Im Vorbeigehen..
Donnerstag, 15. Dezember 2011.. ausgelöst.
Klick macht größer
Entstanden am letzten Wochenende in Leipzig.
Film: Kodak Tri-X@400
Entwickler: Spürsinn DOM
Digitalisiert. Komprimiert. Leider nicht anders machbar
.. ausgelöst.
Klick macht größer
Entstanden am letzten Wochenende in Leipzig.
Film: Kodak Tri-X@400
Entwickler: Spürsinn DOM
Digitalisiert. Komprimiert. Leider nicht anders machbar
Es ist vollbracht.
Nicht zuletzt dank des Kollegen Corwin von Kuhwede bin ich am letzten Sonntag doch noch dazu gekommen, Menschenfotografie zu betreiben. Ganz spontan bot er uns seine Location im schönen Leipzig an und lieferte auch noch ein ganz wunderbares Modell! Der Tag war sehr entspannt und voller Gespräche – das hat viel Spaß gemacht! Gerne wieder!!!
Zurück in Braunschweig stieg dann die Spannung. Hält der “Spürsinn DOM” immer noch was er bei den ersten Testentwicklungen versprach? Bringt er dieses wunderbare Korn, das ich seit Auslaufen des Rollei R3 so schmerzlich vermisse? Heute bringen die Filme ja bereits eine “Ich mach wie digital und hab ganz feines Korn”- Anmutung in ihrer Emulsion mit, die galt es natürlich zu knacken.
Eine Kamera wurde mit dem Ilford HP5 geladen, die andere mit dem Kodak Tri-X 400. Von letzterem versprach ich mir ja schon ein gehöriges “Wumms” an Korn und siehe da, es kam!
Klick macht wie immer big
Aber auch der HP5 ließ sich nicht lumpen und servierte mir ein vornehmes Korn!
Klick und so – na, ihr wisst schon
Ich bin sehr zufrieden.
Gelogen.
Ich bin total begeistert!
In der Anwendung will er ein bisschen mehr Aufmerksamkeit als der “HCD new”. So liebt der DOM frischen Fixierer und steht ziemlich auf Stoppbad. Warum das so ist, steht drüben im Spürsinn-Blog. Dort finden sich auch die bereits ausgetesteten Entwicklungszeiten.
Ich hab das Bild schon mal gebracht – und da es zu meinen Lieblingsbildern zählt, musste ich es nochmal aus der Kiste kramen
Klick macht big
Musik: I belong to you (sorry für den Werbevorspan)
Cyano: komplettes Chemiepaket
Papier: Aristo Vat
Format: 20×30
Pinsel: scruffy face
fotografiert mit der Rolleiflex
auf Universal 200
digitalisiert auf Spürsinn BluePrint
How to: Anleitung Cyanotypie
Ein Workshop-Platz für sehr Kurzentschlossene ist auch noch frei.
Bei Spürsinn können wir ja die Füße nicht ruhig halten, das machen die Spielkinder in uns nicht mit.
Die Sonne scheint, das gehört ausgenutzt. Cyanotypie wollte ich schon immer mal ausprobieren. Nach meinem Umzug nach Braunschweig sind viele meiner Negative noch in Kartons vergraben, die selbstverständlich, weil das ja immer so ist, unter anderen Kartons vergraben sind…. aber so nach und nach kommen sie ans Licht. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Die ersten Negative, die aufgetaucht sind, waren die Gelatinenegative, die ich vor etlichen Jahren auf dem Flohmarkt gefunden habe. Auf vielen sind Menschen zu sehen und deren Kleidung verrät mir, dass die Bilder vor dem ersten Weltkrieg gemacht wurden. Ich habe allerdings eines ausgesucht, auf dem ein Gebäude zu sehen ist, weil ich mir nicht sicher war, ob die ollen Dinger die Behandlung mit starker Sonneneinstrahlung überstehen.
(Klick macht big)
Vorweg gesagt, das Negativ ist in der Sonne sehr weich geworden und hat sich gerollt, aber nachdem es wieder im Kühlen und zwischen zwei Büchern gelandet war, war es nach 10 Minuten wieder ganz wunderbar glatt und hat die Reise ins Licht unbeschadet überstanden.
Ich bin ganz schön begeistert und werde nach und nach noch ein paar weitere Negative dieser Prozedur aussetzen.
Da diese Bilder mit einer Plattenkamera gemacht wurden, haben die Negative auch ein wunderbar ansprechendes Format. Bei der Cyanotypie handelt es sich ja um ein Kopierverfahren 1:1.
Die Überlegung, was man nun mit Kleinbildnegativen anfangen kann, lag natürlich nahe – man versucht es mit kompletten Streifen.
