Zwischenruf # 17 Von Mädchen und Blümchen

Auf Janasworld wird dazu aufgerufen, zu einer Sammlung an Fotoblogs, bzw. Fotografieblogs beizutragen. Grundsätzlich keine neue, aber auch keine schlechte Idee. Als ich den Trackback bei mir entdeckte, stellte ich fest, dass ich an prominenter Stelle als “Quotenfrau” genannt wurde. Aha! Es geht also wieder einmal darum, dass die von Männern betriebenen Blogs zu diesem Thema in jedem noch so x-beliebigen Ranking gelistet werden, die Frauen aber nicht so häufig genannt, verlinkt, bewertet und gepusht werden.

Ich möchte an dieser Stelle nicht ernsthaft hinterfragen, warum es so ist. Mir persönlich ist es zum einen klar, zum anderen egal. ;)
Aber ich finde Linksammlungen zu einem bestimmten Thema immer schon sehr gut, warum also nicht zum Thema Frauen & Fotografie? Super Idee. Dachte ich.

Inzwischen ist die Sammlung auf stolze 85 Links angewachsen und da heute Freitag ist, im Netz nicht viel los und ich ein bisschen Zeit erübrigen kann, habe ich wahllos mal hier mal da geklickt. Und dort. Und immer hektischer. Da. Und da und dort. Jetzt habe ich keine Lust mehr.

Mir begegnen Blümchen, Blüten und taubenetztes Florales, unterbrochen von der ein oder anderen “bis dass der Tod Euch scheidet”-Episode, abfotografiert, wie aus dem Lehrbuch und in den klassischen “Digitalfotografie für Anfänger”-Leerseiten Lehrseiten. Dazwischen Bilder, die ins Familienalbum gehören oder auch gerne auf einen Mutter und Kind Blog – mit Fotografieblogs hat das alles meines Erachtens sehr wenig zu tun. Die Bilder, die ich gefunden haben, gibt es in zigtausenden Varianten allüberall im Netz zu sehen. Nichts Außergewöhnliches, nichts Spannendes, nichts, was mir ein “Uiii” entlocken konnte. Was mir jedoch ohne Zögern über die Lippen ging war ein “Oh je!”

An dieser Stelle entschuldige ich mich schon mal bei all den Frauen, die Hochzeitsfotografie zum Broterwerb betreiben. Auch wenn ich Eure Bilder nicht mag, ich habe großen Respekt vor Eurem Tun, denn das ist ein Knochenjob, den ich im Leben nicht mehr machen möchte. Ihr müsst Euch auf Gedeih und Verderb nach den Vorstellungen Eurer Kunden richten, mit Engelszungen unterwegs sein und ihr müsst abnahmefähige Bilder zaubern können, auch wenn die Braut noch schnell auf der Sonnenbank war und deswegen einen Teint mit sich herumträgt, der Euch und Photoshop bis an die Grenzen herausfordert. Hut ab!

Allen anderen, die die Fotografie aus Lust und als Hobby betreiben sei gesagt:

Es gibt noch so viel zu entdecken! Lasst doch die Blümchen und die süßen Dackelwelpen mal für ein paar Wochen links liegen und fotografiert etwas, dass nicht als Klon von Millionen anderer Bilder gilt. Macht die Augen auf! Überlegt nicht, ob das Motiv von anderen bejubelt wird, überlegt, wie es außergewöhnlich, spannend und hinreißend werden, wie es eine Geschichte erzählen, wie es zu Tränen rühren kann.
Ihr habt Euch ein so tolles Hobby ausgesucht!
Ein Hobby, mit dem man sich Zufriedenheit, Glücksmomente und auch geniale Frustausbrüche schaffen kann. Ihr habt alle Chancen und Möglichkeiten, von Euch verlangt keiner eine Arbeit abzuliefern, die allen anderen gefällt, denn ihr müsst nicht davon abbeißen! Geht los, lernt Eure Kamera kennen, lernt Perspektiven zu finden und schwelgt in Inspirationen! Ihr habt es so gut, verschwendet doch Eure Zeit nicht mit diesem Einheitsbrei! Und wenn es unbedingt Blümchen sein müssen, dann gebt Euch verdammt nochmal mehr Mühe, damit sie aus diesem Einheitsbrei herausstechen! Und jetzt könnt ihr über mich herfallen!

Das musste mal raus.

Amen.

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133 Antworten zu “Zwischenruf # 17 Von Mädchen und Blümchen”

  1. christian Sagt:

    ich bin zwar keine frau, aber hier trotzdem für dich: http://bit.ly/cOPy7B
    :)

  2. Tilla Sagt:

    Haue, ey? ;)

  3. christian Sagt:

    jajajajaja! von dir immer gerne! ;)

  4. Thomas Sagt:

    Ok, dann eben keine Blümchen.
    http://www.flickr.com/photos/75569625@N00/2172019072/

  5. Tilla Sagt:

    Thomas, Du bist doch gar kein Mädchen……

  6. Tweets die So. Ich geh dann schon mal in Deckung, wa? #Frauen #Fotografie erwähnt -- Topsy.com Sagt:

    [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von TillaPe, ka el erwähnt. ka el sagte: RT @TillaPe: So. Ich geh dann schon mal in Deckung, wa? http://bit.ly/cBXYvQ #Frauen #Fotografie [...]

  7. Moondragon Sagt:

    Nicht gerade ein Fotoblog, aber Fotos von einem Mädchen (@aentschie), die nicht (alle) in die Blümchenkategorie fallen: http://aentschie.deviantart.com/gallery/ Nur so als Gegenbeispiel. ;)

  8. Tilla Sagt:

    Moondragon – es geht um Blogs. ;)

    Natürlich gibt es jede Menge Frauen, die gut und anspruchsvoll fotografieren. und die sollten in eine Blogsammlung. Aber viele bloggen eben nicht.

  9. Esther Neumann Sagt:

    *lach* Vielleicht sollte ich auch mal wieder eine Seite ins Netz stellen. Keine Ahnung, ob Dir meine fotografischen Ausflüge gefallen – aber vielleicht gefallen Dir ja ein paar Bilder von mir. Hab derzeit nur meine fc-Seite zum Verlinken:
    http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/459356
    Liebe Grüße von Esther – die leidenschaftlich gern experimentiert :o )))

  10. Tilla Sagt:

    Esther! Du solltest bloggen! ;)

  11. Flo Sagt:

    *whine*whine*
    leb doch selber ein spannendes leben ;)

    Was bist Du denn für ein goldiges Trollchen…. hach, dass ich das noch erleben darf! T.P.

  12. Moondragon Sagt:

    @Tilla: Ich glaub du hättest deinen Appell anders formulieren müssen: Die fotografierenden Mädchen sollten mehr blogen, statt die blogenden Mädchen sollten besser fotografieren. ;)

  13. Tilla Sagt:

    Moondragon – ich fühle mich missverstanden! ;)

  14. frau k. Sagt:

    F.. und keine Frau K. tze.. na gut..
    aber sonst viele altbekannte, wenig neues und wenn dann doch.. nun ja.

  15. muclomo Sagt:

    Nach dem Lesen dieses Beitrags habe ich mir einige Gedanken gemacht (das spricht schon mal für den Beitrag …):
    Ich war vor einigen Wochen in NewYork und bin reichlich unvorbereitet in eine Ausstellung von Marina Abramovic geraten. Nachdem ich über die Künstlerin nicht sehr viel wusste habe ich Google angeworfen und bin über ein Interview in Aspekte gestolpert – Sie wurde (u.a.) gefragt warum in der internationalen Kunstszene so wenige Frauen vorkommen. Ihre Antwort fand ich sehr ehrlich und überzeugend – und irgendwie passend auf deine Beobachtung zu weiblichen Foto-Blogs. Verkürzt zusammengefasst: Frauen wollen gefallen und sind Multitasker – daher sind Spitzenleistungen selten.
    Was ist der Mehrwert eines (Foto)Blogs wenn er von einer Frau gemacht ist ? Was bedeutet eine künstlerische Leistung von einer Frau – von einem Mann – hetero – schwul – lesbisch – oder androgyn – oder …
     

  16. Esther Sagt:

    @muclomo: Beim Multitasking schließe ich mich Marina Abramovic nicht  an, denn ich glaube Frauen wird diese Fähigkeit gern zugesprochen von Männern, die sich diese Fähigkeit absprechen. Warum? Damit Frau Mann weiterhin den Rücken (oder was auch immer) freihält bzw. Familie & Job unter einen Hut bekommt.
    Ihre Aussage zu dem “gefallen wollen” – yep das passt zu meiner Erfahrungswelt. Ist aber auch kein rein frauliches Phänomen.
    Und was die Kunstszene angeht: die hat für mich mehr mit Marktwirtschaft zu tun. Das Produkt sind eben Kunstwerke. Es geht also um Verkauf. Da kommen wir schon zum nächsten Klischee: Männer “können” verkaufen. Frauen eher nicht.
    Das lass ich jetzt mal so stehen. :-)
    @Tilla: Ich denke schon eine ganze Weil darüber nach. ;-) Langsam auf wieder ernsthaft.
     

  17. Tilla Sagt:

    @muclomo & Esther

    Die Feststellung, dass Frauen “gefallen wollen” teile ich auch. Gerade in der Fotografie nehmen sich aber Frauen und Männer anfangs nicht so viel. Nur die Motive sind unterschiedlich. Männer möchten so schnell wie möglich in den Aktbereich, Frauen in den “hübsch”-Bereich. Während sich jedoch dann bei den Männern die Sujets oft auffächern, stagnieren die Frauen (Ich sag das jetzt bewusst ganz schrecklich platt und pauschal, denn Ausnahmen bestätigen die Regel!) Und dann kommt es zu dem Effekt, dass Frauen dabei bleiben, Dinge zu fotografieren, die “lieb” sind. Sie stellen sich plötzlich nicht mehr den Herausforderungen, sondern sind zufrieden in dem Bereich, in dem es Anerkennung gibt. So sind sie auf der sicheren Seite. Männern reicht diese Anerkennung meist nicht aus, ganz im Gegenteil, sie nehmen sie als Triebfeder um schneller, weiter, höher… ihr wisst, worauf ich hinaus will? ;)

    Es ist der Wettkampf, der Männer antreibt, Frauen sind da um so viel gemächlicher. Es sei denn, sie nehmen den Wettkampf mit Männern auf – was meist zum Ergebnis hat, dass sie die “weibliche” Handschrift in ihren Fotos verlieren.

    Das Ding mit dem Multitasking ordne ich übrigens in die Kategorie “Er findet die Butter nicht” ein. Die Sehzellen sind bei Männern anders angeordnet als bei Frauen – und versuch mal, mit einem leichten Tele die Butter so gut und schnell zu finden wie mit einem leichten Weitwinkelobjektiv…..
    Dass Männer dann greinend vor dem Kühlschrank stehen liegt daran, dass Frauen herbeieilen und auf die Butter zeigen. Wenn Männer sich auf ihre Fähigkeiten verlassen und niemand herbeispringt, dann können sie auch Multitasking. Oder eben die Butter finden ;)

  18. frau k. Sagt:

    ja, dem “Frauen wollen gefallen” stimme ich vollzu. Selbst in der Aktfotografie findet man dann plötzlich liebe Bilder mit ganz viel Weichzeichner..
    Es braucht ein paar starke Nerven, wenn man anfängt sich vom Mainstream zu lösen, Bilder versuchen anders aufzubauen, Geschichten erzählen wollen, die vielleicht erst auf den 2. Blick zu sehen sind. Aber ich finde es lohnt sich. Es öffnet die Augen und die Seele. Und natürlich schau ich auch gern bei anderen Fotografen. Wobei da erstaunlich wenig Frauen dabei sind, die ich regelmäßig besuche.
     

