Heute back ich, morgen brau ich…

Es war einmal….

so beginnen Märchen. Märchen haben immer ein gutes Ende, der Prinz bekommt seine Prinzessin und die böse Königin einen auf den Deckel. Wahlweise zerreißt sich ein Rumpelstilzchen in der Luft.

Sommermärchen gab es dieses Jahr nicht, dafür gab es Sommerpossen. Bemerkenswert an dieser Stelle ist für mich ganz persönlich die Tatsache, dass auch die Vampire längst nicht ausgestorben, stattdessen auf dem Vormarsch sind. Sie saugen Informationen, lassen sich bei ihren Artikeln helfen und verdienen letztendlich Geld mit deren Veröffentlichung. Kommt es dann aber mal auf eine ordentliche Recherche an, dann versagt die journalistische Betrachtung. Wes Brot ich ess, des Lied ich sing – selbstverständlich wird dieser aufkommende Verdacht gleich mal prophylaktisch abgewiegelt. Nichtsdestotrotz quillt aus jeder Zeile des Artikels die Gehirnwäsche, gegen die kein Kraut gewachsen ist, wenn der Betreffende nicht willens oder in der Lage ist, seinen Kopf selbst einmal anzustrengen. Gut, dass das keiner abkauft.

Doch, es gab Sommermärchen. Besuche mit Pflaumenkuchen. Anrufe von Menschen, die ich gar nicht kenne, die einfach nur mal sagen wollten „Lasst Euch nicht unterkriegen, es ist gut, was ihr macht!“. Hilfsangebote aus unterschiedlichen Richtungen. Ehrliche und konstruktive Kritik zu Ideen. Anregungen für die Zukunft. Lieblingsbonbons auf die Ladentheke gelegt, verziert mit „Dankeschön für all die Arbeit“. Tolle Tage mit tollen Menschen in einem tollen Projekt. Schulterklopfen. Kollektives Kopfschütteln. Danke.

Und als Krönung zum Geburtstag den geilsten Entwickler ever.

Draußen kündigt sich der Herbst an. Ich mag ja den Herbst und ich wünsche mir die Zeit und auch die innere Ruhe, diese herbstlichen Tage zu genießen. Mit Tee, wahlweise Kakao, dicken Socken an den Füßen und einem guten Buch. Ich weiß aber auch, dass es dieses Jahr nichts mit einem solchen Herbst wird. Man will uns diskreditieren, platt machen, vom Markt fegen. Die Gerüchteküche brodelt, vorzugsweise von jenen beheizt, die uns gar nicht kennen. Für mich bedeutet das, meine Leidenschaft in 14-Stunden-Tagen auszuleben. Und ich kann ja auch im Labor dicke Socken anziehen.. Ich weiß, dass wir gut sind und ich weiß, dass wir die Kraft haben, auch diesen Sturm zu überstehen. Und ich habe den Vorteil, dass ich an Märchen glaube. Und an die meisten Menschen. Das Gute siegt immer.

Plume_001

Klick und big und so
Scan vom Print
T-Max400 in Spürsinn SAM
Wer schon mal bei uns war, weiß, was das für ein Blümchen i
st

 

 

 

 

 

 

 

3 Kommentare zu “Heute back ich, morgen brau ich…

  1. Susanne

    Liebe Tilla,

    gar wunderbare Zeilen von einer wundertollen Frau!
    Jaja, Denken ist anstrengend. Und es ist erschreckend, wieviele diese Anstrengung scheuen.
    Das Tolle an der Sache: Menschen, die Freude an Denken, Gedanken machen, Ideen, Phantastereien haben, die ziehen sich gegenseitig an. Und so werden wir immer mehr – ein Kollektiv an Individuen, die auf die kleinen Dinge achten, auf den Zwischenton und für die eine Sache mehr ist, als nur ihr wirtschaftliches Resultat.

    Die „Guten“ müssen immer ein bisschen besser auf sich aufpassen, weil sie dazu neigen, zu sehr an die anderen zu denken. Aber genau das sorgt dafür, dass das Gute immer siegt. Oder um es mit Oskar Wilde zu sagen: „Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.“

    In diesem Sinne: Auf einen grandiosen Herbst mit dicken Wollsocken und doppeltem Kakao!

    Susanne

  2. Pingback: Trompeten-August | Michael K. Trout

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