(Klick macht big)
Schicke Sache – so lange die Sonne scheint, werde ich nach und nach immer mehr mit dieser Technik ausprobieren. Vandyke ist auch noch geplant, ich warte gespannt auf das Paket mit der Testchemie. Die Werbetrommel wird dann, wenn es so weit ist, drüben auf dem Spürsinn Blog gerührt.
Ich bin ja, was Fotografie angeht, nicht so ganz unbeleckt, aber vor der Fotografie mit einer Großformatkamera hatte ich immer einen Heidenrespekt.
Es ist nicht so, dass ich noch nie mit einer großen Kamera herumgespielt hätte. Meine ersten Versuche habe ich mit einer Plaubel PL1 gemacht, heute würde ich sagen, das war experimentelle und sehr intuitive Fotografie, denn wie man mit einer Fachkamera richtig belichtet, das habe ich zu diesem Zeitpunkt nur erfühlt, aber nicht gewusst ![]()
Den Virus, verantwortlich für die Sucht nach großem Format, hatte ich mir ja schon lange eingefangen. Latent hat er immer in mir geschlummert, mich begleitet, wenn ich mit 6×9 fotografiert habe, was ja auch schon schön groß ist, aber eben nicht so groß, wie ich es gerne hätte.
Da ich nicht alleine mit meiner Neugierde in der fotografischen Welt herumstehe und wir immer wieder gefragt wurden, ob man nicht einen Workshop in Sachen großes Format machen könnte, haben wir mit Spürsinn am 6. und 7. November mal eben einen fast schon spontanen Workshop auf die Beine gestellt. Und ich war so richtig als Teilnehmerin dabei.
Es hat einen Riesenspaß gemacht. Ich habe tierisch etwas dazu gelernt. Und ich darf auch ein Ergebnis zeigen!
Die Aufgabe lautete: “Einmal weit weg und einmal nah dran” – ich zeige Euch nur “Einmal weit weg”, denn “Einmal nah dran” ist nicht so gut geworden. Zwar machte das Negativ einen fantastischen Eindruck, im Scan konnte man dann aber sehen, dass ich die Belichtung dann doch falsch angemessen hatte…. kurz und gut, es ist nicht so geworden, wie ich es haben wollte, deswegen zeige ich es nicht.
wie immer: Klick macht big
in diesem Fall nicht so big, wie es möglich wäre
Am Sonntag ist Fotobörse in Darmstadt. Sollten dort gute und günstige Fachkameras/Großformatkameras angeboten werden, wird es wohl eine kleine Rangelei darum geben, denn auch die anderen Workshopteilnehmer sind vom großen Format besessen und gieren nach einer eigenen Kamera, mit der sie weiter machen können. Ich hab es gut. Ich habe Zugriff auf die Cambo, mit der auch dieses Bild entstanden ist. Aber nichtsdestotrotz träume auch ich von einer kleinen, süßen, handlichen Kamera, die 4×5 Inch belichtet……
Und wenn ich bei Spürsinn bin, dann basteln wir an den nächsten Workshops, die bereits Anfang nächsten Jahres auf dem Plan stehen.
Die Sache mit dem Emulsionslift lässt mich nicht mehr los.
Die ersten Ergebnisse entstanden noch mit unterschiedlichen Werkzeugen, begleitet von lautem Fluchen und dem schmerzhaften Verlust etlicher Bilder, weil das unzureichende Werkzeug eben diese rettungslos zerstörte. Jetzt nähere ich mich einer Arbeitsweise, die richtig Spaß macht und den Ergebnissen, die ich haben will.
Aber von vorn.
Die Anfänge lagen im Gedanken “es muss doch auch mit den Filmen von Impossible Project möglich sein”. Wer nicht weiß, wovon ich rede, dem sei diese
wunderbare Anleitung als Video ans Herz gelegt. Es bringt ein bisschen nahe, was Emulsionslift eigentlich ist und wie man es ungefähr macht.
Allersings gibt es einen großen Unterschied zu dem, was ich in den letzten Wochen so getrieben habe: Im Video wurden Trennbildfilme von Polaroid benutzt.
Ich aber will ja Emulsionslifts mit Filmen von Impossible Project machen, und die sind Integralfilme, keine Trennbildfilme.
Die ersten Versuche des Liftens endeten in der Erschaffung komischer, braungrauer Klümpchen. Also zurück auf Start und alles noch einmal durchdacht und probiert.
Es ging los mit der Suche nach der richtigen Wassertemperatur. Zu heiß ist schlecht, weil man mit den Fingern hinein greifen muss, zu kalt führt dazu, dass sich die Emulsion nicht richtig löst.
Die ersten Versuchspinsel wurden der Brut aus dem Schulregal gemopst und erwiesen sich als störrisch und zerstörerisch. Mal abgesehen davon, dass man sie nur einmal benutzen konnte – dann hat man sie nämlich nicht mehr sauber bekommen.