  19. claudia Sagt:

    Liebe Fotoapparate und liebe Fotoapparatinnen,
    ach … ich hatte den Link ja neulich auch am Wickel und … war irgendwie nicht so ganz angenehm berührt. Dabei geht es mir weniger um den Inhalt der Fotos in den Fotoblogs. Die habe ich mir (noch) nicht so genau angesehen wie Du. Ich denke, eine nur kleine Varianz in den Motiven kommt auch daher, das heute der Weg oft ist: 1. Blogs lesen und sehen und dann – darüber 2. erst zur Fotografie kommen. Da kommen die Inhalte mit der Entwicklung. Hoffe ich, bin ich sicher. Bei manchen bleibt’s vielleicht auch dabei. Was auch okay ist. Mich langweilen die vielen, vielen Fotografenportale mit halbhübschen, semitalentierten Aktmodellen in nackig mittlerweile auch zu Tode. Da nimmt sich der typische männliche Fotograf eigentlich auch nicht soviel gegenüber dem Tauröschen der weiblichen Kollegin. So’n Gänseblümchen kann ja noch herausfordernd artenbestimmt werden, das fällt bei diesen VHS-Aktnackten und deren Abbildenden schon nicht mehr so schwer.
    Man kann eben nicht jedes Sujet von Anfang an gleich gut abbilden, dazu gehört Entwicklung und Zeit. Ja, vermutlich kann man so manches Blog erst in ein paar Jahren mögen und gut finden. Ist aber auch okay so, irgendwie.
    Unangenehm ist mir eher die Idee der Unterteilung in Männer-Fotografenblogs und Frauen-Fotografinnenblogs. Damit kann ich nichts anfangen. Ich verstehe natürlich, dass Frauen sich Dingen und Sujets anders nähern. Auch der Technik. Aber ich mag nicht Bestandteil dieser, bloggen Frauen anders als Männer oder warum sind Frauen in den Blogcharts nicht so weit vorne vertreten und warum sind männliche Trolle auf Frauenblogs viel mehr scheiße als sie auf Männerblogs schon scheiße sind-Diskussion sein. Es ist so gestern. Ich will das nicht mehr, es ist nicht meine Idee und Form der Emanzipation mir über mein Geschlecht eine Distanz zu denen, die das gleiche tun oder tun wollen wie ich, definieren zu lassen.

  20. Herr K. Sagt:

    Ich glaube, eine Mehrheit von Männlein und Weiblein geben sich da nicht viel; beide wollen Anerkennung. Das Zauberwort scheint mir hier mal wieder “Sozialisation” zu sein:
    Es braucht nicht mal ne halbe Stunde Recherche auf fotocommunity, Model-Kartei und Konsorten, um zu dem Schluss zu kommen, dass es unter Männern en vogue ist, tolle Equipmentlisten zu führen, das amtliche Equipment anbieten zu können, die Technik vollkommen im Griff zu haben, und Seitenhiebe auf den zum eigenen Equipment jeweils konkurrierenden großen japanischen Kamerahersteller (der exakt die gleiche Technik anbietet) zu verteilen. Neue Perspektiven und Inspiration kommen dabei nur recht selten raus; zigtausend gleichsam perfekte Shootings mit amtlichem Equipment, deren Ergebnise alle erschreckend gleich aussehen, sprechen eine deutliche Sprache.
    Was ist da groß anders daran als das (zugegebenermaßen eher bei Fotografinnen vorherrschende) Bestreben, daß das Dackel- oder Blagenshooting als achwiesüüüüüüüß und die Hochzeitsbilder als oooooohwieromantisch empfunden werden? ;-)
    Beides ist nunmal das, was online vorgelebt wird. Leute die eigene Wege gehen haben es traditionell schwer, inbsesondere in Listen und Rankings…

  21. Esther Sagt:

    @Tilla: Der Kühlschrankvergleich gefällt mir! Ergo: Männer könnten Kühlschrank aufmachen und ein oder zwei Schritte zurücktreten. Dann finden sie die Butter ganz alleine. ;-)
    Und was “könnten” Frauen machen um die Butter mal nicht sofort zu finden? In den Kühlschrank klettern? *lach* ;)

  22. Esther Sagt:

    @HerrK: Ich habe mich gerade eben ganz bewusst entschieden die “Sozialisation” nicht zu erwähnen. Umso mehr freut es mich, dass es jemand anderes tut. *gg*
    Ich glaube “wir” sind einfach zu geprägt von der Ansicht neodarwinistischer Anhänger. Aber das nur ein Aspekt. Vielleicht aber kein unwichtiger.
    Und was Aktfotografie angeht: es gibt wenig was mich anspricht. Die Werke von Tilla und auch Michael Trout zeigen mir: es gibt auch Ansichten, die mir gefallen.
     
     

  23. Tetti Sagt:

    Ich kann Deinen Zwischenruf sehr gut nachvollziehen.

    Ich frage mich, ob Du den Fotografinnen nicht genau das absprichst, was Du selber machst. Nämlich das zu fotografieren, was man selber für den Nabel der Welt hält.

    Wenn die Mehrzahl der Angesprochenen das täten, was Du machst, wäre es doch erneut Einheitsbrei.

  24. Tilla Sagt:

    Es geht nicht darum, dass jemand macht, was ich mache. Es geht auch
    nicht darum, den 1millionsten Marienkäfer zu knipsen, weil Marienkäfer
    immer so schön bejubelt werden.
    Es geht um den Mut zum eigenen Stil, zur Handschrift ….
    Um es hart zu sagen – es geht um den Unterschied zwischen Malen nach
    Zahlen und der eigenen Pinselschwingerei ;)
    Malen nach Zahlen kann jeder und die Reaktionen sind berechenbar.
    Den Pinsel selbst mit eigenen Ideen schwingen, das ist Kreativität – und die Reaktionen darauf sehr unberechenbar….

  25. Tetti Sagt:

    @Tilla: Ich meinte auch nicht, dass sie Deine Ergebnisse “nachmachen” sollen, sondern deine Denkweise.
     

  26. Esther Sagt:

    @Tetti: Was denkst Du denn was Tilla denken könnte bzw. was ihre Denkweise ist?
    Eine “Handschrift” zu entwickeln bedeutet für mich eigene Wege zu suchen. Lehrmaterial und Sichtweisen/Herangehensweisen anderer zu studieren, ggf. auszuprobieren – um sie dann für sich selbst anzupassen und/oder zu verwerfen. Immer und immer wieder.

  27. Tetti Sagt:

    @Ester: Tilla hat für mich ihre Denkweise sehr gut in dem Zwischenruf kund getan, und Du liegt vermutlich auf gleicher Wellenlänge. Und ich sehe das nicht viel anders. Ich verstehe nur nicht, warum dabei keine Blümchenfotos entstehen können. Möglicherweise sind die Angesprochenen davon überzeugt, dass sie ganz individuelle Werke geschaffen haben.
    Was machst Du, wenn Dir jemand sagt, dass Dein Werk ihm sehr zusagt? Weglaufen, das Werk vernichten und etwas  anderes ausprobieren.  Ich kann mir nicht vorstellen, dass einem persönlich ein Werk erst als dann gelungen zusagt, wenn jeder Befragte/Betrachter es ablehnt. Nur so wäre man sicher, nicht in den Beigeschmack des Einheitsbrei zu kommen.

  28. Esther Sagt:

    @Tetti: Also für mich geht es bei dem Beitrag von Tilla  nicht um das Sujet selbst. Das Motiv Blümchen war ggf. mehr ein Auslöser – weil eben oft fotografiert und präsentiert.
    Natürlich können Blümchenbilder was ganz, ganz tolles sein. Doch wenn ich das x-te Bild von welchem Sujet auch immer sehe, das ich so (vom Stil her) schon mal in einem Lehrbuch, einem Museum oder ähnliches gesehen habe – frage ich mich schon nach den Gründen.
    Sicher erfreuen mich auch Blümchen. Doch die Freude weicht einer Bitterkeit. Einer Traurigkeit über eine Gleichförmigkeit, die ich aus der lebendigen Natur her nicht kenne.
    Oder anders ausgedrückt: Ich fotografiere ein Blümchen und jemand sagt mir: Hey ich habe Deinen Stil sofort erkannt – dann habe ich wohl so was wie eine persönliche Handschrift entwickelt. Unabhängig davon, ob dem Betrachter meine Art die Dinge zu sehen und umsetzen gefällt oder nicht.

  29. Tilla Sagt:

    @Tetti
    Nein. Denn ich zweifel an mir. Ich entwickele mich weiter. Wenn ich Bilder mache, die ich gut finde, dann freue ich mir ein Bein ab. Wenn andere sie gut finden, freut mich das natürlich auch, es streichelt meine Künstlerseele. Sollte ich jedoch feststellen, dass ich am status quo Gefallen finde, dann höre ich auf zu fotografieren.

  30. Tilla Sagt:

    Esther – Tetti hat mich schon verstanden, ich weiss, dass es ihm an dieser Stelle um etwas Anderes geht. Und ich finde es gut, dass er ein bisschen Gegenwind macht, denn in einer gleichförmigen Flaute kommen wir ja alle nicht weiter. ;)

  31. Esther Sagt:

    Danke Tilla. Ich hatte nur nicht verstanden um was es ihm geht und das macht(e) mich neugierig. So ganz habe ich es immer noch nicht verstanden. Gedankenfutter! ;)

  32. Tetti Sagt:

    @Esther: Was ich will? Zum Ausdruck bringen, dass mir die Publikumsbeschimpfung aus diesem Hause hier zu platt ist, auch wenn ich Tillas Meinung verstehe und teile.  Und ich möchte zu denken geben, dass die oben von Dir (um 22.07 Uhr) beschrieben Dinge auch für die Blümchenfotographen (sie müssen jetzt den Kopf für die von Tilla “beschimpften” herhalten) gelten können.  Es ist immer eine Frage des persönlichen Hintergrundes mit seiner Geschichte, die wir gerne und zu leicht vergessen.
    Vielfalt ist gut, aber wem hilft es, andere dazu zu verdonnern?

  33. 101 deutsche Fotografinnen-Blogs – ein Fazit | Janasworld Sagt:

    [...] von wahrscheinlich vielen Gründen habe ich in dieser Diskussion gefunden. Das frau dann Angst vor Kritik hat, kann ich verstehen. Doch es gab auch noch andere Artikel, wie z.B. vom Thorsten, dessen [...]

  34. Esther Sagt:

    Danke Tetti. Glaube Dein Anliegen nun etwas besser zu verstehen.

    Ich interpretiere Tillas Worte anders als Du, Tetti. Für mich “hört” es sich mehr an wie Erinnerung, wie Gefühlsäußerung, wie Frustablassen.
    Ihre Worte könn(t)en als Beschimpfung aufgefasst/interpretiert werden. Doch hier ist Tilla zu Hause. Wo wenn nicht hier ist Platz für Tilla?

    Lob und Anerkennung tun gut. Doch welchen Preis ist man bereit dafür zu bezahlen?
    Eine kurze Geschichte dazu: Eine entfernte Bekannte von mir fotografierte einige Jahre lang – oft auch Blümchen. Sie bearbeitete Ihre Bilder technisch hervorragend, arbeitet auch beruflich mit PS. Zu Beginn experimentierte sie. Dann lies sie es sein. Inzwischen scheint sie die Fotografie ganz aufgegeben zu haben.
    Ich fragte sie: “Warum hast Du aufgehört Deinen Weg zu gehen? Warum experimentierst Du nicht mehr? Deine Bilder werden sich immer ähnlicher. Das finde ich so schade. Für Dich. Für die Betrachter.”
    Sie antwortete: “Ich bekam weniger (kaum) Kommentare. Einige beschimpften mich sogar. Es ist ein Hobby und es soll mir Spaß machen. Daher gebe ich den Leuten was sie wollen, damit ich bekomme, was ich will: Anerkennung und keine Beschimpfungen.”
    Ich konnte sie so gut verstehen. Sie war einer der vielen Stupser, die mir den Mut gaben meinen eigenen Weg zu gehen. Mal mit, mal gegen den Strom zu schwimmen … sich manchmal auch nur treiben zu lassen. Es gibt genug Bereiche im Leben, wo das Rezitieren von Massenmeinungen erwartet wird. Genug Anpassungsdruck. Genug Vorgaben, wie “man” etwas zu machen hat damit es “gut” ist.
    Menschen, die ihren Weg suchen und gehen (emp-)finde ich oft interessanter/ inspirierender. Nicht weil sie “besser als..” sind. Sondern weil sie seltener trifft als die Masse. Das ist alles.

