bäumen mit weißen Blättern.

Als ich das erste Mal den Begriff “Wood-Effekt” im Zusammenhang mit Infrarotfotografie hörte, dachte ich noch, dass Holz besonders gut/detailliert/spannend abgebildet wird. Okay, das ist schon ein paar Jahre her, aber die Assoziation habe ich immer noch. ;)

Nichtsdestotrotz werde ich mich auch irgendwann einmal auf das Experiment Infrarot einlassen. Allerdings werde ich keine Bäume fotografieren, sondern mir Menschen als Motive suchen. Den so genannten”Wachs-Effekt”, der auftritt, fotografiert man Menschen mit dieser Infrarotgeschichte, den finde ich nämlich wieder spannend und dazu fallen mir auch eine ganze Menge Bilder ein, die mich reizen und die ich umsetzen möchte.

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Wie ein streunender Hund

Montag, 23. März 2009

Er ist so alt wie mein Papa, hat mit meiner Mutter zusammen Geburtstag und macht fantastische Fotos.

Daido Moriyama wurde 1938 geboren. Mit 20 fing er an als freischaffender Grafikdesigner zu arbeiten, knapp zwei Jahre später studierte er Fotografie bei Takeji Iwamiya. Als ich geboren wurde begann Daido Moriyama seine Selbstständigkeit als Fotograf. Er traf mit dem gleichaltrigen Takuma Nakahira zusammen, mit dem er in der Folge oft und gerne gemeinsam ausstellte.

Er fotografierte, was ihm vor die Linse kam. Seine Bilder aus japanischen Städten sind oftmals “aus der Hüfte” entstanden – Moriyama hat die goldenen Regeln der Lomografie schon befolgt, bevor es die Lomografie als Kunstrichtung überhaupt gab.
Daido Moriyama gilt als einer der wichtigsten japanischen Fotografen nach 1945. Sein Stil ist rauh und expressiv, seine sind Bilder grobkörnig, beherrscht von harten Kontrasten, bewusst unscharf und oft sehr extrem angeschnitten.
Ganz bewusst hat er in den 60er und 70er Jahren fotografisch “wie ein streunender Hund” nach der Identität seines Landes und seiner Landsleute gesucht – in einem Japan, dass geprägt war von jahrhundertealter Tradition und gleichzeitig aufgewühlt von dem  modernen Einfluss, der aus dem Westen und vor allem aus den USA herüberschwappte. Dabei hat sich Moriyama nicht auf Gegebenheiten oder Örtlichkeiten festgelegt. Seine Bilder entstanden auf Reisen durch Japan, in ländlichen Gegenden ebenso wie in den explodierenden Großstädten, in Stripclubs, Theatern, billigen Bars und Randbezirken der Gesellschaft. Er fotografierte Alltäglichkeiten ebenso intensiv wie Besonderheiten. Ob Akt oder Straßenszenen, wichtig war (und ist!) ihm die Darstellung des rasanten Wandels und des sich daraus verändernden Lebens in seinem Japan.

Moriyamas Bilder halfen der japanischen Fotografie über die Grenzen des Landes bekannt zu werden. Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, einige davon bekommt man demnächst bei Spürsinn.
2004 erhielt Daido Moriyama  den Kulturpreis der DGPh. Wer übrigens ein Abo bei foto.tv hat, der kann sich dort auch einen Film anschauen!

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Plüschsesselrückblicke

Sonntag, 15. März 2009

Damals – Himmel, wie die Zeit vergeht…

Nur wenige Bilder haben meinen strengen Auswahlkriterien genügt, nicht zuletzt, weil mir einige Gesichtsausdrücke gar zu entgleist erschienen, andere Bilder wiederum schlicht und ergreifend durch unkoordinierte Blitzattacken aus den hinteren Reihen nichts geworden sind.
Ich muss aber an dieser Stelle noch einmal ausdrücklichst betonen, wie sehr mir der Abend gefallen hat und allen Lesern dringlich das Buch, um das es ging, wärmstens ans Herz legen! Kauft es!

der fantastische Erdge Schoss

Gebannt verfolgte der wunderbare Herr Erdge Schoss das muntere Treiben im Saale. Dort tummelte sich der Taubenvergrämer….

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… bevor der Star des Nordens die Bühne betrat und weniger las denn wahrlich mit vollem Körpereinsatz vortrug.

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Und wenn jetzt einer kommt und behauptet, seine Nase wäre nicht in Ordnung, dem sei gesagt: “Wer sich die Nas abschneidet, verschimpft sein Angesicht!”

