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Lieblingsbilder

Dienstag, 24. Januar 2012

Ich schaffe mir Freiräume, ich habe ein neues Hobby :)

Immer dann, wenn es irgendwie geht, nehme ich mir die Zeit und verschwinde für ein paar Stunden in der Dunkelkammer. Im Vorfeld werden Negative gesichtet, Bilder neu entdeckt, Lieblingsbilder wieder gefunden. Viele der Negative sind noch nie vom Rotlicht der Dunkelkammer berührt worden – bis Ende des Jahres will ich meine Lieblinge alle mal geprintet haben. Ein hehres Ziel, denn ich will ja gleichzeitig auch neue Lieblinge schaffen ;)

Dieses hier hat mir gestern ein bisschen den Nerv geraubt. Aber jetzt kommt es in 18×24 an die Wand. Yay!

Klick macht schick

Kleinbild, entstanden 2006 auf Rollei R3@3200
Scan vom Print 18×24 auf wephota PE311
Zweibadentwicklung in SPUR Straight Black 1+14 & 1+7


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Von Lust und Frust

Donnerstag, 24. November 2011

Die Dunkelkammer hat mich wieder. Ich schrieb bereits davon. Und da der Lieblingsmensch gerade an Tonern bastelt, war es mir gestern ein besonders dringendes Bedürfnis, im Rotlichtbezirk zu verschwinden. Ich wollte auch getonte Bilder. (Wer mich kennt, kann sich an dieser Stelle das Aufstampfen mit dem Fuß gerne denken, es entspricht durchaus der Realität).

Gesagt – getan. Mit einem ganzen Bündel Negative, aus meinem Archiv gefischt, verschwand ich im Dunkeln. Und tauchte auch die nächsten Stunden nicht mehr auf. Ich hatte unter anderem Negative gegriffen, mit denen ich mich das letzte Mal vor bestimmt 5 Jahren auseinandergesetzt habe. Ich erinnere mich, diese Negative gescannt zu haben. Und ich erinnere mich auch, dass ich die komplette Serie verworfen hatte, weil ich unzufrieden mit den Ergebnissen war. Zu wenig von dem, was ich zeigen wollte, war zu sehen. Und stundenlanges Herumschrauben mit einer Bildbearbeitungssoftware liegt mir einfach nicht. Wie gut, dass ich auch die schlechtesten Negative niemals weg werfe. :)

Jetzt kamen sie mir gerade recht. Ich habe ein bisschen geturnt und gemacht und getan. Dann kam lieber Besuch und wir standen zusammen im Dunkel und wie das so ist, wenn man abgelenkt ist, prompt habe ich den falschen Knopf am Timer erwischt und dem Bild eine Extraportion Licht gegeben, die natürlich nicht berechnet war und sich auch nicht nachvollziehen ließ. Gefrotzel. “Pass auf, das ist jetzt DAS Bild und Du weißt nicht, wie viel Extralicht es abbekommen hat.” Ähm.
Natürlich ist es dann auch genau so gekommen. Danke, Christian.

Es hat ein bisschen gedauert, aber wir konnten das Versehen reproduzieren. Hurra. Die erste Variante kam zwar ein bisschen schief auf das Papier, aber da sie nur dazu dienen sollte, die Unterschiede zur getonten Variante zu zeigen, hab ich das mal so gelassen. Ein bisschen Pfusch also auf 13×18 – bei den großen für die Wand gebe ich mir mehr Mühe :)

klick macht wie immer big

Nachdem dann die Papierabzüge im Wasser schwammen, wurde alles für den großen Moment der Tonung vorbereitet. Kaffeebraun sollte es werden. Ich bin hin und weg.

auch hier: klick & big und so

Das war also das Ding mit der Lust. Ich bin sehr begeistert von dem Toner, der immer noch keinen Namen hat. Aber wir arbeiten dran.

Der Frust kam dann heute. Ich musste den Scanner anwerfen und die Abzüge scannen, damit ich Euch etwas zeigen kann, was über die iPhone-Abbildung hinaus geht. Trotz hoher Auflösung sahen die Bilder sehr viel platter aus als in natura. Und nach der Verkleinerung für das Web und der Komprimierung in jpg hatte ich fast Tränen in den Augen. Detailverlust galore. Aber da ich die Prints habe, kann ich dann doch damit leben :)

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