  35. Tilla Sagt:

    Tja, Ihr Lieben,

    der Artikel war tatsächlich eher als Aufrütteln gedacht, weniger als Beschimpfung. Wie ihr an dem Pingback sehen könnt, ist er an- und promt in den falschen Hals gekommen.
    Wie Esther richtig erkannt hat und wie ich Tetti schon per Mail mitteilte, nutze ich meinen Blog auch, um mir meinen Frust von der Seele zu schreiben. Das lasse ich mir nicht nehmen und ich sehe auch nicht ein, dass ich wohlüberlegt und mit Wattebäuschchen garniert meinem Unmut Luft machen muss, nur um einer Gruppe von Menschen nicht auf die Füße zu treten.

    Der Unterschied zwischen Frauen und Männern liegt meines Erachtens auch im Umgang mit Kritik.
    Wenn ich einem Mann sage “Ich finde Dein Bild nicht gelungen weil die Schwärzen absaufen, der Bildschnitt misslungen ist und keine Diagonalen zur Bildgestaltung beitragen” dann kann er sich trefflich mit mir darüber streiten, nimmt die Kritik aber als Bildkritik und nicht als Kritik an seinem kompletten Schaffen und Sein. Eine Frau fühlt sich sofort persönlich angegriffen, zieht sich entweder in ihr Schneckenhaus zurück oder ignoriert alle Punkte, denn man will ihr ja eh nur Böses…..

    Ich für meinen Teil kann nur hoffen, dass unter den 100 Blogs, die von fotografierenden Frauen (ich wehre mich gegen die Bezeichnung “Fotografinnenblogs) betrieben werden, eine dabei ist, die etwas über mein Geschriebenes nachdenkt, bevor sie eine Schippe und von dannen zieht.

  36. Tetti Sagt:

    Habe ich das jetzt richtig verstanden, dass Männer sachliche Bildkritik benötigen/bevorzugen, Frauen hingegen mehr die als von mir als Beschimpfung empfundene emotionale Ansprache?
     

  37. Tilla Sagt:

    Nein, das hast Du jetzt komplett falsch verstanden!
    Die Bildkritik ist sachlich, ich erfahre aber, je nach Geschlecht die geschilderten unterschiedlichen Reaktionen. Das lässt mich aufmerksam werden und führt mich zu diesem Schluss.
    Mal ganz abgesehen davon, dass ich ein solches Verhalten durchaus auch von mir kenne – ich schnappe auch schnell ein und fühle mich persönlich angegriffen.
    Allerdings versuche ich dann mit Kommunikation die Angelegenheit zu klären.

  38. Melli Sagt:

    Hallo Tilla, im Grunde sprichst Du mir aus der Seele.
     
    Ich knipste bisher “taubenetztes Florales” und Blümchen ganz gern. Habe mich aber jedes einzelne Mal gefragt, ob es das ist, was ich will. Da kam ich zur nächsten Frage. Was will ich überhaupt? Für wen knipse ich? Klar, für mich. Aber warum stelle ich dann Bilder ins Internet? Und warum auch nur auf meinen Miniblog? Warum stelle ich meine Bilder nicht in eine Plattform, in der ich bombardiert werde mit Kritik? Habe ich Angst vor Kritik? Nein, eigentlich nicht. Eigentlich MÖCHTE ich Kritik, aber ich glaube, dass mich zwar 1000 Leute kritisieren könnten, ich im Endeffekt aber doch nicht ganz so daraus lerne, wie es vielleicht sein sollte. Außerdem gibt es viel zu viele “Kings”, die alles besser können als der Rest, die ein Bild nicht sachlich kritisieren, mir also NICHT sagen, was ich hätte besser machen können, sondern von vornherein sagen “Ab in die Tonne”. Das würde mich mit der Zeit wohl demotivieren. Aber das glaube ich nur, ich weiß es nicht. Habe mich ja noch nie richtiger Kritik gestellt. “Oh wie schön” höre ich oft, aber so richtig beeindrucken können meine Knips-Bilder nicht, dessen bin ich mir durchaus bewusst. Will ich das überhaupt? Darüber bin ich mir auch (noch) nicht im Klaren.
     
    Ich merke aber immer wieder, dass mir die Bilder von mir am meisten gefallen, zu denen ich kaum ein Feedback bekomme. Frage mich immer, warum das so ist.
     
    Aus diesem Grund nehme ich mir Dein Geschriebenes hier tatsächlich zu Herzen. Denn ich bin einfach immer noch und immer wieder und wahrscheinlich mein Leben lang am Lernen und vor allen Dingen bin ich noch ganz am Anfang und ja verdammt, ich möchte mich verbessern und ich möchte eigentlich keinen Einheitsbrei (mehr) verzapfen.
     
    Dennoch.. Einheitsbrei á la Blumen und Dackelwelpen schaue ich mir immer wieder gerne an. Aber so richtig staunen und mit offenem Mund vor dem Bildschirm sitzen.. das passiert bei den außergewöhnlichen Fotos dieser Welt.
     
    Hmmh, was will ich eigentlich mit diesem Kommentar sagen? Siehste? Wenn ich DAS nicht mal weiß, wie soll ich dann wissen, was ich mit meinen Bildern erreichen möchte? Man (ich) wird mit der Zeit auch einfach faul. Wenn es meiner Familie und meiner Umgebung so gefällt, was ich knipse (fast ausnahmslos alle ohne irgendein fotografisches Interesse oder irgendwelche Kenntnisse), dann ist das irgendwie Balsam auf meiner Seele ;) Auch hier merke ich, dass die Fotos von mir, die ich mal wirklich GUT finde (das sage ich extrem selten), nicht so einen Anklang finden, wie die Fotos, die den Geschmack der “breiten Masse” abdecken. Warum ist das so?

  39. Tilla Sagt:

    Melli – you made my day! :)

    Warum Bilder, die Du persönlich gut findest, von der breiten Masse nicht so bemerkt werden…. darüber könnte ich einen ganzen Blogeintrag mit meinen Vermutungen füllen. Mache ich wahrscheinlich auch noch.

  40. Tetti Sagt:

    Du siehst mich etwas betroffen. Welchen Schluss meinst Du?
     
    Mit wem nimmst Du eher Kontakt auf?
    a.) Mit dem, der sachliche Kritik übt,
    b.)oder “Wat is dat für ein Schrott, die Frau will sich nur einschleimen?”
     
     

  41. Esther Sagt:

    Ich stand auch ein oder zweimal davor das Fotografieren aufzugeben. Konnte mit Trollen (die gern Beleidigungen als sachliche Kritik bemänteln) nicht gut umgehen, ebenso wie mit Kritik – die mir zu “objektiv” (Abhandlungen aus Lehrbüchern) war.
    Und dann sind da noch die vielen kleinen Erlebnisse während meinen Fototouren. In ländlichen Bereichen “mutiere” ich zur Reporterin. Warum sollte Frau sonst mit eine (D)SLR herumlaufen? Werde gefragt, ob ich denn die technischen Hintergründe verstehe. Ob ich von einer Behörde käme. Ob ich wüsste, dass es für doch keine Filme mehr gibt für meine Isolette. Ob ich denn meinen Blitz vergessen hätte oder nicht wüsste, dass ich ein Stativ brauche … ach ja.
    Und dann frage ich mich: Hat das wirklich nur damit zu tun, dass ich eine Frau bin?

  42. Esther Sagt:

    @Melli, Tilla: *nick* Kaum Feedback auf Bilder, die mir wirklich gefallen. Das kenne ich auch gut.
    Auf diesen Eintrag von Dir Tilla bin ich sehr gespannt.

  43. Tetti Sagt:

    @Melli:  Auch hier merke ich, dass die Fotos von mir, die ich mal wirklich GUT finde (das sage ich extrem selten), nicht so einen Anklang finden, wie die Fotos, die den Geschmack der “breiten Masse” abdecken. Warum ist das so?

    Aus eigener Erfahrung kann ich einen Grund nennen, warum du bei einem  deiner sehr  GUTEN (Eigenempfindung) Foto keine Reaktion bekommst. Dem Betrachter fehlt einfach dein Wissen und die Emotionen, die Du ganz persönlich mit dem speziellen Foto verbindest.  Ich glaube einfach, dass man mit einem Foto in erster Linie beim Betrachter Erinnerungen abruft. Das gelingt einmal mehr und einmal weniger.

  44. Melli Sagt:

    @Tilla: Auf diesen Beitrag von Dir freue ich mich auch schon mal sehr. 
    @Tetti: Stimmt, woher sollen die anderen wissen, was ich jetzt an diesem Foto so besonders finde? Sollte man also immer dazu schreiben, was einen dazu bewegt hat, genau dieses Bild genau so zu schießen?

  45. Tilla Sagt:

    @Tetti
    Nochmal aufgeschlüsselt.
    Wenn ich sachliche Kritik äußere (meist geschieht das in Form von “Zieh die Kontraste nochmal an und schau, was passiert” o.Ä.) dann erfahre ich von Männern und Frauen unterschiedliche Reaktionen.
    Viele (nicht alle) Männer, die der Meinung sind, meine Kritik sei nicht angebracht, beziehen die Kritik dennoch auf ihr Bild und nicht auf sich persönlich. Viele Frauen (nicht alle), die meinen, meine Kritik sei nicht angebracht, nehmen meine Worte sehr persönlich und beziehen sie auf ihr komplettes Sein und Tun.
    Diese Erfahrungen bringen mich dazu, Unterschiede in den Reaktionen geschlechtsspezifisch einzuordnen.

    Was Kritik in meine Richtung anghet, so stelle ich fest, dass ich oft versucht bin, weiblich zu reagieren. Letztendlich bringt es mich aber ja nicht weiter, mich schmollend in eine Ecke zu verziehen ;) Also springe ich über meinen Schatten und versuche, die Kritik einzig auf das Bild zu beziehen und daraus eine Kommunikation zu stricken. Ob da nun sachliche Kritik oder emotionale Begründungen dahinter liegen, ist eigentlich zweitrangig.

    Nein, das stimmt so nicht. Ich springe eher auf emotionale Kritik an. Wenn jemand sagt, das ihn ein Bild z.B. abstößt, dann finde ich das sehr viel spannender als wenn jemand meint, meine Tonwerte bedürfen einer Korrektur. ;)

  46. Tetti Sagt:

    @Melli: Die Beschreibung aus der Feder des Fotografen mag sicherlich spannend sein, aber für den ersten Eindruck empfinde ich sie eher als hinderlich.  Wenn Du ein Parfüm zum ersten mal riechst, möchtest Du dazu die Erklärung des Herstellers haben?

  47. Tetti Sagt:

    @Tilla: Ich gebe auf. Wir sind nicht schärfeverlaufkompatibel, der AF sitzt immer an einer anderen Stelle.

  48. Tilla Sagt:

    Ha, Tetti, das könnte es natürlich sein ;) Ich nutze nie einen AF!

  49. Melli Sagt:

    Tetti, natürlich nicht. Ich lese Beschreibungen zu egal was für Dingen grundsätzlich erst mal nicht. 

  50. Esther Sagt:

    Das ist wirklich sehr, sehr spannend hier. Hoffe ich schreib Dir nicht zuviel  - Tilla. ;)
    Auf was für eine Art von Feedback springe ich besonders emotional an? *nachdenk* Bisher kann ich nur sagen: Auf Worte die mich wütend machen. Auf das Gefühl mich mehr vom Lernen abhalten zu “wollen” (ob das wirklich gewollt wurde ist dabei für mein Gefühl nicht relevant) als mir neue (mögliche) Wege zu eröffnen. Dann frage ich meistens nach … leider häufig mit dem Ergebnis hinterher genauso schlau zu sein, wie vor meiner Frage.
    Aber es gibt auch andere Erfahrungen. Das werden denn oft Menschen, deren Kritik ich sehr zu schätzen lerne und nicht missen möchte.

