Fotografie & das Leben an und für mich
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Alle Synapsen an Bord?

Gut, ich hab lange überlegt, ob ich mich einmische. Eigentlich hat Frau Meike bereits alles gesagt, was wichtig ist. Was für mich wichtig ist. Oder war. Denn inzwischen geht es mir ja durchaus besser und anders als früher. Außerdem halte ich nicht viel davon, mein inneres Seelenleben im Netz auszuschütten – ich mag mich nämlich nicht mit Leuten auseinandersetzen, die schlampig lesen, oberflächlich zu allem und jedem eine Meinung haben, und die, wenn sie nicht weiter wissen einfach pauschal besser wissen. Erfahrungsgemäß bringen sehr persönlich gehaltene Blogartikel genau diesen Menschen das Futter, das sie brauchen, um laut und unangenehm zu werden. Es ist mir lästig, mich damit auseinanderzusetzen.

Nichtsdestotrotz rumort es in mir. Mich ärgert, dass die Bereitschaft etwas zu lernen, zu Gunsten des Drangs, etwas nieder zu machen, untergeht. Mich ärgert, dass ein Blogartikel, in dem persönliche Erlebnisse und Empfindungen, die über „Mein schönstes Ferienerlebnis“ oder „Meine Katze und ich“ hinaus gehen, dazu genutzt werden, eine große Gemeinschaft von Menschen zu bashen, die es weder verdient haben noch etwas dafür können, dass sie so sind wie sie sind. Es macht mich sprachlos, dass eine Frau, die das Glück hat, den richtigen „Stallgeruch“ für ihre Mitmenschen vorweisen zu können, alles essen zu können, sich frei bewegen zu können, weil sie keine Empfindlichkeiten hat, dass diese Frau diesen Umstand dazu nutzt, um über andere herzuziehen.

Ihre Aussagen werden rundherum bejubelt, beklatscht und benickt. Und ich stelle mir vor, dass dieser Haufen unwissender, böser, klatschender Menschen, die dort eifrig zustimmend kommentieren, Kinder erzieht…. Kinder, die dann auf Kinder treffen, wie ich eines war. Kinder, die anders sind. Mehr nicht. Aus welchen Gründen auch immer. Continue reading »

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Ein roter Löwe auf der Brust

Ich hab es ja eigentlich nicht so mit Fußball.

Die Abseitsregel habe ich bis heute nicht so recht begriffen (und ich bitte Euch, davon abzusehen, sie mir erklären zu wollen) und Fußballfans waren mir auch immer ein bisschen suspekt. Und dann zog ich zurück nach Braunschweig.

Kannste machen was Du willst, es ist wirklich sauschwer, in dieser Stadt dem Fußballfieber zu entgehen. Mir ist es nicht gelungen – und auch wenn ich nicht immer alles verstehe, was da auf dem Platz passiert, ich fiebere mit. Soweit es die Eintracht Braunschweig betrifft. Es ist ein ganz besonderer Verein und der hat auch ganz besondere Fans!

In der Saison 2012/2013 ist dann passiert, wovon alle geträumt haben, aber niemand damit rechnete, dass dieser Traum so schnell in Erfüllung geht – Aufstieg in Liga 1. Nach 28 Jahren hat es die Eintracht Braunschweig geschafft und ist wieder in die Bundesliga aufgestiegen. Es wurde mächtig gefeiert!

Wir feiern am 1. Juni gleich nochmal, denn da ist bei uns in der Galerie die Vernissage mit den Bildern von Eva Klauss. Die Studentin der HBK hat die Fans der Eintracht während der Aufstiegssaison fotografiert. Schwarzweiß und auf Film. 20 wunderbare, emotionale, mitreißende und dynamische Bilder hängen dann bei uns an der Wand, die man sogar käuflich erwerben kann. Ein Handabzug auf Baryt im Format 18×24 kostet 95 + 1 Euro. :)
Außerdem wird es ein Buch zur Ausstellung geben, in dem viele, weitere Bilder zu sehen sind. Nummeriert, handsigniert und selbstverständlich ist das Buch auf 67 Exemplare limitiert. Die Nummer 67 ist allerdings schon vergeben, denn die bekommt der Trainer der Eintracht Braunschweig, Torsten Lieberknecht, geschenkt. Damit er auch mal Bilder von seinem 12. Mann hat.

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Wer also Lust und Zeit hat, der ist herzlich eingeladen, bei uns vorbei zu kommen.

Mal langsam

Sonntagsgedanken im April

Das Internet am Sonntag. Man liest sich kreuz und liest sich quer und kommt dabei auf folgende Punkte, auf denen man dann einen Eiertanz proben kann oder auch nicht:

  • Ein lauter Fotograf ist nicht immer ein guter Fotograf.

Mag sein – aber er versteht etwas von Selbstvermarktung. Um gesehen zu werden, gefunden zu werden von denen, die einem eventuell Geld für eine Leistung zahlen, muss man Interesse wecken. Continue reading »

Blitzschnell

Oder die Schwiegermutter

Ich steh ja auf alte Fotobücher.

Eben gelesen:

“Ihre Kamera ist zwar bestimmt stabil gebaut und kann manchen Puff vertragen, aber gegen rohe Gewalt?! Sie kann auch schon mal zu Boden fallen, ohne daß ihr was passiert, aber wenn sie unglücklich fällt, ist sie hin. Nein, nicht ganz, aber doch reparaturreif. Sie geben sie dazu am besten ihrem Fotohändler, der sie dann zum Kamerawerk schickt, oder sie verkaufen sie Ihrer Schwiegermutter, kurz bevor sie in Urlaub fährt.”

Ich finde ja, die Autoren vor 50, 60 Jahren hatten viel mehr Humor als heute.

Aus dem Lateinischen.

inspiratio = das Einhauchen, die Eingebung

conspiratio = die Verschwörung, das Komplott

Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Ja – ich versuche immer noch dieses Theme in den Griff zu bekommen…. deswegen gibt es auch immer mal neue Artikel, die dann plötzlich nicht da sind, wenn man sie lesen will.

Lalalasziv

Mach mal lasziv

Wenn man, so wie ich, am liebsten Menschen fotografiert, dann kommt man einfach nicht daran vorbei, dann und wann durch die Mausikarteien zu schlendern, auf der Suche nach – ja, nach was eigentlich?

Da sind Bilder in meinem Kopf, wabern wie Nebelfetzen, schleichen sich an, setzen sich fest und irgendwann wollen sie raus. Und dann gehe ich los und suche die Menschen, die in diese Bilder passen sollen. Müssen.

Nun komme ich, anders als früher, nicht mehr wirklich in die freie Wildbahn. In meinem Alter ist man früh müde, geschafft vom Tagwerk und wirklich nicht mehr geeignet, um sich die Nächte in Diskotheken zwischen dem ganzen Jungvolk um die Ohren zu schlagen. Die einschlägigen Einkaufsparadiese, die man notgedrungen frequentieren muss, um den Kühlschrank zu füllen, bieten mir zwischen Käse, Milch und Wurst allerlei Schnick und Schnack, aber keine Menschen, die in meine Bilder passen. Was ich sehr bedauerlich finde, denn eine direkte Ansprache zwischen Kartoffeln und Paprika ist mir um einiges sympathischer als das Herumgesuche im weltweiten Netz, das einem viel verspricht und selten etwas hält. Aber es hilft ja nichts, ich brauche Menschen. Continue reading »

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