Die Erkenntnis: die Emulsion von Impossible Project ist sehr viel zarter als die Emulsion, die Polaroid für ihre Trennbildfilme verwendete und die richtigen Pinsel bekommt man nicht im Bürobedarfsladen um die Ecke.
Gleichzeitig begann die Jagd nach dem richtigen Papier. Da das Papier nass gemacht werden muss, um diesen Hauch von Emulsion aufzubringen, ist es wichtig, dass es sich nicht auflöst. Außerdem sollte es sich ja auch mit der Emulsion verbinden, denn nachträgliches Kleben funktioniert nicht. Klebstoff frisst Kunstwerk.
Bis alle Hürden genommen waren, ging ein Sofortbild nach dem anderen den Weg in den Mülleimer.
Zusammen mit Spürsinn habe ich versucht, getestet, gemacht, getan, geflucht, gelernt, gerätselt und gejubelt. Und jetzt ist es geschafft.
Ich habe wunderbare Pinsel, die genau nach meinen Anforderungen hergestellt wurden und ich habe zwei Sorten Papier, die sich mit der Emulsion verbinden und nach dem Trocknen auch wieder glatt werden. Hach.
Klick macht big
Film: PX100
Kamera: Polaroid 2000
Motiv: Leuchtturm Pilsum
Papier: Smooth White
Pinsel: Lift it
… möchte ich Euch doch dieses Schmuckstück der Erlebnis-, Werbe- und Hachvideografie nicht vorenthalten!
Absolut Analog – Fotoworkshop 2010 from Chris Marquardt on Vimeo.
Nachtrag: Mehr Infos zu den Workshops gibt es hier!
John Fera hat ein Video vom “Absolut Analog”-Workshop letztes Wochenende in Braunschweig gemacht.
Prädikat: Besonders wertvoll
Der nächste Workshop startet übrigens im Oktober. Informationen gibt es hier.
Wer schon immer mal wissen wollte, wer diese Tilla eigentlich ist und ob die im echten Leben auch so viel redet wie auf Twitter, der hat bald die Gelegenheit, mal ganz genau hin zu schauen und zu hören.
Zusammen mit Spürsinn findet man mich am 5. und 6. Juni beim Fine Art Forum in Paderborn.
Wir werden viele Filme mitbringen, die man selbstverständlich käuflich erwerben kann, und auch die ein oder andere Überraschung. Man kann uns löchern und ausfragen, etwas lernen und wenn ihr wollt, bringe ich auch zwei, drei Polaroidkameras mit
Sonst noch was? Die “Ich wünsche mir”-Artikel bitte in die Kommentare, Bestellungen zum Abholen bitte per E-Mail direkt an Spürsinn. Danke
Bei den Spürsinnern in Braunschweig gibt es, quasi um die Ecke, einen griechischen Imbiss.
Wenn ich bis dahin “Imbiss” und “griechisch” gehört habe, hatte ich immer das Bild von einem leicht schmuddeligen Ambiente vor Augen. Versteht mich nicht falsch, ich liebe Fastfood, ich stehe auf Gyros, Döner und Co, aber Essen im Stehen hat für mich auch immer etwas mit dem Mangel an Sitzgelegenheiten bzw. der Aversion, meinen Jackenärmel in den Ketchup vom Vorgänger zu legen zu tun.
Und jetzt habe ich einen Lieblingsimbiss in Braunschweig. Klein, aber mit einem wunderbaren Ambiente, einer ganz zauberhaften Besitzerin und einem Tzatziki, der seinesgleichen sucht.
Da ich nicht in Braunschweig residiere, komme ich leider nur sehr selten in den Genuss, die täglich wechselnde Tageskarte von Montag bis Freitag zu genießen, die aufgestellte Tafel zeigt mir dann am Besuchs-Wochenende, was ich verpasst habe. Vielleicht ist das auch gar nicht so schlecht, denn bereits die Standardkarte verursacht bei mir schon diese typischen Entscheidungsschwierigkeiten, unter denen ich regelmäßig leide, wenn ich eine Speisekarte vor die Nase bekomme.
Neben Gyros, Gyros Creme de Cassis, Gyros Metaxa, Gyros überbacken und den diversen Pita findet man auf dieser Karte auch Currywurst (250g), diverse Schnitzelschweinereien, gefüllte Blätterteigtaschen, Salatvariationen, Schafkäseleckereien, Fisch, Nudeln und Hamburger. Das Ganze wird serviert auf feinstem Porzellan und mit echtem Besteck.
Ein paar Eindrücke:
Klick macht big
Also: Falls es Euch in die Gegend verschlägt, esst ein Gyros Metaxa für mich
Location: Bistro Imbiss Kokkino, Salzdahlumer Straße 193a, 38126 Braunschweig
Kamera: Lomo Fisheye 2
Film: Kodak Portra VC 400
P.S. Für die, die an mir zweifeln wollen….. Ja, die Bilder sind mit Blitz entstanden