  51. ancats Sagt:

    nun, ich hoffe, ich darf auch meinen senf dazugeben. mir ist der “fotografinnen – such-blog”  auch aufgefallen, zuerst dachte ich “cool” … bei betrachten diverser blogs kam auch bei mir nüchterne erkenntnis auf die vorfreudige erwartung.. es handelt sich ja meist nicht um “profis” oder überaus übertalentierte hobbyfotografen handelt, die die welt verändern könnten, sondern eher schlicht um leute, die einen augleich zum sonstigen leben suchen – fernab vom beruflichen stress, dem familienmanagen, vielleicht dem langweiligen dasein zum trotz… usw – und den eben in der fotografie finden. solange es ihnen spaß macht – und sie nicht jedem ihre werke aufs auge als etwas besonderes  aufdrücken wollen, ist das ja ok.  ich zähle mich im übrigen ebenso zu diesen autodidaktischen knipserInnen, die von zeit zu zeit von einer welt in eine andere flüchten – ob jetzt jemand was damit anfangen kann? fraglich, grundsätzlich – aber ich hab schon nette bekanntschaften auf dem weg von einer zur anderen welt getroffen…. im übrigen finde ich so private blogs mit kleinen bilderischen elementen untermalt ganz fein zum durchstöbern, viel besser jedenfalls, als so manche seiten von “profis” oder eben menschen, die ihre brötchen damit verdienen müssen, wo die leidenschaft ev schon flöten gegangen ist, weil man ja für die masse produziert, und die eigene komposition hinten anstellen muss… und so hab ich heute wieder auf eines berufsfotografens seite einen kommentar lesen müssen, der mich zum schmunzeln brachte : foto: frauenakt in einer abrisswürdigen fabrik: kommentar: “super idee” … ja klar, sowas gabs noch nie, und rechtfertigt über 200 kommentare mit ähnlichem inhalt wie: “wow” … aber ich schweife ab… sorry…aber was ich eigentlich sagen wollte… im “total anders” ist halt nicht jeder zu hause… und das ist auch gut so…bleibt mehr platz für die individualisten… man muss die arbeiten anderer ja auch nicht mögen, aber die arbeit, motivation dahinter respektieren. ich gehöre halt auch oft zu den wegguckern und nicht zu den hinguckern, und das auf jeder seite. so, ich hoff das war jetzt nicht zu verwirrend… ;)

  52. Tilla Sagt:

    Hallo ancats, willkommen. Klar darfst Du auch Deinen Senf dazu geben :)
    Ich habe eigentlich nichts gegen solche, die zum Ausgleich hier und da ein bisschen knipsen gehen. Ganz im Gegenteil. Je länger diese Diskussion hier geht, desto mehr glaube ich, dass mich das nicht eingehaltene Versprechen “Fotografinnenblogs” am meisten ärgert.
    Ein Fotograf oder eine Fotografin sind für mich Menschen, die mit Leidenschaft, Eifer, Engagement, Lernbegierde und Frust, Rückschlägen, Verzweiflung und der Sucht nach dem guten Bild durchs Leben gehen. Diese Menschen, von denen ich einige persönlich kenne und schätze, auch wenn ich ihre Bilder vielleicht nicht zu meinen Lieblingsbildern zähle, ihr Tun und ihre Mühen und Bestrebungen werden abgewertet.
    Damit werte ich nicht das Tun derjenigen ab, die sich über ihren gelungenen Marienkäfer freuen. Ich ordne es nur anders ein. Ich ordne übrigens auch die Bilder von Nackerten in Abrisshäusern anders ein ;)
    Aber das ist meine Sicht der Dinge, die muss nicht jeder verstehen und auch nicht jeder akzeptieren.

    Ich will nicht, dass jeder “total anders” fotografiert. Ich möchte nur denjenigen Mut zusprechen, die in ihrem Tun mehr sehen als Geknipse. Jetzt wird mir allerdings unterstellt, meine Formulierungen und meine Sicht der Dinge wären Schuld daran, dass fotografierende Frauen Angst vor Kritik haben. Aha. Dass damit den Frauen Rückrat, Mut und Selbstbewusstsein abgesprochen wird, sie wieder in den Sog der Gleichmacherei gezogen werden, ist dabei irrelevant. Na prima. Das ist genau das, was Frauen brauchen, die sich an Technik trauen….

    Nachtrag: Ancats, ich meine nicht, dass Du mir unterstellst, ein “böses Mädchen” zu sein. Nur nochmal extra eingeworfen im Sinne des Verständnisses :)

  53. Michael K. Trout Sagt:

    Eigentlich wollte ich zu dieser Diskussion schweigen, aber jetzt kommt doch noch mein Senf dazu.
    Gerade der letzte Kommentar von ancats läßt mich anspringen.
    Geht es nicht häufig darum, in der Masse das Kompatible darzustellen, um im Mainstream zu bleiben?
    Wer die aktuelle Fotoszene ansieht, wird eine große Anzahl Fotografen (Hobby, Ambitioniert, Semi-Profis und Profis) finden, die sich das Quersehen (abgeleitet vom Querdenken) leisten. Wenn ich überlege, welchen großen Beitrag die Lomografie geleistet hat, möchte ich fast vermuten, daß genau oin diesen anderen Sichtweisen ein entscheidender Dreh- und Angelpunkt im ganzen Fotosektor zu finden ist. Das könnte um Lochkamera, Edeldruckverfahren und so weiter fortgesetzt werden und wäre doch nicht allumfassend. Auf all diesen Ranking-(Quoten-)Blogs wird man jedoch von diesen feinen Sachen nichts finden, weil es nicht Mainstream ist.
    Nun zurück zum Thema Frau und Foto-Blog. Es ist eine schamlose Unterstellung, daß mit der großen Gießkanne das Urteil ausgeschüttet wird, daß Frauen in der Fotografie die Minderheit und zudem noch unterrepräsentiert sind. Aussagen wie diese zeugen nur von nicht vorhandenem Sach- und Fachverstand. Es mag sein, daß in der Mainstream-Bloggerei die “Männer-Fotoblogs” einen größeren Zulauf haben. Aber dies hat sicher seinen Grund in der Technikverliebtheit der Männer. Wenn ich auf meinem Blog ein technisches Thema anschneide, dann rappelt es Zugriffszahlen und es sind auch stets Männer, die mir nachweisen wollen, daß ich falsch liege. Übrigens sind es auch immer Männer, die in diesen Diskussionen schmollend von Dannen ziehen und mir Ignoranz unterstellen, weil sie auf irgend einem Vorzeige-Blog eine andere Information gefunden haben, die exakt das Gegenteil von dem behauptet, was z.B. in der Fachliteratur zu finden ist.
    Eine Frau würde in diese Falle niemals hineintappen. Entweder sie empfindet das Suchen in Krümeln als lästig oder sie informiert sich vorher gründlich. So weit zu Fachthemen.
    Auf der emotionalen Ebene sind Frauen wesentlich empfindsamer. Viele Blogs “arbeiten” mit Emotionalität. Wenn ich z.B. gelegentlich auf einen viel gelesenen Fotoblog schaue, rollen sich mir die Fußnägel auf. Da wird nur mit Emotionalität gearbeitet (der Betreiber ist männlich) und Dümmlichkeiten werden mit offenen Fragen untermauert. Dort fühlen sich Frauen so wohl, daß sie einen Großteil der Kommentare abgeben. Über Qualität muß man nicht streiten, weil der Blogbetreiber auch nichts besseres als Geschwafel abliefert.
    Was lernen wir daraus? Nichts!
    Es geht nur um Ranking und letztendlich um das eigene Geltungsbedürfnis.
    Wertvoll sind die kleinen Blüten am Wegesrand, wo man feine, schöne, außergewöhnliche Dinge findet. Wir reden von Bildern und nicht von Blümchen-, Baby- oder Kuscheltierabbildungen. Da geht mir das Herz auf und ich weigere mich nachzuforschen, ob Mann, Frau oder Homunculus das Bild gemacht hat.

  54. claudia Sagt:

    Da geht mir das Herz auf und ich weigere mich nachzuforschen, ob Mann, Frau oder Homunculus das Bild gemacht hat.

    Genauso ist es. Talent ist in der Fotografie von Relevanz. Das Geschlecht des Fotografen ist herzlich unrelevant.

  55. ancats Sagt:

    also grundsätzlich unsterstelle ich niemanden böse absichten ;)
    und liebe tilla, ich kann auch deine enttäsuchung des versprechens “fotografInnenblog” nachvollziehen, denn ähnlich war es auch bei mir… aber – jemand der sich mit dem thema fotografie beschäftigt und sich nicht irgendwann weiterentwickelt, sagen wir mehr interesse für technik, experimente und die eigene handschrift interessiert – und zwar von sich aus(!), wird es vermutlich auch nicht merken, was man meint, wenn man ihn sprichwörtlich mit der nase drauf stupst…. irgendwann sollte das feeling von selber kommen .. wie schon erwähnt, die meisten, die damit zufrieden sind hin und wieder alltagsfotos von schlafenden babies und kuscheltieren zu knipsen, werden bei so einem vorschlag oder auch kritik beleidigt einen schritt zurückgehn… weil sie sich gar nicht bewusst sind, was möglich wäre oder was man meint – für sie heißt das schlicht, es gefällt einen nicht was man da sieht…maybe
    im übrigen glaub ich auch nicht dass man tun/handeln/verständnis  von mann und frau generell pauschalisieren kann – wie man mit kritik umgeht liegt halt auch ein wenig an der persönlichkeit, stärke, mut, schwächen charakter… die sind ja zum glück bei männlein wie weiblein bunt gemixt..
    herr michael – genau das meinte ich auch – die masse HIER, nämlich (foto)bloggerInnen, wollen ja die masse ansprechen – mal ehrlich … wenn ich ein schlafendes baby am schnuller saugend fotografiere, auf meinen blog stelle, dann erwarte ich (also nicht ICH persönlich) mir in der regel, nette süße kommentare… und keine anmerkungen über blendeneinstellung oder ähnliches ;) außer ich mach so ein foto mit einer alten cam wie der pentacon , dann geh ich davon aus, dass der/die verfasserIn sich mehr als knipsgedanken gemacht hat… aber wir reden hier glaub ich grundsätzlch über blogs… wo es halt mehr ums schreiben geht mit ein paar fotos zum drüberstreuen… und nicht um fotoblogs, wie es mir in den sinn gekommen ist, beim wort “fotografInnenblog”… :)
    ps: und ja, wenn man kritik äußert, kann man sie oft gar nicht so vorsichtig äußern dass sie nicht doch irgendwie missverstanden wird … ist halt so

  56. Tilla Sagt:

    Ach weißt Du, ancat, ich habe soeben für mich beschlossen, dass ich keine Rücksicht mehr darauf nehmen muss, wie ich meine Kritik “verpacke”.
    Wer mich kennt und wer in der Lage ist, zu verstehen, was ich schreibe, der ist willkommen, seinen Senf dazu zu geben.
    Wer mich nicht versteht und nachfragt, ebenso.
    Wer ein bisschen herumtrollen will, darf das auch, so lange es nicht überhand nimmt.
    Mir ist es herzlich schnuppe, was die Masse von mir denkt. Ich gebe zu, es hat mich ein bisschen Zeit gekostet, denn ich habe selbstverständlich erst einmal das Rumpelstilzchen gemacht und mich ein bisschen aufgeregt über das ein oder andere, letztendlich habe ich aber begriffen, dass es bei diesem “Fotografinnenblog-Gesammel” nur um Klicks geht. Mehr steckt nicht dahinter. Und da ich keine Werbung auf meinem Blog habe, interessieren mich Klicks nicht wirklich.

    Männer und Frauen sind unterschiedlich. das sieht man schon daran, dass sie ausgezogen und nebeneinander gestellt einfach unterschiedlich aussehen. ;)
    Warum sollte es im Innenleben anders sein? Natürlich darf man nicht pauschal an eine solche Sache herangehen, aber manchmal erleichtert es ungemein eine Darstellung.

  57. ancats Sagt:

    da bin ich deiner meinung – gerade heraus sagen/schreiben was man denkt … wer direktheit nicht verträgt, ist selber schuld…  ich hab’s ja auch nicht bös gemeint – hoff es ist nicht so rübergekommen….
    und ja, dies fotografinnendings hörte sich vorerst nur besser an… aber widmen wir uns wieder interessanteren dingen…
    so long, schönen abend!

  58. Krawallschachtel « illuminateblog Sagt:

    [...] Ein Aufschrei geht durch die Blogosphäre – Sie hat es schon wieder getan. Den Mund aufgemacht, für Ihre Überzeugung eingestanden, Kritik geäußert. Nachdem in hier ja öfter mal nach dem Wort “lernresistent” gesucht wird : Tilla kann´s halt nicht lassen [...]