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Nachtrag zu Peter Funch und seinen Straßenbildern

Donnerstag, 26. Februar 2009

Peter hat mich gebeten Folgendes noch zu posten:

The essential is to understand the relations the patterns the links no matter if it posed or photoshopped.

Ich kann mir gut vorstellen, dass er die Diskussionen über seine “Machenschaften” interessiert verfolgt ;)

Da stellt sich jemand hin und sieht mit seiner Kamera, erkennt Zusammenhänge und Strukturen und macht daraus seine Bilder. Aus seinem Sehen und Hinschauen entstehen beeindruckende Werke.

Da ist es doch wirklich völlig egal, wie sie entstanden sind – ob mit Photoshop oder unter Aufbietung einer Heerschar von Statisten! Oder?

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Das Geheimnis der Straßenbilder – Peter Funch

Donnerstag, 26. Februar 2009

Wilde Diskussionen vorgestern bei Twitter über die Bilder von Peter Funch.

Sind sie gestellt, inszeniert wie Theaterstücke? Telefonat mit Baltimore – Tillatochter tippt auf Fotomontagen. Gestern dann die Recherche von Martin auf kwerfeldein(weiterlesen …)

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Diese Ente ist einfach unschlagbar!

Samstag, 21. Februar 2009

Ich liebe die Strips von Aaron Johnson!

Unter anderem diese hier – ich bin gespannt, wann sich der Klingelton für Kameras durchsetzt!

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What the duck! © 2009 Aaron Johnson

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What the duck! © 2009 Aaron Johnson

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What the duck! © 2009 Aaron Johnson

Und wer mir etwas Gutes tun will, der schenkt mir dieses T-Shirt! ;)

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Kunst-TV im Internet

Dienstag, 10. Februar 2009

Ein Tipp von stARTconference09 (Dankeschön)

Ich hab mal mit dem Video über Bettina Rheims angefangen.
Kurz, knapp, informativ und es regt den Kopf zum Selberdenken an!

Mal schaun, wie ich den weiteren Abend verbringe – mit einem Einblick in das Galeriewochenende in Berlin? Oder schau ich mir ein Filmchen über bildschöne Bücher an?

Wo seid Ihr hängengeblieben? ;)

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Zwischenruf#12 Ein Mäzen, zwei Mäzene…

Freitag, 06. Februar 2009

Wikipädia sagt, ein Mäzen sei ein Mensch, der jemanden bei etwas monetär oder mit geldwerten Mitteln unterstützt ohne eine Gegenleistung zu erwarten oder zu fordern.

In der Kunst hat es schon immer solche Unterstützer gegeben. Meist kannten aber die Künstler ihre Mäzene.
Und jetzt habe ich meinen ersten Mäzen und kenne ihn gar nicht! :)
Aus einer, eigentlich eher nur spaßigen Twittersitzung hat sich die Idee entwickelt, einen Spendenbutton auf diesem Blog zu installieren. Und promt habe ich eine erste Spende erhalten, die in erster Linie dazu dienen soll, meine Espressomaschine (eine wunderbare, alte Gaggia) wieder reparieren zu können. Das gute Stück hat nämlich eine schwere Krankheit in Pumpe und Temperaturfühler! Und ohne Espresso kann ich nur sehr schlecht kreativ tätig sein.

Mein erster Mäzen!

Ich finde das ganz klasse und werde ab sofort eine Liste mit meinen Mäzenen anlegen. Wer auch darin geführt werden will, der benutzt den Spendenbutton rechts in der Sidebar. :)

Natürlich bekommt mein erster Mäzen eine Künstlerpostkarte von mir in seinen realen Briefkasten gesteckt! Ehrensache, oder?

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In Szene gesetzt

Sonntag, 01. Februar 2009

Dieser Artikel ist aus der Diskussion zwischen spot und mir unter diesen Bildern entstanden. (weiterlesen …)

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Zettelwirtschaft

Freitag, 23. Januar 2009

Die Überschrift: Die Vermarktung von Kunst – oder “Wie bringe ich die Kunst ans Volk und bekomme auch noch Geld dafür” in Kombination mit Web2.0 und dem Leben da draußen.

Gestern stand an dieser Stelle noch ein ausführliches Scribble für einen geschliffenen Artikel.  Heute Nacht ist mir aber aufgefallen, dass “Zettelwirtschaft” eben Zettelwirtschaft ist und kein endgültiges Pamphlet. Deswegen gibt es Zettel mit Gedankenfragmenten. (weiterlesen …)

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