  59. Blümchen-Fotograf Sagt:

    Ihr Nackte-Popo-Fotografierenden-Analog-Fuzzies geht nicht immer so auf die armen Blümchen los, die haben euch nichts getan.
    Und wenn ihr uns Blümchenfotografen in noch so viele Schubladen steckt, wir haben Spass!
     

  60. Tilla Sagt:

    Soll ich Dir mal was sagen Zoomyboy? Ich habe auf Dich gewartet! Sei froh, dass Du kein Mädchen bist :)

  61. aebby Sagt:

    Hallo zusammen, spannende Diskussion, da möchte ich auch noch etwas dazugeben.

    Zuerst etwas Grundsätzliches: Menschen suchen Identität, eine wichtige Quelle der Identität sind Rückmeldungen von anderen Menschen. Wie die Rückmeldungen aussehen ist von sekundärer Bedeutung. Voraussetzung hierfür sind Kontaktaufnahme, Kommunikation und ggf. gemeinsame Aktivitäten mit anderen Menschen. Das ist der Grund warum Menschen Gruppen (reale oder virtuelle)  suchen. In meiner beruflichen Praxis fallen mir immer wieder zwei Muster auf wie sich Menschen in Gruppen verhalten …

    Muster 1: Kooperation, ausgleichende Kommunikation, netzwerkartig.

    Muster 2: Konkurrenz, Hierarchie, Loyalität.

    Männer und Frauen nutzen diese Muster mit unterschiedlicher Häufigkeit. Muster 2 wird hierbei häufiger von Männern verwendet – in extremen Ausprägungen von Muster 2 sind Männer deutlich in der Überzahl (z.B. katholische Kirche, Militär) Der öffentliche Teil unserer Gesellschaft funktioniert ebenfalls eher nach Muster 2.

    Das Hierarchie Prinzip bringt noch etwas sehr wichtiges hervor: Das Prinzip der Messbarkeit, die Hierarchie, die Anerkennung sollte möglichst gut gemessen werden können. Damit kommt jetzt der Bogen zur Foto-Blogosphäre-Communitiy-Welt … Backlinks, Klicks, Anmerkungszahlen, technische Daten … alles wunderbar messbare Hierarchiekriterien. Es ist für mich offensichtlich, dass sich Männer auf diesem Terrain wohler fühlen als Frauen.  Ein Weg um sich in dieser virtuellen Welt einen Platz einzunehmen ist das zeigen von Bildern oder das Schreiben von Beiträgen, die viele Positive Reaktionen hervorrufen – daran ist nichts verwerfliches, jede(r) muss diese Entscheidung selbst treffen.

    Tilla – so habe ich Dich verstanden – schlägt den radikalen Weg vor, zuerst nach der Identität innen drin zu suchen, dann nach außen zu gehen um in einem schwierigen Kommmunikationsprozess andere Fotograf(innen) zu finden, die den gleichen Weg gehen. Gleicher Weg bedeutet nicht, dass die gleichen Bilder rauskommen. Mit den üblichen Gepflogenheiten der Blogosphäre und der Welt der Fotocommunities ist das natürlich völlig inkompatibel.

     

     

  62. Michael K. Trout Sagt:

    Aebby, für mich ist erschreckend, wie häufig sich einige internetgeneigte Menschen um Kompatibilität bemühen, um diese wirtschaftlich auszunutzen.
    Da ich gestern Abend ein wenig Zeit hatte, “schlenderte” ich über den Blog der von Tilla angesprochenen Person und war über die dort zu erkennenden Kompatibilitätsverbiegungen geschockt. An jeder Ecke ist zu erkennen, daß ein bewußtes Aufgeben der Individualität dem Ziel der (auch noch versteckten) Werbung dient. Dies in Kombination mit haufenweise eingebrachten “Projekten” und Aufsehen heischenden Linksammlungen läßt folgenden Schluß zu: Aufmerksamkeit auf dem Rücken der Anderen – oder – wirtschaftliche Bemühungen unter kostenfreier Nutzung fremder Ressourcen. Wären wir nicht so abgestumpft, wäre es einen Aufschrei wert. Wäre es in der Blogsphäre nicht mittlerweile eine gängige Praxis, wäre es ein Skandal.
    Ich bin felsenfest davon überzeugt, daß sich rankingorientierte Blogger mit Anleihen auf fremdes Geistesgut mittlerweile in der Geltungshierarchie dicht über dem Bodensatz bewegen. Dahingehend freue ich mich, inkompatibel und Nischenblogger zu sein.

  63. aebby Sagt:

    Guten Morgen Michael … bei den ranking orientierten Bloggern möchte ich zwei Aspekte differenziert sehen. Das Streben nach hohen messbaren Werten (welche auch immer) durch “gefälligen Content” ist das eine. Das andere sind Blogger, die auf dem Rücken anderer ihr Ranking aufbauen – und die gibt es nicht nur im Bereich Fotografie. Wir beide sehen das in gewisser Weise als unethisch an.  Wie Du schreibst ist es aber gängige Praxis und passt auch gut in den Zeitgeist der Gesellschaft, bei vielen steht dieses Vorgehen hoch im Kurs und gilt als nachahmenswert.

  64. Tetti Sagt:

    Vermutlich gibt eine große Gruppe von (Foto-)Bloggern, die wollen mit ihren Seiten in erster Linie nur eines, Geld verdienen. Um welches Thema es dabei geht, spielt nur eine nebengeordnete Rolle.
     

  65. Herr Olsen Sagt:

    Und dass aus dem von Tetti genannten Grund sowohl Qualität als auch Originalität, Stil und Indiviualität leiden wissen wir doch schon seit Bohlen, Bild und der Bibel, oder?

  66. Michael (R.) Sagt:

    Kann Zoomyboy erstmal nur Zustimmen: Lasst die BLumenfotografen leben!

    Sorry, aber ich steh auf Blümchen. Und Landschaften. Und Kitsch. Jedenfalls, wenns um Fotos geht. Da stehe ich zu, da bin ich authentisch.
    Außerdem: Wenn ich gerne lernen möchte, wie ich ein klassisches Naturbild wie Millionen andere so hinkriege, dass es wirklich gut kommt, dann ist das eben Handwerk.
    Und da sehe ich bei mir durchaus noch Potential.
    Warum also das Besondere, den eigenen Stil schon suchen, wenn das Handwerkszeug noch nicht sitzt? Alles hat seine Zeit….
    Merke: Das Besondere wird überbewertet. Die eigene Handschrift wird überbewertet.
    Lasst Euch das gesagt sein von jemandem, der in der Schule wegen Sauklaue Notenabzüge hinnehmen musste. :-)
    Im Ernst, ich finde die Diskussion dreht sich etwas im Kreis. Die geschlechtsspezifische Sozialisation und ihre Folgen sind ein alter Hut,

    … so alt, dass schon in meinem Studium ein Seminar den Titel trug: „Was Männer zu Männern und Frauen zu Frauen macht“
    Ich verstehe leider nicht viel von diesen Dingen, aber ich kann mit dem Begriff quersehen nichts anfangen. Ist das ein besonderes Talent? Wer definiert was längs und was quer ist? Geht’s da um Häufigkeit des Auftretens? Sind Blümchen 800x häufiger als (Danke Zoomyboy!) Nackte-Popo-Analog (in oder vor Abrisshäusern) Bilder?
    Welche Rolle spielen die schon legendären Jubelperser dabei?
    Ich habe mich auf dem Liebelingsopferblog auch schon mit fiesen Kommentaren in Abseits geschossen, nur um mal die Reaktionen anzutesten.
    Was ist daran quer? Nix, wenn man‘s genau nimmt.
    Und was die Lomographie angeht: Da wird auch viel Mist produziert und hochgejubelt. Unscharf ist das neue Scharf, Knallbunt das neue Kodachrome und Crossprocessing in aller Munde. Naja, wenns der Kunst hilft…
    Und wer von Identität spricht hat sich, davon gehe ich aus, mit den gängisten Identitätsmodellen (Krappmann, Erikson, Meads, Keupp) auseinandergesetzt und weiss wovon die Rede ist. Nicht? Ts ts ts.
     
     
     

  67. Herr K. Sagt:

    Ich kann sowohl im Originalartikel als auch in der mittlerweile biblisch langen Anmerkungsliste nirgends ein Statement entdecken, das irgendwie besagen würde, dass “Lomographie” und/oder “nackte Popos” interessanter oder besser wären als “Plümchenbilder”… Vielleicht hab ich auch irgendwas falsch verstanden, aber ich hatte den Eindruck dass es darum nicht geht…

  68. Michael (R.) Sagt:

    edit: Hieroglyphen entfernt T.P.

    @Herr K: Natürlich geht es nicht um besser oder schlechter, klar soweit. Ich finde nur, dass da eine Menge Worthülsen rumpfeifen, dem gilt meine Kritik. Die Forderung nach „neuem Sehen“, oder „anderem sehen“ oder gar „quer sehen“ ist mit nichts konkretisierbar. Darf jetzt keine Linie mehr senkrecht, keine Belichtung mehr korrekt, keine Farbe mehr naturnah sein? Muss ich mich in den Dreck werfen um extreme Perspektiven zu erhalten, weil Augenhöhe Mainstream ist? Geht’s eigentlich noch?
    Damit wird die diskussion enggeführt, darauf wollte ich hinweisen. Nicht mehr, nicht weniger.

  69. aebby Sagt:

    Um Unklarheiten zu vermeiden, ich bin selbst auch Hobbyfotograf und fotografiere unter anderem gelegentlich auch Blumen – das meine ich ganz ohne Ironie.

    @Michael R. …  Die geannnten Namen bzgl. der Identität sind mir aus philosophisch / soziologischer Sicht vertraut. Meine oben stehende Aussagen zur Identität basieren allerdings mehr auf Arbeiten aus den Bereichen Gruppendynamik und Entwicklungspsychologie, siehe Literaturhinweis. Ich denke um die Blogospähre besser zu verstehen ist der Aspekt Gruppendynamik nicht zu vernachlässigen.

    “Ringen um Anerkennung in und zwischen Gruppen” in [Jahrestagung der Sektion Analytische Gruppenpsychotherapie (Sektion AG) im Deutschen Arbeitskreis für Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik (DAGG) 2003] 3-930978-65-2

  70. Tilla Sagt:

    Ich habe gerade leider nicht die Zeit….. nur ganz kurz: Michael R. – sind die Hieroglyphen wichtig? Oder kann ich die zwecks besserer Lesbarkeit mal eben löschen?

  71. Michael (R.) Sagt:

    oh fcuk. Das ist aus dem Editor raus mitkopiert worden. Sorry, hau weg das Zeug…

  72. individualisa Sagt:

    Ein sehr schöner, gut geschriebener Artikel… Gefällt  mir echt gut :-)

  73. Ralf Sagt:

    Ein Fotograf oder eine Fotografin sind für mich Menschen, die mit Leidenschaft, Eifer, Engagement, Lernbegierde und Frust, Rückschlägen, Verzweiflung und der Sucht nach dem guten Bild durchs Leben gehen.

    Amen!

  74. Esther Sagt:

    Spannend wie es hier weiter geht!
     
    Was ist an einem Weg, der sich erst bzw. auch um Innenschau bemüht radikal, Aebby? Meinst Du die Reaktionen, die man dann ggf. aushalten muss, oder etwas anderes?
    Weite Teile der “Fotografen-Definition” von (Dir) Tilla – die Ralf zitiert – gelten für mich nicht nur für Fotografen, sondern für Menschen – die ich als lebendig empfinde. Menschen sind für mich keine Automaten – auch wenn manche Menschen oberflächlich betrachtet den Anschein erwecken können.

  75. aebby Sagt:

    @Esther … radikal in dem Sinne, dass es tief sitzenden psychologischen Mechanismen entgegenstehen. Kinder lernen durch Nachahmung und Rückkopplung über das erhaltene Feedback. Verhaltensweisen, die positives Feedback generieren, werden leichter ins Verhaltensrepertoire aufgenommen. Als Erwachsene haben wir mehr Möglichkeiten bewusst zu handeln, aktiv unser Selbstkonzept zu gestalten. Ich beobachte es jedoch an mir selbst, dass ich gelegentlich trotz dieser Möglichkeit, in das kindliche Muster zurückfalle und mein Verhalten an (zu erwartenden) Rückmeldungen ausrichte. Oder anders ausgedrückt:  Ich versuche gewissermaßen durch mein Verhalten präventiv unangenehme Rückmeldungen zu vermeiden.

    @all … sorry das führt jetzt doch weit vom Thema weg.

     

  76. Esther Sagt:

    @Aebby: Danke Dir – das macht mir einiges klarer. Soooo weit weg vom Thema empfinde ich es jedoch nicht.

  77. petra Sagt:

    vielleicht halten frauen sich in ihrer nahen hausumgebung auf und das foto in deren blog wäre dann das fazit des festhaltens ihrer sozialen umgebung. das gibt dann halt im garten das blümchen und die kinder auf dem töpfchen. oft bin ich froh, dass die computer noch keinen duftmodus haben. stellt euch mal vor, du surfst von töpfchen zu töpfchen und blümchen zu blümchen. das wäre der kracher! die kommis würden dann vielleicht von “hast du heute karotten gefüttert, riecht nämlich stark nach carotin” und: “nee, du, habe blumenkohl gefüttert” nur so strotzen! *lach
    zumindest scheint es ein bereich zu sein, in dem frau ohne mann sich entfalten und ihrem sozialem mitteilungsbedürfnis gerecht werden kann (?)
    @ tilla pe
    klasse gedanken im erstellten beitrag!
    aufwiederknipselnde nikonrollierende tippergrüsse

  78. Moondragon Sagt:

    Wenn das so weitergeht, könnt ihr bald jedes Blümchen-Foto-Blog in Sachen Kommentaranzahl schlagen. ;)
    Verzeiht mir diesen kleinen unsachlichen Einwurf. Ich bin schon wieder still und lese gespannt weiter.

  79. Tilla Sagt:

    So. Jetzt ich mal wieder :)
    Grundsätzlich: Ich habe nichts gegen Blümchenfotografen! Echt nicht. Ich habe etwas gegen Einheitsbrei. Ich habe etwas gegen unreflektiertes Nachbeten.

    @Aebby
    Ich fand mich jetzt nicht besonders radikal. Ich wollte nur die Anregung geben, mal den eigenen Kopf einzusetzen. Wer “Malen nach Zahlen” gut findet, ist nicht unbedingt ein schlechterer Mensch. Wer jedoch “Malen nach Zahlen” als große Kunst propagiert und als solche auflistet, mich dabei auch noch als “Quotenfrau” tituliert, der gehört an den Ohren gezogen.

    @Michael R.
    Deine Sauklaue in allen Ehren, ebenso Deine unglaubliche Bildung in Dingen von denen ich nichts gelesen habe. Dafür habe ich ein bisschen gesunden Menschenverstand, ich denke, das gleicht es wieder aus ;)
    Ich sehe in dieser Diskussion kein elementares Wiederkäuen. Klar, denen die hier kommentieren ist bewusst, dass sie sich unter Gleichgesinnten befinden und eigentlich nur aussprechen, was uns bekannt ist und uns auch immer wieder aufregt. Ja und? Darf man es deswegen nicht mehr ansprechen? Ich habe ja seit neuestem wieder eine Statistik *hört hört* und ich sehe, wer alles hier vorbeischneit und liest. Und ich denke mal, da sind so einige dabei, denen es nicht draum geht, ob Lomographie das neue scharf und Mainstram bäh ist, sondern die Anregung suchen. Und in einer solchen Diskussion sollte doch jede Menge Anregung stecken, n’est-ce pas? Deswegen ist sie gut und richtig. Alte Hüte? Meinetwegen. Die ein oder andere Hutnadel ist mir allerdings neu und deswegen durchaus erwähnenswert. Du musst Dich auch nicht in den Dreck werfen, wenn Du nicht willst. Wo kämen wir denn dahin! Allerdings gehörst Du zu denen, die sich durchaus bewusst sind, dass ein vehementes in den Dreck werfen die Perspektive verändern kann. Das unterscheidet Dich von so manchem anderen, der fotografiert!

    Nochmal @Aebby
    Ich finde nicht, dass Du zu weit vom Thema wegführst. Absolut nicht! Für mich fügen sich gerade ein paar Puzzleteile zusammen. Danke.
     
     
     

  80. Tilla Sagt:

    Moondragon, Du bist ein Banause! ;)

     

  81. Michael K. Trout Sagt:

    Blümchen sind gut … ich kann das aber nicht. Schon oft habe ich es probiert und bin kläglich gescheiter. Oh! Ja, so ist es. Hochzeiten, auch so ein Thema. Zwei habe ich fotografiert. Einmal aus Gefälligkeit und einmal weil ich das Geld brauchte. Mein Fazit: Auch das kann ich nicht. Landschaften kommen immer wieder mal vor, aber ich kann es nicht besser, eher schlechter, als andere Fotografen und deshalb überlasse ich dieses Feld auch gerne den Könnern.
    Aber darum geht es wirklich nicht! Hier sollen keine Pfründe verteidigt werden. Hier geht es um das … mir schwellen schon wieder die Adern am Hals … Huddeliduddeli-Gehabe, mit dem Wein gepredigt und Wasser ausgeschenkt wird. Dies ist nicht geschlechtsspezifisch, aber wenn es vom angeblich unterdrückten Geschlecht als Unterdrückungsvision dargestellt wird, ist es pervers! Zudem müssen wir der Sache ins Auge schauen, daß es sich um Kommerz, Kommerz, Kommerz dreht, bei dem ich einfach verlange, daß es nicht versteckt, sondern offen und ehrlich kommuniziert wird. Das alles hat etwas mit Ehrlichkeit zu tun.
    Ja, Moondragon, noch ein wenig Gallenfluß und wir übertrumpfen kommentierend jeden Blümchen-, Teddybären- und Babylachdochmalblog. Wenn das die Spreu vom Weizen trennt, dann hatte es einen Sinn. Wenn es jedoch als seichter Wind in den Weiten des Web unmerklich weht, dann haben wir alle hier wenigstens unseren klaren Standpunkt bezogen und sind uns treu geblieben.

  82. Michael (R.) Sagt:

    edit: Die Schnörkel, die hier standen, wolltet ihr nicht lesen! T.P.

    @tilla:… jaja, Bildung allein bringt auch kein Brot auf den Tisch.
    Ich glaube alles was ich zum Ausdruck bringen wollte ist mein derzeitiger Stand, rational wie emotional. Rational sehe ich, dass ich bestimmte Grundlagen jetzt besser im Griff habe als noch vor einem Jahr. Da ich überzeugt bin, dass Fotografie, zumindest in der Anfangsphase, ein kontrollierter Prozess sein sollte, versuche ich also mehr Kontrolle über die Bildergebnisse im Zeitpunkt des Auslösens zu bekommen.
    Emotional fühle ich, wie ich durch solche Diskussionen schnell unter Druck gerate. Bitte meine Äußerungen so einzuordnen… Ich wollte die Stimme erheben für all die, die halt erstmal froh sind, wenn sie ordentlichen Mainstream hinkriegen.
    Was anderes ist es, diesen Mainstream dann als eigenständige Kunst anzupreisen. Da sind wir d’accord (kann das jemand frankophiles nochmal kurz gegenchecken, schreibt man das so?).
    @MKTrout: Is ganz schlecht für die Verdauung, was Du da machst, gaaanz schlecht. Kann jede Mutti bestätigen, Galle is garnich gut. Jetzt beruhigen wir uns alle wieder, riechen an ein, zwei Blümchen und dann kanns weiter gehen.

    Vielleicht drehe ich noch ne Ehrenrunde. Zum einen habe ich tatsächlich gewissen Respekt vor Leuten, die es schaffen a) regelmäßig Postings hochzuschiessen und b) auch noch jede Menge Leser dafür zu finden (Jubelperverse mit inbegriffen). Mir fehlt für sowas schlicht die Zeit und die Inspiration. Und die Leser (heul doch). Egal! Ich habe auch gelernt, dass man Mütter in ihrer Lebenssituation besser ernstnehmen sollte, die sind sonst sowas von schnell beleidigt, aber hallo. Nein, ernsthaft, in meinem Freundeskreis sind in den letzten 5 Jahren viele in die Elternfraktion gewechselt und nach einigen Jahren ungläubigen Staunens ob der Persönlichkeitsveränderungen die da stattfinden habe ich zumindest gewisse Erkenntnisse gezogen. Stichwort: Lebensmittelpunkt. Stichwort: partielle Ausblendung der Realität. Blümchen und Töpfchen? Gibt’s noch was wichtigeres?
    Und zum Thema Rollenklischees: Ich würde mir durchaus wünschen, dass wir alle aus diesen Rollen rauskommen. Aber es ist in jedem Kontext mit Fotografie, den ich bisher erlebt habe ähnlich gelaufen: Während die Frauen die Metallkisten mit Ehrfurcht anstarren und mit großen Augen die „Ich kapiers nicht“ Masche durchziehen, drücken die Männer einfach durch bisses rattert und dann noch nen Meter. Ich meine hallo? Wohlgemerkt, männlicher Technobabble ist nicht der Maßstab, aber ein paar ironische Kommentar von seiten des anwesenden Weibsvolkes hätten selten geschadet. In den angesprochenen Blogs setzt sich das m.E. einfach fort.

  83. Michael (R.) Sagt:

    … zefix, schonwieder formatiert… Danke fürs Löschen….

  84. Tilla Sagt:

    @Michael R.
    Aber wir haben doch alle mal so angefangen! :) Ich hab Jahre gebraucht, bis ich auch nur eine Ahnung davon hatte, wie man sich standesgemäß und künstlerisch wertvoll in den Dreck schmeißt!

  85. Michael (R.) Sagt:

    Und wie schwierig ist es, im Dickicht unserer Großstädt noch anständigen, ehrlichen Dreck zufinden, in den man sich ohne Ärger zu kriegen, werfen kann, seufz.

  86. Esther Sagt:

    Hmmm. Was mir immer wieder auffällt – nicht nur in der Fotografie ist folgende Einstellung: “Erst wenn ich die Technik/Methode/etc.  bis ins Kleinste verstanden habe, erst dann (wenn überhaupt) “darf” ich mich Höherem zuwenden. Darf ich spielen. Darf ich “frei” mich bewegen. Mich (was auch immer) nennen.” Klingt für mich irgendwie nach einem sich (erst) zu verdienendem “Paradiesberechtigungsschein”.

  87. Tilla Sagt:

    Na, man sollte schon wissen, wo man drauf drücken muss, oder? Aber für die meisten langt das schon. Und jetzt habe ich die Kurve zurück auf Los bekommen *ggg*

  88. Esther Sagt:

    *lach* Das ist eindeutig von Vorteil! ;)
    Aber vielleicht langt das auch für so manchen, weil er eben sich nicht zutraut mehr zu finden bzw. zu verstehen. :o )) Neugier und Selbstdenken ist eben nicht in jedem Umfeld gefragt.

  89. Michael (R.) Sagt:

    @Esther:
    Es geht mir weniger um die technische Beherrschung. Die ist nur ein Teil des Prozesses. Mir geht es um die Kongruenz von Vorstellung und Ergebnis.
    Aber ich bin halt sowas von Lomofrei…

  90. Esther Sagt:

    @Michael: *nick* Ich kenne nur einen Weg dorthin: Fotografieren, fotografieren, fotografieren. Um dann herauszufinden, ob man die Vorstellung auch umsetzen konnte. Und wenn nicht – weitermachen. Erfahrungen sammeln. Frust. Ärger. Analyse. Und das ganze nochmal von vorn.
     
    Übrigens hatte ich bei Dir nicht den Eindruck, dass es Dir nur um die technische Beherrschung geht. Aber Dein Kommentar hat mich an Begegnungen mit Menschen erinnert, die das tun.
     
    Ich man da etwas vorbelastet von meinem Ex. Schon in den 90igern wollte ich beginnen zu fotografieren. Doch mit einem Mann in der Nähe, der mir dauernd etwas davon erzählt, was ich alles nicht machen dürfe, auf die teure Kamera aufpassen sollte, erstmal alle Photozeitschriften abonnieren sollte, etc. – habe ich aufgegeben.

  91. Esther Sagt:

    Upps … ich brauch einen Kaffee. Will schreiben “bin” und schreibe “man” *lach*

  92. Michael (R.) Sagt:

    @Esther: Das geht aber meiner Freundin zu meinem Leidwesen auch so. Manchmal kann ich nicht an mich halten und muss mein gesamtes Wissen anbringen. Geht garnicht, aber krieg das mal kontrolliert… Die Lernkurven verlaufen halt sehr unterschiedlich, sind eigentlich mehr Lernpfade und in einer Partnerschaft das zu synchronisieren ist in der Praxis schwierig. Ich kann das also ganz gut nachvollziehen, wenn auch aus der anderen Perspektive. Im Namen aller Dummschwätzer und Klugschnacker bitte daher offiziell und repräsentativ um Schuldablass und Vergebung ;-) dafür, dass wir alle anderne a) nerven und b) vom lernen abhalten.

  93. Esther Sagt:

    @Michael:  :-)) Also über einen Schuldablass fühle ich mich zwar nicht zuständig ;) – doch Deine Worte finde ich klasse. Hätte sie gern damals von meinem Ex gehört. Hoffe Deine Freundin hört sie von Dir.
    BTW: Mein Ex hat mir vor ein paar Monaten seine analoge Kamera geschenkt. Damit sie in gute Hände kommt.

  94. claudia Sagt:

    Diskutiert die Frau, die das Thema initiiert hatte und auch diesen Beitrag verlinkt hatte, eigentlich hier mit?

  95. Tilla Sagt:

    Keine Ahnung, man ist ja so schön anonym in Internet ;)

  96. Tilla Sagt:

    Für diejenigen, die gerne zick-zack lesen, sei ein Besuch der dunkelkammerartistik empfohlen!

  97. Esther Sagt:

    Danke für den Link. Interessante Diskussion dort. Aber mangels Webseite und mangels Willen anonym zu kommentieren lese ich nur und mache mir meine Gedanken dazu.

  98. Tilla Sagt:

    Du musst da keine URL angeben – Du kannst ;)

  99. claudia Sagt:

    @Esther
    Man kann bei Blogger auch nicht-anonym kommentieren – ohne Registration …

  100. Esther Sagt:

    Danke Euch Beiden :-) Hatte nur auf das Pull-Down-Menü geschaut und da das Wort anonym u.a. gesehen … daher meine Annahme. Werde die Tage noch was schreiben …
    Eins noch kurz: die Diskussionen hier – bei Michael und bei Dir  Claudia genieße ich sehr. Freu mich wie ein Keks.
    Wer einen heißen Tipp hat bezüglich Hosting-Anbieter kann ihn gern bei mir loswerden. Die Auswahl über Google erschlägt mich. *lach* Mag mein zukünftiges Blog auf meiner eigenen Seite liegen haben.

  101. petra Sagt:

    jetzt kann ich schlafen gehen! *gähn
     
    doch möchte ich esther vorher zum 100. kommentar hier im blog gratulieren! *schiebt ihr einen strauss blümchen rüber : )
     
     

  102. Henning Sagt:

    Und noch einer :) Und dazu noch ein Mann :)
    Liebe Leute,
    ich verstehe die Aufregung ehrlich gesagt überhaupt nicht. Janasworld hatte eine gigantische Idee. Jawoll, denn sie hat eine Nische besetzt, die bislang noch unbesetzt und unentdeckt war.
    Warum endet das jetzt in einer breiten Diskussion über Blümchen und Kunst? Was Kunst ist und was Fotografie ausmacht, ist doch wohl eine geschlechtsunabhängige Frage, oder?
    Freut Euch doch einfach, dass Janasworld diesen Treffer gelandet hat. Und ich würde eine permanente Linkliste zu Fotografinnen-Blogs und Seiten gut finden. Warum nicht ausbauen zu einem weltweiten Verzeichnis / Katalog?
    Leute schaut nach vorne und erkennt das Potenzial, das in dieser Sache liegen kann. Und hört bitte auf, so komische Grabenkämpfe zu führen. Ist doch kein Kindergarten hier, oder?
    Henning

  103. claudia Sagt:

    Wie viele Jungs machen jetzt eigentlich noch von Janas Blog rüber, um anderen Bloggern zu erklären, was sie zu tun und zu schreiben haben auf deren eigenen Blogs? Aber schön, dass sie uns alle mal ganz großkennerisch übern Kopf gepuschelt habe …
    Henning, wir regen uns nicht auf. Was wir hier tun ist ausschließlich der Austausch von Nullen und Einsen. Mehr isses nicht.

  104. Michael (R.) Sagt:

    Besser als der Austausch von Nullen und Nullen. Tschuldigung, bot sich grade so an.

  105. aebby Sagt:

    @Claudia … danke für den Beitrag auf Deinem Blog, sowohl Beitrag als auch Diskussion hat mir einige Gedankenanstöße gegeben. Ich kann leider aus technischen Gründen nicht bei Dir kommentieren, deshalb hier an dieser Stelle.
    @all … angeregt durch die Diskussionen habe ich in einem Buch über Fotopsychologie nachgelesen. Dort wird viel bemerkenswertes über die psychologische Motivation des Fotografierens geschrieben. Die im Buch genannten Motive sind durchaus geschlechtsspezifisch. Lohnt sich sehr zu lesen: Günter Spitzing, Fotopsychologie – Die subjektive Seite des Objektivs.

  106. Michael (R.) Sagt:

    @aebby: Jetzt lass uns mal nicht im Regen stehen. Was steht da inhaltlich drüber drin?

  107. aebby Sagt:

    @Michael … ich habe den Text schon in Arbeit, wird aber noch ein wenig dauern weil ich noch ein paar Quellen nachlesen muss. Wichtige Aspekte, die er anführt sind die Erotik des Fotografierens, die Machtausübung, Jagd- und Besitzaspekte, “religiöse” Deutungen (Bilderverbote in Religionen). Vieles davon hört sich sehr plausibel an … wie gesagt ich schreibe schon.

  108. Frau Olsen Sagt:

    Ich habe zwar nicht alle Kommentare durchgelesen, aber ehrlich gesagt verstehe ich die Diskussion darum nicht so ganz. Für mich hätte die Janasworld Geschichte eher “Blogs mit Fotos” als “Fotoblogs” heissen sollen.
    Ich hab auf meinem Blog auch Fotos, aber eben nur Fotos. Ich habe keinen künstlerischen Anspruch (was auch immer das sein mag) und fotografiere und veröffentliche das, was ich fotografieren und veröffentlichen will. Und wenn das Blümchen sind, sind es eben Blümchen! Daher würde ich niemals auf die Idee kommen mein Blog als Fotoblog zu bezeichnen. Das ist es nämlich nicht, sondern eben nur ein Blog auf dem ab und zu mal ein paar Fotos zu sehen sind.

  109. Tilla Sagt:

    @Frau Olsen
    Wieso sagst Du, Du verstündest die Diskussion nicht? Du hast doch genau auf den Punkt gebracht, um was es ging? ;)

  110. Frau Olsen Sagt:

    Das ist ja genau der Punkt. Ich bin mir sicher das hat jeder verstanden und trotzdem muss darüber diskutiert werden.
    Wären die Leute einfach nur ein bisschen ehrlicher mit sich selber, würde das ein oder andere Mißverständnis gar nicht erst auftauchen und die ein oder andere beleidigte Wurst etwas entspannter sein.
    Das hat schon fast etwas von einem DSDS-Phänomen. Da sind auch ständig Leute, die nicht singen können, aber sich selber – mit Unterstützung von Verwandten und vermeintlichen Freunden – für die nächsten Chartstürmer halten…

  111. claudia Sagt:

    @MichaelR
    .
     
    ;-)
    @aebby
    Gibt es eine genauere Erklärung warum das Kommentieren bei mir nicht geht? Gerne per Mail an claudia at dunkelkammerartistik de. Leider gibt es das von Dir angesprochene Buch offensichtlich nur als Sammlerobjekt, mal gucken, wie ich daran komme. Das lässt aber auch darauf schließen, das es schon ein paar Jahre älter ist. Da bin ich sehr gespannt, ob die Neuzeit mit Digital da nicht die eine oder anderen Argumentation von Herrn Spitzing nicht doch auch überholt hat. Freue mich auf Deinen Text!
     
    @Frau Olsen
    Ich sehe schon Frau Tilla und Frau Olsen und mich, wie wir uns bei DSDS mit einer Neuauflage von Silver  Convention bewerben …
     
     

  112. aebby Sagt:

    @Claudia … das mit demKommentieren liegt teilweise an blogspot. Bei hohen Sicherheitseinstellungen im Browser funktioniert es nur mit einem Blogspot Account wirklich zuverlässig. Auf die Sicherheitseinstellungen in meinem Browser kann ich leider beruflich bedingt nicht verzichten.
    Was den Spitzing angeht, mein Eindruck ist eher, dass sich manche Phänome, die er beschreibt eher noch verschärfen … aber wie gesagt, ich brauche noch ein wenig Zeit.

  113. Tetti Sagt:

    Sollte das Dreamteam (Claudia, Frau Olsen und Tilla Pe) tatsächlich bei DSDS auftreten, so werde ich mir diese Beschimpfung nach sehr langer Zeit wieder antun und genüsslich zuschauen, wie Dieter Bohlen feststellen muss, dass er nicht mehr weiß, ob er Männlein oder Weiblein ist.
     
     

  114. Frau Olsen Sagt:

    @ claudia: Eben nicht! Ich weiß ja, dass ich nicht singen kann. ;-) Wobei es bestimmt eine Freude wäre mit euch beiden “Fly Robin Fly” zu singen.
    @ Tetti: Ach komm! Wer auf Muschi- Verzeihung – Raubkatzencontent steht, der guckt auch Bohlen :-D

  115. claudia Sagt:

    @aebby
    Okay, dann wissen wir wenigstens woran es liegt. ,-( gut, ich warte geduldig oder auch nicht geduldig …
     
    @Frau Olsen
    Sie müssen gar nicht wirklich singen müssen (das ist bei DSDS ja nun die allerletzte Voraussetzung zum dabei sein), es reicht völlig,  wenn Sie Ihren Astralkörper im Silberkleidchen gemeinsam mit uns Takt bewegen!

  116. aebby Sagt:

    Anbei wie versprochen ein paar Gedanken zu den verschiedenen Motivationen zur Kamera zu greifen. Sie stammen teilweise aus dem oben genannten Buch Fotopsychologie und aus anderen Büchern, Verweise sind jeweils an der richtigen Stelle angegeben. Der Plural ist mit Bedacht gewählt. Es sind sehr unterschiedliche Motivationen, die konkrete individuelle Motivation jedes Einzelnen ist sicher eine Mischung der genannten und noch weiterer. Letztendlich kann das jede(r) nur für sich selbst beantworten. Zuerst möchte ich jeweils ein paar Worte zu den folgenden Motivationen verlieren:

    1. Jäger und Sammler
    2. Macht
    3. Sexuelle Dimension
    4. Schöpferische Lust der Darstellung
    5. Darstellung von Schönheit

    Im letzten Abschnitt möchte ich dann noch ein bisschen spekulieren, was das für die hier diskutierten Punkte bedeuten könnte.

    Jäger und Sammler … manchmal ist die Sprache verräterisch. Es gibt die Fotosafari, die Fotojagd, man geht auf die Fotopirsch, man hat ein Motiv eingefangen. Bei manchen Sujets wie z.B. der Naturfotografie ist dieses Jagdgefühl sehr ausgeprägt. Aber auch in der Streetfotografie ist dieses oder ähnliches Vokabular zu hören. Interessanterweise gibt es auch Fotoprodukte die dieses Jagdgefühl stimulieren. Ich denke an die Armstützen, die eine ruhige Haltung der Kamera mit Teleobjektiv ermöglichen sollen, oder die berühmte Beroflex Telekanone. In einem Buch [2] habe ich sogar einen umgebauten Gewehrschaft gesehen, statt des Gewehrlaufs war ein Teleobjektiv montiert, ausgelöst wurde die Kamera mit dem Abzug des Gewehrs. Zur Jagd gehört auch die Sammlung und Ausstellung der Trophäen (Bilder).

    Macht … der fotografierte Mensch fühlt sich im ersten Moment etwas unwohl. In vielen Kulturen gibt es massive Vorbehalte gegen Fotografie, wenn nicht sogar religiöse Verbote von Bildnissen (z.B. Islam). Der Gedanke, dass ein Bild dem Fotografierten ein Stück weit seine Seele nimmt existiert ebenfalls in vielen Kulturen. Auch wenn wir als Mitteleuropäer vielleicht darüber lächeln hat dieser Gedanke des “Nehmens” sogar Eingang in die Sprache gefunden. Im Deutschen wird noch relativ neutral von Auf”nehmen” gesprochen. In anderen Sprachen “take a picture”, sacar una fota (span. ein Foto wegnehmen), prendere una fotografia (ital. ein Foto ergreifen). Auch in nichteuropäischen Sprachen ist dieser “Nehmen” Aspekt zu finden. [1], Tabelle Seite 36. Der Mensch hinter der Kamera hat Macht über den Fotografierten. Jäger, Sammler und Machtausübung … diese Aspekte kumulieren im Begriff des “Shootings”. Besonders deutlich wird dieser Machtaspekt auch bei den Ethnofotografien aus der Kolonialzeit, die fotografierenden Europäer, die die Wilden aus aller Welt vor die Kamera gezerrt haben. Persönliche Anmerkung: Mir fällt auch in unserer modernen Zeit auf, dass trotz der Omnipräsenz von Fotogeräten (z.B.  Handys) bei Kindern dieser “Macht”- und “Bild-Nehmen”-Gedanke zu existieren scheint. Ich habe schon oft Kinder mit Kameras spielen sehen, ein Kind knipst, das andere versucht in Deckung zu gehen.

    Zur sexuellen Dimension will ich gar nicht viel schreiben, die Interpretation des Teleobjektivs als Phallus Symbol ist hier nur eine Facette. Das Wechselspiel Fotograf – Fotomodell ist eine andere. Das Klischee des Profifotografen, dem die Frauen zu Füßen liegen gibt es ebenfalls. Das lange Teleobjektiv findet vielleicht seine Fortsetzung in einem gewissen Technik-Fetischismus.

    Schöpferische Lust der Darstellung … das hört sich vielleicht geschraubt an – gemeint ist die Freude Motive darzustellen, die dem Fotografen wichtig sind. In einem Buch [3] habe ich folgende Formulierung gefunden. “Motiv heißt Beweggrund – für uns Anreiz zum Fotografieren. Mit einer schöpferischen Lust, die uns auch beim Formen einer Figur aus Ton oder beim Malen eines Bildes mit Farben beseelt, nehmen wir unsere Kamera, um mit ihrer Hilfe etwas Gesehenes im Bild nachzugestalten. Natürlich spielt dabei das WAS, das Objekt, eine Rolle (den einen reizt dies, den anderen jenes mehr!).” Das beschreibt es meines Erachtens ganz gut.

    Darstellung von Schönheit … ist ein Motiv in der bildenden Kunst, das wahrscheinlich Jahrtausende alt ist. Dieses Motiv lebt immer noch. Von imposanten Landschaften über Beautyfotografie bis zur Makro- und Naturfotografie (Schönheit der Schöpfung) reicht die Palette. Berge von Regeln wie ein Bild “schön” zu gestalten ist sind hier von Bedeutung. Warum ist der “goldene Schnitt” “GOLDEN” er ist ein Maß für Harmonie und Schönheit und verstärkt die Schönheit des Dargestellten.

    Und noch ein paar spekulative Nachgedanken … diese Punkte (und andere) sind Teile der individuellen Motivation zur Kamera zu greifen und ein Bild zu machen. Der Drang die Bilder zu zeigen sollte m.E. separat betrachtet werden. Die Suche nach Beachtung und Anerkennung ist das eine, wahrscheinlich freut sich jede Fotografin, jeder Fotograf über positives Feedback. Manche der oben genannten Motivation erfordern ein größeres Publikum als andere. Wenn ich mit meiner Fotografie (unbewusst) Macht demonstrieren möchte ist ein großes Publikum zwingend erforderlich. Wenn es mir um die Schönheit einer bestimmten Landschaft geht (z.B. Gebirgspanoramen) reicht mir die Rückmeldung eines kleinen Kreises von Gleichgesinnten – das ist jetzt kein Witz, Gebirgspanorama-Spezialfotografen gibt es wirklich [5]. Zurück zur eigentlichen Diskussion hier. Ich kann jetzt die Frage stellen ob sich bestimmte Motivationen zur Kamera zu greifen häufiger bei Frauen oder häufiger bei Männern finden. Ich denke bei den Punkten 1 bis 3 sind Männer in der Überzahl. Das Zeigen der Bilder und das “sich produzieren” geschieht heute zu großen Teilen im Web. Fotografen, die eher den Motivation 1 bis 3 anhängen werden sich möglicherweise eher um große Leser- und Betrachterkreise kümmern. Motivationen 4 und 5 werden sich eher in kleineren Zirkeln begegnen. Das trifft ggf. auch Männer, die detailgetreue, verzerrungsfreie Dokumentation historischer Industrieanlagen ist ein Sujet, in dem überwiegend Männer fotografieren (zumindest habe ich noch keine Frau dabei gesehen). Eine 6*7 MF Kamera gilt bei den Kollegen als Schnellschusskamera, richtig fotografiert wird nur im Großformat (wegen der Entzerrung). Den Zauber dieser Anlagen (oder die Schönheit der Industriegeschichte) spüren nur wenig, ergo ist das ein Nischenthema. Ein Industriefotografenblog wird damit zwangsläufig aus irgendwelchen Blogcharts rausfallen. Den häufig in der Diskussion genannten Blumen fotografierenden Frauen geht es ebenso. Ich stelle noch eine weitere Frage: “Wie groß sind sie Zielgruppen für die oben genannten Motivationen, wie viel potentiell Fotografierende wollen toll, groß, potent oder machtvoll sein und wie viele wollen sich altruistisch mit schöpferischer Darstellung von Schönheit auseinandersetzen?” Die Größe dieser Zielgruppen verschärft die in den Blogcharts beobachteten Effekte vielleicht noch weiter.

    Warum beschäftige ich mich mit all dem Zeug? Mir geht es hier primär um die Reflexion meiner eigenen Motivation, ich bin in den letzten Jahren eine nennenswerte Zeit einer (für mich) ungesunden Motivation nachgerannt [6]. Ungesunde Motivationen führen mich regelmäßig in Sackgassen, die mich viel  Energie kosten und den Spaß am Fotografieren vermiesen ;-)

    P.S. Sorry – das ist jetzt alles nicht erschöpfend dargestellt und belegt, nimmt es bitte als Gedankensammlung. Unter der Woche habe ich wahrscheinlich keine Zeit um es ausführlicher zu schreiben. Also habe ich mich für eine Kurzfassung entschieden.

    Literatur / Verweise:

    1. Günter Spitzing, Fotopsychologie – Die subjektive Seite des Objektivs, Beltz, 1985
    2. Kleffe Langner, Historische Kameras, VEB Fotokino Verlag, 1989
    3. Gert Lindner, Wir fotografieren, Steckenpferd Bücherei, 1963
    4. Umberto Eco, Geschichte der Schönheit, Hanser 2004
    5. Lernerfahrung auf der Fotobörse: http://www.aebby.de/wordpress/2009/12/01/lernerfahrungen-auf-der-fotoborse/
    6. http://www.aebby.de/wordpress/2009/05/07/fotografische-spurensuche-i/

  117. aebby Sagt:

    P.P.S. das Thema “Kunst erschaffen” habe ich bewusst ausgeklammert, das macht noch mal ein neues Fass auf ;-)

  118. Ralf Sagt:

    Schöpferische Lust der Darstellung und Darstellung von Schönheit ist meines Erachtens ein und dasselbe. Deswegen fotografiere ich zum Beispiel.

  119. Michael K. Trout» Blogarchiv » Antwort auf Kommentar #116 Sagt:

    [...] verstanden es falsch, einige nahmen den Faden auf ihrem eigen Blog auf. Und dann geschah es … der Kommentar #116, von Aebby, stellte klar und konkretisierte in unnachahmlicher Weise, wo die verschiedenen [...]

  120. aebby Sagt:

    @Ralf … die beiden Sachen gehen ganz oft Hand in Hand bzw. gehören eng zusammen. Ich (und andere) habe nur diffferenziert, weil es Fotografen gibt, deren Arbeiten von der Darstellung des Unperfekten und manchmal Hässlichen dominiert werden.

  121. Esther Sagt:

    Meine Fotografie ist (fast) immer auch eine “Innenschau” – auf die ich “draufschauen” kann. Aber das könnte man auch unter Punkt 3 subsumieren. Danke Aebby für das interessante Gedankenfutter.

  122. Michael K. Trout Sagt:

    … wobei Schönheit wiederum ein Überbegriff ist, der zudem äußerst subjektive Elemente beinhaltet.

  123. aebby Sagt:

    @Esther … ich würde das nicht subsumieren wollen, ich sehe das als einen nicht genannten Punkt. Die Selbstdarstellung in der Darstellung führt geht auch in Richtung “Kunst” …

    @Michael … klar Schönheit ist subjektiv und viele Menschen haben vergeblich versucht das zu objektivieren.

     

  124. claudia Sagt:

    @aebby
    Danke, das sind tatsächlich interessante Ansätze – ich muss da erst mal darüber nachdenken.

  125. antiferengi Sagt:

    @aebby
    Jäger und Sammler…. Ok. Anstandslos zugegeben.
    Sexuelle Dimension. Mein geliebtes altes Beroflex? Grummel. Grrr. Na gut, ich oute mich gern :-)
    Vielleicht sollte ich mir mal mehr Gedanken über die anderen Punkte machen, sonst bleibt das mit der Ahnungslosigkeit in punkto Fotografie bei mir noch so :-)
     

  126. Motivsuche « 2010/52 Sagt:

    [...] mir52 Aebby hat in einem von langer Hand vorbereiteten Kommentar zur laufenden Diskussion auf Tillas Blog einiges zur Motivationslage des fotografierenden Volkes [...]

  127. aebby Sagt:

    @antiferengi … Was gibt´s da zu grummeln ;-) Das Beispiel mit der Beroflex ist mir eingefallen, weil ich mir früher auch eine kaufen wollte, aber nie das Geld dazu hatte.

  128. Krieg der Blümchen | Mausmalerei v3.0 Sagt:

    [...] Wie alles begann 2. Neuer Denkansatz 3. Ein Fazit [...]

  129. Farbflash | Frau Olsens Blog Sagt:

    [...] vor nicht allzu langer Zeit bei Tilla die Diskussion über Mädchen und Blümchen enstanden ist, ist mir kurz die Entenpelle über den Körper gelaufen, aber wie ich dort schon [...]

  130. photoappar.at » Fotografie » Warum wie fotografieren Sagt:

    [...] auch mehrdimensional vertreten sehen. Ich habe das Buch leider nicht selbst, sondern bin durch eine Diskussion über Blümchenfotografie in Tilla Pes Blog auf ein Kommentar von Dr. Eberhard Huber gestossen (verzwickte Geschichte, ich [...]

  131. Motivationen die Kamera in die Hand zu nehmen | ikonographica Sagt:

    [...] Kern des nachfolgenden Textes hatte ich im Laufe einer Dikskussion in Tillas Blog als Kommentar verfasst. Gegenüber dem Originaltext habe ich noch einen Punkt aufgenommen, der sich [...]

  132. Lena Reiner Sagt:

    uralter blog, ich weiß.
    muss aber zu dem argument des gefallens etwas sagen.
    stimme dem NICHT zu.
    ich kenne zwar weniger fotografinnen als fotografen, aber die durchschnittsquali der fotografinnen liegt wahnsinnig viel höher. ich kenne kaum so miese knipserinnen, wie ich knipser in massen kenne…

  133. Tilla Sagt:

    Reden wir von technischen Feinheiten oder von Inhalten, wenn Du Qualität anführst?

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